Abstinenz von der Abstinenz: Berichterstattung um den Vorsitz der CDU-Fraktion Bochum

Die Abstinenz muss auch mal ein Ende haben, daher hier mal eine Übersicht zur Berichterstattung über die anstehende Wahl eines Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bochum: Ja, es kann sein, dass „der Neue“ eher „ein Alter“ ist. Der Kreisvorsitzende der CDU Bochum, Klaus Franz, wird gerade nach Vorne geschoben.

Hier eine Übersicht zur den Beiträgen darüber:

Auffällig ist dabei, dass

a) sich auf DerWesten.de bzw. bei der WAZ Bochum noch nichts dazu findet und

b) die beste Äußerung des CDU-Kreisvorsitzenden sich nicht auf cdu-bochum.de oder so befindet, sondern bei Genosse Jens Matheusziks pottblog:Interview mit Klaus Franz“ (pottblog, 04.09.2009) Darin spricht Klaus Franz auch erstmals von seinem Rücktritt.

Um die eigene Meinung nicht äußern zu müssen, könnte ich ja hier mal Schluss machen. Das würde einer „Politiker-Rolle“ gerecht werden: Etwas sagen bzw. schreiben, den wesentlichen Inhalt aber mal weg lassen. Na, dann heute mal anders: Ich werde Klaus Franz nicht wählen, auch wenn ich damit in eine Minderheitsposition gerate und die Äußerung dieser Ablehnung bei vielen kritisiert werden wird. Der Zustand der Partei und die Führung des Wahlkampfes sind  auch von Klaus Franz als Kreisvorsitzenden zu verantworten. Gerade die verkürzte Präsentation von Haushaltspoltik als zentralem Wahlthema hat er meiner Meinung nach zu verantworten. Es richtig, dass Klaus Franz erklärt hat, die Verantwortung zu übernehmen. Ich hab’s selber live gehört. Nur fehlt da jede Konsequenz.

Ja, auch von mir will bzw. wollte man eine zeitlang, dass ich ihn wähle. Aber das wäre vollkommen inkonsequent, denjenigen mitzutragen, der die CDU über 10 Jahre dahin geführt hat, wo sie jetzt steht. Und das ist ein meines Erachtens ein sehr unbefriedigender Zustand. (Mehr dazu, hier.) Klaus Franz ist für mich keine Hoffnungsträger für die Zukunft der CDU Bochum und viel zu weit weg von den Problemen vor Ort. Der Parteitag, auf dem Klaus Franz den CDU-Mitgliedern voraussichtlich seinen Abgang erklären wird, steht vor der Tür, aber erst nach der Wahl des Fraktionsvorsitzenden. Dann kann sich dort auch mit den Ergebnissen der Analysegruppe und der Mitgliederbefragung befasst werden. Eine für ihn sicher nicht unangenehme Reihenfolge. Mit einer Rochade an der Spitze der Fraktion, wird da im Prinzip alles beim Alten bleiben – was immer der Leser in ‚alles‘ hineininterpretiert. Dann bleibt zu hoffen, dass ich mit meiner Erwartung falsch liege.

Der Beitrag hat etwas mehr als 24 Stunden unter 'Entwürfe' geschlummert. Nachdem ich aber heute zwei Briefe von Klaus Franz erhalten habe, habe ich auf 'Publizieren' geklickt, denn ich komme gar nicht mehr hinterher, den Kopf irritiert zu schütteln. Daher habe ich auch gestern bretis den Link zu pottblog eingefügt, der heute technisch bedingt vorübergehend offline ging.

Über Dirk Schmidt 831 Artikel
Regional- und Kommunalpolitiker mit den Arbeitsbereichen Mobilität, Infrastruktur und Umwelt. U. a. Vertreter der Stadt Bochum beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und im Verwaltungsrat der VRR AöR. Aktiver Jäger und Politikwissenschaftler. Wohnhaft in Wattenscheid-Westenfeld, Vorsitzender der CDU Wattenscheid. Jahrgang 1974.

2 Kommentare

  1. Warum die WAZ darüber nichts hat(te?), weiß ich leider nicht. Die Möglichkeit darüber – zum Teil print-exklusiv – zu berichten hatten sie.

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