22Jun/15
Electrify, Tanzschule Straub, Wattenscheid mit Schirmherrin Dr. Renate Sommer MdEP, Europaabgeordnete

A40-Cheerleading-Cup 2015 bleibt in Wattenscheid

„Das ist schon ein sensationeller Sieg für uns, dass wir sowohl den A40-Cup und die Stadtmeisterschaft mit unserem Team ‚Electrify‘ gewonnen haben“, erklärt Tanzlehrer Dennis Straub, Inhaber der gleichnamigen Tanzschule in Wattenscheid. „Wir sind mit zwei Teams in der Kategorie Freestyle angetreten. Das Siegerteam Electrify besteht aus 18 Tänzern, von denen aber gestern nur 10 starten konnten. Einstudiert wurde ein asiatisch angehauchter HipHop mit Break Dance-Elementen. Und damit haben wir dann die Kategorie Freestyle gerockt“, so Dennis Straub weiter, der auch selber im Team tanzt. Das Team Electrify besteht bereits länger als seine Tanzschule und hat es in der Vergangenheit bereits bis zur IDO-Weltmeisterschaft geschafft. Diese wird in diesem Jahr wieder im Ruhrgebiet stattfinden.

Electrify gewinnt Stadtmeisterschaft und A40-Cheerleading-Cup

CAB Lilax, Cheer Academy Bochum

CAB Lilax, Cheer Academy Bochum

Einige Hundert Teilnehmer und Zuschauer waren zu den Wettbewerben in die Turnhalle an der Lohrheidestraße gekommen. Sportler und Sportlerinnen aller drei Altersklassen (Die Jüngsten: PeeWee, Junior und Senior) traten hier an. Neben Cheer Dance nahmen auch akrobatische Stunts breiten Raum ein. Sieger in den Altersklassen Junior und Senior im Bereich (All Girl) Cheer wurden die Violets, die Lilax und die Lilax Selection (Group Stunt) von der Cheer Academy Bochum. „Insgesamt kann von einem großen Bochumer Sieg gesprochen werden, aber wir mit Electrify haben dafür gesorgt, dass der A40-Cup in diesem Jahr nicht nur in Bochum, sondern auch am Austragungsort in Wattenscheid bleibt“, so Dennis Straub sichtlich erfreut. Der Wanderpokal soll bis zur Rückgabe in der Tanzschule an der Westenfelder Straße ausgestellt werden.

Electrify, Tanzschule Straub, Wattenscheid mit Schirmherrin Dr. Renate Sommer MdEP, Europaabgeordnete

Electrify, Tanzschule Straub, Wattenscheid mit Schirmherrin Dr. Renate Sommer MdEP, Europaabgeordnete

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18Jun/15
Ein Team von CAB (Cheer Academy Bochum)

A40-Cup: Cheerleader-Wettbewerb am Samstag in Wattenscheid

Zum fünften Mal wird am kommenden Samstag der Cheerleader-Wettbewerb „A40-Cup“ ausgetragen. Ab 13 Uhr treten insgesamt 61 Teams aller drei Alterklassen (PeeWee, Junior, Senior) in verschiedenen Kategorien gegeneinander an. Im Takt weniger Minuten zeigen die Sportler ihre Einzeldarbietungen, Partner- und Gruppenauftritte mit Tanz und Stunts.

Der A40-Cup-Wettbewerb beginnt mit einem Opener um 13 Uhr. Die Siegerehrungen beginnen ab 18:15 Uhr. Die Preise werden durch die Schirmherrin Europaabgeordnete Dr. Renate Sommer (CDU) verliehen. Der A40-Wanderpokal wird über die beste Wertung aller Wettbewerbe und Altersklassen ermittelt.

Die Turnhalle findet sich neben dem Lohrheidestadion (Lohrheidestraße 82, BO-Wattenscheid)
Eintrittskarten kosten an der Tageskasse 10 €, bei Vorlage eines NRW-Cheerleaderpasses 7 €.

18Jun/15
Innenhof des Rathauses Bochum

Langendreer: Genosse und Freier Bürger fusionieren zur AfD

Die AfD verfügt seit heute über eine eigene Fraktion in der Bezirksvertretung Bochum-Ost. Außerhalb der Stadtteile Laer, Langendreer und Werne wird diese eigentliche Meldung kaum interessieren. Jedoch ist die Herkunft der Fraktionsmitglieder bemerkenswert. Weder Christian Krampitz, noch Carsten Neuwald wurden über die Liste der AfD gewählt. Christian Krampitz war nach der Wahl aus der SPD ausgetreten, Carsten Neuwald wurde über die Freien Bürger gewählt.

Christian Krampitz aus Laer hat damit eine starke Veränderung vor sich. Im letzen Jahr war er noch stellvertretender Vorsitzender der SPD in Bochum-Laer. Die kürzlich vereinbarte Zusammenarbeit der beiden Bezirksvertreter mit der dortigen CDU-Fraktion dürfte damit auch nur ein kurzes Zwischenspiel gewesen sein.

11Jun/15
RuhrGames

Auf welche Teilnehmer die RuhrGames sträflich verzichteten

Am letzten, langen Wochenende fanden in der Metropole Ruhr die RuhrGames statt. Ausgerichtet vom Regionalverband Ruhr (RVR) bzw. in seinem Auftrag von einer Agentur. Die Eröffnungsfeier am Mittwoch vor Fronleichnam auf Zeche Zollverein ließ ein Problem erahnen, dass dann auch eintraf: Es waren zuwenig Zuschauer da. Die Feier im Außenbereich des UNESCO-Weltkulturerbes zeigte ein Bild, auf dem die Leute vor der Bühne noch dichter hätten stehen können. Auch war die Zielgruppe – Kinder und Jugendlich – nicht so stark vertreten, wie es wünschenswert wäre. Die Organisatoren haben die Zielgruppe verfehlt. Da wird für die Fortsetzung dieses neuen Veranstaltungsformats nachgesteuert werden müssen.

Im Vorfeld zeichnete sich eine Lücke ab, die ein paar Monate zuvor bei den Sportvereinen der Region aufschlug. Die Ansprache über den institutionalisierten Sport war recht spät erfolgt. Über die Sportbünde, Stadtsportbünde, Stadtjungedsportbünde etc. war in einigen Kommunen ein Aufruf erfolgt, sich zu beteiliegen, zum Beispiel durch eine Einladung ausländischer Partner. Einige Vereine wunderten sich, denn für derartige Auslandsaktivitäten brauchen sie ein Jahr Vorlauf. Wohlgemerkt, hier bewegt man sich im Bereich der ehrenamtlichen Arbeit, nicht in Konzernstrukturen.
So gab es vorab auch bereits einige Verärgerung über intransparente Vergaben für Beiträge bei den RuhrGames und sowieso Vorbehalte gegenüber dem RVR mit nur einer geringen Sportförderung. Ein Echo blieb dabei aus.

Bühne mit Vorplatz, Zollverein

Bühne mit Vorplatz, Zollverein

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09Jun/15
SitzLifeJugendhilfeWeitmar

Jugendhilfeskandal: Der billige Leumund des Dr. Dieffenbach

Der Jugendhilfe-Skandal um die Bochumer Life Jugendhilfe GmbH und das Ratsmitglied Gerd Lichtenberger (SPD) ist noch nicht vorbei. Nach einer erneuten Berichterstattung im WDR Fernsehen (die story, 02.06.2015) lässt nun Gutachter Dr. Rainer Dieffenbach, Chefarzt der Vestischen Kinder- und Jugendklink, seine Tätigkeit für die Life-Jugendhilfe ruhen. Dadurch wird jetzt klar, dass Dr. Rainer Dieffenbach für die Life-Jugendhilfe tätig ist. Das verwundert, weil er in einer Informationsveranstaltung im Rathaus Bochum als Experte zum Skandal berichtet hatte. Wäre Dr. Dieffenbach damit denn nicht befangen?

Die Reportage im WDR und nachfolgende Zeitungsartikel (RN, WAZ) greifen eigentlich den Konflikt auf, dass Dr. Dieffenbach für die Life-Jugendhilfe Gutachten zur Betreuung fertigte und gleich die Therapie dazu anbot:

Dieffenbach und Lichtenberger kooperieren bereits seit Längerem, hielten gemeinsam Vorträge auf Fachtagungen. Einen Interessenskonflikt sieht Lichtenberger darin nicht. Das Jugendamt könne ja eigene Gutachter beauftragen, sagt er in der WDR-Reportage.

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09Jun/15
Stand der Grünen Hochschulgruppe, Blaupause 6. Juni 2015

Studentenverbindungen: Grüne Hochschulgruppe gewaltig gescheitert

Die großen Zeiten der Linken an der Ruhr-Universität Bochum sind vorbei. Für eine linke Mehrheitsbildung im Studierendenausschuss (AStA) der ersten Hochschule in der Metropole Ruhr reicht es eine Weile schon nicht mehr. Als letztes Refugium scheint die Grüne Hochschulgruppe (GHG) verblieben zu sein. Von den einstigen Protagonisten wie JUSO-Hochschulgruppe und Linke Liste (LiLi) ist außer gelegentlicher Agitation nicht mehr viel geblieben. Zum Uni-Jubiläumsfest Blaupause wollten Linke es noch mal krachen lassen. Unter Führung der GHG wurden dann am Ende 14 Personen aufgeboten, die Störaktionen auf dem Jubiliäumsfest der Ruhr-Uni – der Blaupause am 6. Juni 2015 – initiieren wollten. Es sollte ein Zeichen gegen Studentenverbindungen, diskriminierend begrifflich als Burschenschaften bezeichnet, gesetzt werden. Die Aktion hat aber mehr die Defizite der linksradikal orientierten Grünen offenbart.
Nicht dass ich das bedauere. Der Autor ist selber aktiver Christdemokrat und davon unabhängig Mitglied zweier Studentverbindungen.

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23Mai/15
S-Bahn Rhein-Ruhr

S-Bahn: Bochum profitiert am meisten vom 15-Minuten-Takt

Es wird noch vier Jahren dauern, aber dann kommt eine der größten Veränderungen seit den 1970er Jahren auf den Nahverkehr im Ruhrgebiet zu. Die zentrale S-Bahn-Linie S1 von Dortmund über Bochum und Essen nach Duisburg wird in den Hauptverkehrszeiten mit 4 statt bisher 3 Zügen je Stunde bedient.

„Die Bochumer Bürger werden am meisten von der Taktverdichtung profitieren. Das liegt an der Mittellage zwischen Essen und Dortmund. Die S1 wird hier ab 2019 zu den Stoßzeiten alle 15 Minuten fahren. Dadurch sollen die vollen Zügen entlastet werden. Ich verbinde damit die Hoffnung auf mehr Komfort für die Fahrgäste“, erklärt Ratsmitglied Dirk Schmidt (CDU). Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion verweist darauf, dass die Taktung dann auch dem zukünftigen Rhein-Ruhr-Express entpricht.

„Natürlich gibt es auch Verlierer bei einer solch großen Veränderung“, erläutert der Wattenscheider. „Liebgewonnene Fahrplangewohnheiten müssen verändert werden. Auch wird es Anpassungsbedarf bei den Verkehrsunternehmen geben. Allerdings erhalten diese einen Zuschuss, für den der VRR als Aufraggeber des S-Bahn-Vekehrs eine verstärktes Angebot zu den Bahnhöfen erwartet. Auch geht die Hälfte der erwarteten Mehreinnahmen von insgesamt 6 Mio. € an die Verkehrsunternhemen“, so Dirk Schmidt weiter.

Die Taktverdichtung auf der S-Bahn-Linie S1 ist ein Teil eines Pakets. Dazu gehört auch die Reaktivierung der Hertener Bahn, die von Recklinghausen über Essen nach Wuppertal verkehren soll.

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr ist einer der Träger der VRR Anstalt Öffentlichen Rechts und als Zweckverband der Kreise und kreisfreien Städte Aufgabenträger für den Nahverkehr. Er ist eine Tarifgemeinschaft und regelt den überörtlichen Schienenverkehr, so die S-Bahnen. In seinen Gremien sitzen Vertreter aller Kreistag und der Räte der kreisfreien Städte.

11Mai/15
nicht GOP, sondern BOB-Wahl

Registrier Dich für die Bochumer Wählerbefragung 2015!

Du wohnst in Bochum? Du bist älter als 16 Jahre? Dann brauchen wir Dich! Und zwar für ‚BOB-Wahl‘. So heißt das Projekt einer Wählerbefragung zur Oberbürgermeister-Wahl in Bochum am 13. September 2015. Die Herausgeber der Blogs Pottblog.de, Ruhrbarone.de und Schmidts-Katze.info wollen dabei gemeinsam Bochumer Bürger zu politischen Themen und natürlich auch zum Wahlausgang befragen.

Du willst mitmachen? Registrier Dich auf www.bob-wahl.de

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Hier gibt’s ein Video zum Ablauf der Wählerbefragung.

10Mai/15
SitzLifeJugendhilfeWeitmar

Jugendhilfeskandal um Auslandsunterbringung geht weiter

In Bochum, Marl Dorsten und in Gelsenkirchen geht der Skandal um die Auslandsunterbringung von Jugendlichen weiter. Auf die Berichterstattung im ARD-Magazin Monitor hin wurde noch mehr „Staub“ aufgewirbelt. In Gelsenkirchen wurde umgehend die Leitung des Jugendamtes vom Dienst freigestellt. Die Stadt Dorsten lässt ihre Arbeit vom Landesjugendamt prüfen. Es gibt Sondersitzungen politischer Gremien, und es wurden zur letzten Sitzung am Donnerstag diverse offizielle Anfragen gestellt im Rat der Stadt Bochum, dem der SPD-Politiker Gerd Lichtenberger (SPD) angehört, der Geschäftsführer der im Film dargestellte Life Jugendhilfe GmbH ist.

Anschuldigungen gegen ARD-Reporter nicht haltbar?

Aufgeklärt ist bis heute nichts – auch nicht, ob es einen wirklichen Skandal ist. Das Verhalten der Beschuldigten verdichtet aber den Verdacht. So prüft laut Bericht der Ruhrnachrichten die ARD jetzt rechtliche Schritte gegen Gerd Lichtenberger, der behaupte, die Mitarbeiter des Magazin hätten quasi Hausfriedensbruch begangen und auch einen anderen Hof gefilmt als den, auf dem der gezeigte Jugendliche untergebracht worden sei. Schutzbehauptungen? Von wem?
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08Mai/15
Kermes in Langendreer, DITIB-Gemeinde

Kermes in Langendreer – Goßer Erfolg für moslemisches Gemeindefest

Die moslemische DITIB-Gemeinde an der Ümminger Straße in Langendreer-West hat in den letzten 1 1/2 Jahren großes vollbracht. Am letzten Wochenende – 1. bis 3. Mai 2015 – feierte sie Kermes. Mit geschätzten 10.000 Besuchern trotz Regens an einigen Tagen gilt das moslemische Gemeindefest als mehr als gelungen. Viele Bürger aus dem Stadtteil, die nicht moslemischen Glauben waren, fanden sich darunter. Gratulation auch dafür.

Mit viel Engagement wurden die Gebäude entlang der Bahnstrecke Bochum-Dortmund im letzten Jahr renoviert. Wo verußte Fensteröffnungen bisher wenig einladend wirkten, befinden sich jetzt moderne Fenster und dahinter entsteht ein Gemeindezentrum mit Gebets-, Aufenthalts- und Unterrichtsräumen. Die nach Geschlechtern getrennten Gebetsräume sind bereits fertig und prächtig mit orientalischen Ornamenten ausgeschmückt.

Die vierte DITIB-Gemeinde deckt einen Bedarf der weit überwiegend türkischstämmigen Moslems in den Stadtteilen Bochum-Langendreer, -Werne und -Laer. Bisher nutzten viele die DITIB-Gemeinde an der Schmidtstraße in Bochum-Zentrum. Der Trägerverein hat sich im letzten Jahr mehr als verdoppelt. Inzwischen gehören im 350 Mitglieder an.

Buden vom Bochumer Weihnachtsmarkt

Das große Gelände entlang der Bahnstrecke wurde zum Teil an das Unternehmen Pohlschmidt vermietet. Es lagert hier die vom Bochumer Weihnachtsmarkt bekannten Buden. An einigen finden sich der aus Anatolien stammenden St. Nikolaus angebracht. Die Holzhütten werden auch für den Kermes genutzt. Dieser umfasst neben Speisen auch einen kleinen Markt, Flohmarkt und ein buntes Programm auf der Bühne.

Kermes in Langendreer

Kermes in Langendreer

Anlässlich des Kermes wurden Gästen auch eine sehr gelungene medial Präsentation über DITIB, die neue Moschee-Gemeinde im Bochumer Osten und die Bauarbeiten gezeigt. Dieser war zum Beispiel zu entnehmen, dass 70 % der Moslems in Deutschland in den inzwischen 900 DITIB-Vereinen organisiert sind. Diese wollen sich als überparteilich und unabhängig verstanden wissen. Zukünftig sollen in den Schulungsräumen auch Integrations- und Deutschkurse angeboten werden. Immer noch würden insbesondere einige Frauen zuwenige Deutsch sprechen.

Ein Rückblick auf die Planungen finden sich in diesem Artikel der WAZ: DITIB plant offene Begegnungsstätte (07.07.2013)

30Apr/15
Hauptfiguren, Foto: Thomas Aurin

Der Besuch der Alten Dame, oder: Sparen, Sparen, Sparen

„Im Schauspielhaus feiert Friedrich Dürrenmatts moderner Klassiker „Der Besuch der alten Dame“ am 30. April in der Regie von Anselm Weber Premiere. In der Rolle der großen Rächerin, die als Katalysator für die allgemeine Käuflichkeit wirkt, steht als Gast Mechthild Großmann auf der Bühne des Schauspielhauses.“ (Pressebrief)

Die Inszenierung, Bühnenbild und Schauspieler überzeugten. Es war eine tolle Premiere am Donnerstagabend im Schauspielhaus Bochum. Gute Unterhaltung mit einer Tragikkömödie, in der die Leistung insbesondere auf Mechthilds Großmanns Darstellung der Alten Damen beruht. Das Stück feierte Premiere wenige Tage, nachdem Intendant Anselm Weber erklärt hatte, nach der Spielzeit 2016/17 an das Schauspiel Frankfurt zu wechseln. Und das heiß auch weg von einem Schauspielhaus in Bochum, dass in finanzielle Schieflage geraten war. Zufall, dass die Erklärung des geplanten, wenn auch noch zustimmungspflichtigen, Wechsel kurz vor diese Premiere fällt. Das Rahmengeschehen verführt dazu, paralleln zur Handlung zu ziehen.

Sparen, Sparen, Sparen

Da klagt der Lehrer in „Der Besuch der Alten Dame“ über das andauernde Sparen, Sparen, Sparen. Das schweift der der Blick natürlich auf das Bühnebild. Sie sind in Bochum oft karg, als sei die American Drama Group mit Minimalrequisite unterwegs. Hinten im leeren Raum, gehören getünchte Backsteinwände und einsehbare Bühnentechnik zum Bühnenbild. Not macht erfinderisch? Wie klingt das Klagen des Lehrers nach einem Klagen über die finanziellen Engpässe und marode Bausubstanz. Dann ist auch schnell das Klagen über den Verlust europäischer Werte ein Klagen über Verlust an Kultur. Was wird hier mit Ill geopfert? Die Kultur, das Theater, die Werte? Ziehen wir den Konsum auch in öffentlichen Haushalten der Kultur vor?

Ensemblem als Chor

Chor, Foto: Thomas Aurin

Schluss damit. Die Aufführung des modernen Klassikers lebt der von der schauspielerischen Leistung des Ensembles. Die Zuschauer sind in das Stück einbezogen. Sollen wir aufzeigen bei der Abstimmung der Gemeindeversammlung über die Stiftung, die Ills Tod bedeutet? Anselm Weber klagt uns als Zuschauer auch der Korruption an. Was wäre, wenn wirklich einer aufzeigte? Es tut keiner. So opfern auch wir Ill. Und die Kultur.

Könnten die geschlossenen Wagner-Werke eine Analogie zu den in Abbruch befindlichen Opel-Werken sein?

Fotos: Thomas Aurin, Schauspielhaus Bochum

30Apr/15
Reicht die Botschaft, mit einer Stimme für den SPD-Kandidaten vorgeblich einem Deutschen zu einem Posten zu verhelfen?

Nicht Eiskirch: Verliert SPD Bochum OB-Kandidaten?

Die SPD in Bochum wird in nächster Zeit voraussichtlich einen Oberbürgermeister-Kandidaten weniger haben. Nein, nicht der frisch mit mageren 73 % aufgestellte Landtagsabgeordnete Thomas Eiskirch ist gemeint. Es geht um Omid Pouyousefi. Er soll mal Sachkundiger Bürger der SPD im städtischen Ausschuss für Migration und Integration gewesen sein. Dass das Gremium nicht mehr existiert, hat er nicht wahrgenommen, wenn man einen Blick auf seine Internetseite wirft. Dass er „Politiker (SPD)“ (so auf Facebook ‚Omid machts‚) ist, hat hin weniger bekannt gemacht als seine Tätigkeit für das Musik-Projekt X-Vision.

Und wieso soll die SPD diesen Politiker nun verlieren? Weil sie ihn rausschmeißen muss. Die Satzung der SPD verbietet es, dass Mitglieder gegen von der Partei aufgestellte Kandidaten kandidieren. Wittens Bürgermeisterin Sonja Leidemann hat es so gerade erwischt. Ihre Partei hat sie nicht wieder aufgestellt und da sie dennoch kandidiert, war’s das soweit mit der SPD-Mitgliedschaft. Der SPD-Ortsverein Hamme war schon gut dafür, den ehemaligen SPD-Ministerpräsidenten Wolfgang Clement zu „entsorgen“, weil er zur Nichtwahl der SPD aufgerufen habe. Dann müsste mindestens dieser Ortsverein jetzt auch gegen Pouyousefi vorgehen.

Ich bin gespannt, ob der Rausschmiss des aus Persien stammenden unter dem Parteivorsitz von Thomas Eiskirch oder schon von Serdar Yüksel erfolgt. Beide sollen heute im Landtag „rotiert“ und telefoniert haben, als sie von der Kandidatur erfuhren. Nach solchen Berichten, haben sie das nicht kommen sehen.

FDP unterstützt Kandidatur

Laut Pressemitteilung unterstützt die FDP Bochum die Kandidatur des Unabhängigen. Damit ist wohl gemeint, dass sie für die Kandidatur ist, aber nicht selber aufstellt. Auf dem Wahlzettel wird nicht FDP stehen dann, was vielleicht als schädlich angesehen wird.
Dennis Rademacher, Kreisvorsitzender der FDP Bochum, begründet die Unterstützung des zweiten Musikers (mit abgeschlossenem Studium!) durch die FDP: „Als Freie Demokraten setzen wir uns für Weltoffenheit und Aufstieg durch Bildung ein. Omid Pouryousefi hat uns als Person überzeugt, weil er genau dafür steht. Als Migrant hat er in einem zunächst fremden Land seinen Weg gesucht und gemacht: von der Hauptschule zum Gymnasium über sei abgeschlossenes Studium der Tontechnik bis hin zur Selbständigkeit als Musiker, Autor und Jugendprojektleiter. Das ist genau der Gründergeist, den Bochum unbedingt braucht. Omid Pouryoursefi kann der unabhängige Manager und Motivator sein, der den Mief im Rathaus kräftig durchlüftet.“

Da die Stadtgestalter scheinen, ebenso vorgehen zu wollen, werden für Pouryousefi wie für Wolfgang Wendland Unterschriften gesammelt werden müssen. Los sollte es am Mittwochabend auf dem Ratshausplatz gehen. Ein Wahlwerbevideo hat der ‚unabhängige‘ Kandidat bereits:


Als Kommentar bitte ich mir glaubwürdige weitere Erklärungen für die Unterstützung durch die Bochumer FDP zu nennen :-)


Nachtrag
Die WAZ Bochum berichtet heute über Omid Pouryousefi.