27Mrz/15
Mini-Megafon - elektrisches Tutehorn

Bochumer Tutehorn 27.03.2015

Aktuelle Nachrichten aus Bochum und Wattenscheid

Rhein-Ruhr-Express: Herstellung, Lieferung des von Verkehrsverbünden in Nordrhein-Westfalebn – so dem VRR – beauftragten Rhein-Ruhr-Express (RRX) geht an den Siemens-Konzern. Ein Instandhaltunsgwerk mit 100 Arbeitsplätzen soll in Dortmund entstehen. (VRR, IDR)

Zeche Hannover: Die Ausstellung “Wanderarbeit. Mensch – Mobilität – Migration” geht den Gründen und Folgen der Arbeitswanderung damals wie heute nach. Zu sehen ist sie vom 27. März bis 19. Juli. (IDR)

Exhibitionist: Im Wattenscheider Stadtgarten zeigte sich ein Sittenstrolch (POL-BO)

Osterkirmes: von Samstag, 4. April, bis Sonntag, 12. April 2015, sorgt die Kirmes täglich von 14 bis 21 Uhr für beste Unterhaltung. Die rund 40 Fahr-, Spielgeschäfte und Imbissbuden bringen das spezielle Kirmesflair auf den Platz an der Castroper Straße. (BO Marketing)

Vandalismus: Chinesischer Garten im Botanischen Garten der Ruhr-Universität verwüstet (WAZ, Coolibri)

Gewaltfreie Politik: Ratsmitglied Karsten Finke (Grüne) gibt nach öffentlicher Empörung über seinen Blog-Beitrag “” sein Ratsmandat auf. Junge Grüne kritisieren die Kritik an Finke. (Junge Grüne, Lokalkompass, GHG, Pottblog)

Feuerwehr: CDU, FDP/UWG kritisieren Zustände bei der Bochumer Feuerwehr. Verwaltungsvorstand vernachlässige Probleme wie fehlende Fahrzeuge (FDP/UWG, CDU, WAZ)

Rotunde: Die Zwischennutzung des ehemaligen Katholikentags-Bahnhofs gegenüber von Konrad-Adenauer-Platz und neben der Disco Riff findet nach fünf Jahren in diesem Sommer ein Ende. (Coolibri)

OB-Wahl: SPD-Kandidat Thomas Eiskirch fordert weitere Gesamtschule für Bochum (SPD)

26Mrz/15
Scherbenhaufen

Grüne Jugend gibt Ziel gewaltfreier Politik auf

Schuld sind immer die Anderen. So lautet das Motto Linksliberaler. Und wenn der Staat die Anderen ist, dann soll diesen Linksradikalen nach okay sein, seine Vertreter anzugreifen – zum Beispiel in Form von Sabotageakten an Bundeswehr oder Polizei. Diese Denke hatte das der grüne Kommunalpolitiker Karsten Finke unter der Überschrift “Das sind doch nur brennende Autos: Beruhigt euch mal wieder!” zusammengefasst. Der öffentlichen Empörung darüber, dass Karsten Finke politisch motivierte Gewaltakte in Form brennender Autos “ideologisch gesehen eigentlich noch ganz gut vertretbar” fand, folgte die Niederlegung seines Mandats. Nicht allen grünen Politikern gefällt das. Grüne Hochschulgruppe und Grüne Jugend in Bochum stärkten ihm den Rücken, wörtlich: “Wenn auch die Wortwahl von Karsten unklug gewählt wurde, so ist der Inhalt keineswegs falsch.”

Die Grünen haben ihre historischen Wurzeln auch in der Friedensbewegung der 1970er und 1980er Jahre. Auf der von den Vorsitzenden der Jungen Grünen in Bochum – Doppelspitze Pia Scholten und Manuel Krieter – vertretenen Internetseite der politischen Jugendorganisation findet sich der historische Anspruch: “Du kannst dich mit der Grünen Jugend für ökologische, soziale, basisdemokratische, gewaltfreie und emanzipatorische Politik einsetzen.” (Hervorhebung durch den Autor) Allein müssen tut man nicht, sich für gewaltfreie Politik einsetzen. Die Jungradikalen schieben auch gleich die Verantwortung ab. Nicht nur etwas auf den Staat oder die Verhältnisse, sondern auf die, die noch viel mehr rechtfertigten als Finke in seinem Beitrag: “Die Aussagen in dem Blog waren zudem weniger deutlich, als die Artikel renommierter Journalist*innen des Spiegels, der Zeit, des Freitags oder der taz.”
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24Mrz/15
Tutehorn Zeitungen

Bochumer Tutehorn 24.03.2015

Aktuelle Nachrichten aus Bochum und Wattenscheid

Leihräder: Metropolradruhr bekommt in Bochum mehr Stationen und Räder. Hier stiegen im letzten Jahr die Nutzerzahlen um +218 % (WAZ BO, siehe auch SchmiKa)

Justizzentrum: Am Montag war Richtfest für das Justizzentrum am Ostring. Der Landesbetrieb hat mit Millionen an Mehrkosten zu kämpfen (WAZ BO 1, WAZ BO 2, RN)

OB-Kandidat 1: Monika Engel ist vorgeschlagen für eine Kandidatur als Oberbürgermeisterin der Stadt Bochum für Bündnis ’90/ Die Grünen (WAZ BO)

OB-Kandidat 2: Thomas Eiskirch MdL wurde mit mageren 73 % von den Delegierten seiner Partei als Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters aufgestellt. (WAZ BO, Pottblog)

Hauptbahnhof: Nach schlechter Bewertung des Beratungs-Service im DB-Reisenzentrum am Bochumer Hauptbahnhof will die Bahn jetzt Veränderungen vornehmen, u. a. einen gesonderten VRR-Schalter einrichten. (WAZ BO, siehe auch SchmiKa)

VfL: Mit einem Auswärtssiegt 1:2 gegen den 1. FC Nürnberg katapultiert sich der VfL Bochum auf Platz 8 der Tabelle der 2. Fußballbundesliga (FAZ)

Stadtpark: CDU fordert Entwicklungs- und Sanierungskonzept. (CDU)

23Mrz/15
Gummibärchen Angebot? Nein, das ist der alte Preis.

Essen: Edeka hebt Gummibärchen-Preis um 50%

Das war heute eine starke Überraschung: Bei meinem EDEKA umme Ecke im Essener Südviertel kostete die Tüte Gummibärchen der Marke Haribo 99 Cent. Das sah nach einem Sonderposten-Angebot aus. Vor den Sußwarenregalen stand der Tisch mit den angepriesenen Waren. Ende letzter Wochen betrug der Preis noch 66 Cent. Jetzt ist es kein günstiges Angebot mehr, sondern der laut Fernsehbericht überteuerte Preis. Mein Vertrauen in den Markt ist weg.

Die ARD-Sendung PlusMinus hatte aufgedeckt, dass der Preis einiger Artikel in isolierten EDEKA-Märkte höher liege im Vergleich zu Märkten mit Konkurrenten im Umfeld. In “meinem” konkurrenzlosen EDEKA zahlte ich auch für die Bärchen den höheren Preis. Aber nach dem Fernsehbericht fiel der Preis auf 66 Cent, um dann in der gleichen Aufmachung auf einem Ramsch-Tisch wieder auf den höheren Preis zu steigen. Krass! Das sieht mir danach aus, dass hier bewusst das Preisempfinden der Kunden getäuscht werden soll. Denn was die Bärchen eigentlich kosten und bei der Konkurrenz, wird sich keiner gemerkt haben. Diese Süßwaren werden wohl eher beiläufig verkauft.

Hier die Bilder mit der geänderten Preisauszeichnung.

Gummibärchen Angebot? Nein, das ist der alte Preis.

Edeka hat übers Wochenende den Preis für Gummibärchen um 50 % erhöht (Bild 23.03.2015)

Haribo für 66 Cent

Haribo für 66 Cent (Bild 18:03.2015)

23Mrz/15
HelloFresh-Paket mit Rezepten

HelloFresh – Teures Fresspaket für Hipster

Einkaufen wird immer mehr zum Online-Shopping. Bei Lebensmitteln stellt das aber immer noch eine Herausforderung dar – für potentielle Käufer und Verkäufer. So haben wir schon verschiedene Konzepte diskutiert und einiges ausprobiert. Angefangen hat das mal mit der Entwicklung eines Speiseplans für eine Woche und Ideen, alles für eine Woche in einem Paket zu bekommen. Jetzt kam mit einer Amazon-Lieferung auch eine Gutschein über 20 € für den Lieferdienst HelloFresh. Das schien zunächst eine erste Lieferung preislich zu halbieren. Also haben wir den Test gewagt.

POSITIV

Screenshot HelloFresh: Bestellvorgang

Screenshot HelloFresh: Bestellvorgang

Die Internetseite von HelloFresh ist gut gestaltet und so war das Bestellen ein Klacks. Allerdings stellte sich heraus, dass es sich um ein Abonnement von Lieferungen handelt. Diese können unter anderem beliebig unterbrochen werden, der Dienst ist recht flexibel. Und für uns war es auch möglich einen abendlichen Liefertermin zu bekommen, so dass wir bei Paketankunft auch sicher zuhause sind. Ansonsten kann das Paket mit etwas Aufwand auch an einen Nachbarn geliefert werden, wenn man das will. Also kam am Vortag eine Email an:

Du erhältst Deine leckere HelloFresh Box diese Woche am:
Dienstag, den 10.03.2015 zwischen 18:00 und 20:00 Uhr.

Und das hat dann auch gut geklappt bei beiden Paketen. Die Waren beider Lieferungen waren in einem großen Karton verpackt samt Kühlakku für die leichter verderblichen Lebensmittel. Rezeptkarten waren dabei und über das Material und seine Qualität kann nicht geklagt werden.
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22Mrz/15
Stellwerk- / Schranken-Hä

Bahnhof Bochum-Riemke braucht neuen Anstrich

Der Bahnhof Bochum-Riemke ist der derzeit unscheinbarste der Bahnhöfe in Bochum. Er liegt an der Eisenbahnstrecke von Bochum nach Gelsenkirchen, die hier einst mehrer Steinkohlenzechen anschlossen. So trägt die auf der Strecke verkehrende RegionalBahn RB46 auch den Beinahmen “Glückauf-Bahn”. Die Namensgebung erfolgte nach dem Weggang des finnischen Konzerns NOKIA, der im über den Bahnhof erreichbaren Gewerbegebiet an der Rensingstraße seine Fabrik hatte. Vorher hieß der Bahnhof aus Sponsoringgründen wie der Zug “Bochum-Nokia”. Vor der Nokia-Zeit hieß der Bahnhof nach dem Fernseherproduzenten “Bochum-Graetz”.

Bunt ist es um den Bahnhof herum, aber leider nicht ansehnlich. Graffiti finden sich fast überall. Auch an diesem Bahnhof sind die direkt von der Bahn-Tochtergesellschaft unterhaltenen Einrichtungen, insbesondere das Wartehäuschens, frei von Graffiti. Aber der Zugang und die Umgebung bedürfen einer Säuberung. Ein Anstrich wäre am Stellwerk-/Schranken-Häuschen nötig. Das Gebäude ist vermutlich im Besitz der DB-Netz.
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21Mrz/15
Lautsprecherwagen oben

Bochumer Tutehorn 21.03.2015

Aktuelle Nachrichten aus Bochum und Wattenscheid

Brennende Autos: Grünes Ratsmitglied fand brennende Autos vertretbar, distanzierte sich auf Druck des Stadtrats von der Aussage in seinem Blog (Ruhrbarone, WAZ BO, Ratsinfo)

E-Mobile getestet: Rund drei Jahre lang haben Bürgerinnen und Bürger, Berufstätige und insbesondere Pendler die Langstreckentauglichkeit von Elektroautos getestet. Jetzt wurden an der Ruhr-Uni die Ergebnisse der Studie präsentiert (RUB)

3D-Druck: Was 3D-Drucker können, zeigt die Volkshochschule (VHS) am Donnerstag (26. März) von 18.30 bis 20 Uhr unter dem Titel „3D-Drucker verändern die Welt“ (Kursnummer 54460) im Clubraum des Bildungs- und Verwaltungszentrums (BVZ), Gustav-Heinemann-Platz 2-6. Der Vortrag mit Live-Vorführung kostet sechs Euro (Presseamt BO)

Warnstreik: Die Gewerkschaft ver.di ruft am kommenden Montag zu Streiks in 17 städtischen Kindergärten und Jugendeinrichtungen auf (Presseamt BO)

Wohnungskonzern: Die Deutsche Annington ist Deutschlands größte Wohnungsgesellschaft mit Sitz in Bochum. Jetzt will sie sich in Vonovia umbenennen (Welt, WAZ BO)

Parkgebühren: Die CDU hat die im Stadtrat beschlossene Erhöhung der Parkgebühren abgelehnt. Erst müsse ein Konzept für das Innenstadtparken vorgelegt werden, dass schon zwei Jahre erarbeitet werde. Anwohnerparken sei darin zum Beispiel zu regeln. (CDU)

Innere Sicherheit: Bericht zum Besuch von Werner Lohn MdL bei der CDU in Oberdahlhausen. (Pottblog)

Zeitraffer: Umbau im REAL-Supermarkt in Wattenscheid

Viele Einwohner aus Gelsenkirchen, Wattenscheid, Essen und Bochum werden ihn kennen: Den REAL-Supermarkt an der A40 in Wattenscheid. Über Umbauten im Markt und den Verlauf des Abverkaufs von Waren gibt es jetzt online ein Zeitraffer-Video. Das ist ganz nett und interessant. Warum das Werk online ist? Keine Ahnung.

Die Produzenten von kukzeitraffer.tv schreiben dazu:

6.03.2015 | Nachdem die real,- SB-Warenhaus GmbH im vergangenen Jahr bundesweit 50 Standorte modernisiert hatte, sind für 2015 weitere 100 Modernisierungen geplant. Im ersten Quartal wurde unter anderem der real,- Markt in Bochum-Wattenscheid neu gestaltet. Die Maßnahmen wurden von uns in einem Zeitrafferfilm zusammengefasst.

19Mrz/15
Blog classless and free

Blockupy: Grüner Politiker findet brennende Autos vertretbar – und dann doch nicht

Antifa, das soll eigentlich etwas gegen Faschismus und Nazis sein. Ich habe die immer mehr als Gruppe ähnlich Glaubensgemeinschaften wahrgenommen. Die drehen sich mehr um sich selbst als um ihr eigentliches Thema. Die größten Auswirkungen sind bedauerlicherweise Graffiti wie “Antifa”, oft begleitet vom eingekringelten Anarcho-A (A) oder dem Polizei und Staat verachtenden ACAB (“all cops are bastard”). Die Fratze einer politisch verwirrten bis linksextremen Welt tut sich auf. Die Fratze zeigte ihr Gesicht unverhohlen auf den Blockupy-Krawallen zur Eröffnung des EZB-Gebäudes in Frankfurt am Mai am 17. März 2015.

Der Bochumer Grünen-Politiker Karsten Finke kommentierte die Krawalle auf seinem Blog ‘classless and free‘ mit einem Beitrag unter der Überschrift ‘Das sind doch nur brennende Autos: Beruhigt euch mal wieder!’ Schon die Überschrift verharmloste die Krawalle, die Gewalt gegen Sachen und auch Personen, denn die werden gleich mal unterschlagen. Passend zum Text war ein Bild brennender Polizeiwagen zu sehen. (Was würde er einer Familie sagen, deren Kombi ausgebrannt ist?)
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