600 Jahre Freiheit Wattenscheid: Ideen für Jubiläumsfeier gesucht

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Am Wochenende 29. September bis 1. Oktober 2016 wird Wattenscheid sein Jubiläum feiern: 600 Jahre Wattenscheid. Das war ein erstes Ergebnis eines Treffens von Vertretern von Vereinen und Organisationen in Wattenscheid, zu dem der Heimat- und Bürgerverein Wattenscheid (HBV) am 14. Januar 2016 in den Gemeindesaal von St. Gertrud geladen werden.

Gefeiert wird die Verleihung der stadtähnlichen Rechte im Jahr 1417, erläuterte HBV-Vorsitzender Heinz Kessler zu Beginn. Gefeiert wird dabei auch die Tradition, dieses Fest zu feiern. Dabei will der HBV nicht als Veranstalter auftreten, sondern in anderen Rolle – etwa als Koordinator. Auch das hat Tradition, denn so war es bei der 555-Jahr-Feier 1972. Diese Feier erfolgte angesichts der Diskussion um Eingemeindungen in Nordrhein-Westfalen, an deren Ende Bochum und Wattenscheid zur ‚Stadt Bochum‘ zusammengeschlossen wurden. Die Forderung nach einer Rückgemeindung soll mit dem Jubiläumsfest nicht verbunden werden. Vielmehr geht soll es darum gehen, Geschichtsbewusstsein zu propagieren und die Wattenscheider Identität zu pflegen. Beim HBV hat man sich im Vorfeld Gedanken gemacht. Davon kann das Fest nur profitieren.

Ideenwettbewerb, wie gefeiert werden soll

Und man muss dem HBV zum Auftakt gratulieren, denn es waren Vertreter unterschiedlicher Organisationen erschienen. Einige wird man noch an Bord holen müssen, zum Beispiel Schulen. Aber zuerst soll zusammen überlegt werden, wie eigentlich gefeiert werden soll. Dazu macht der HBV keine Vorgaben in seiner Rolle als Quasi-Schirmherr. Bis zum nächsten Treffen am 25. Februar sollen Ideen geboren und Vorschläge gemacht werden. Im Raum steht aber ein Fest in der Innenstadt, zum Beispiel auf dem Alten Markt, dass verbunden würde mit der Verleihung des Gertudispreises.

Aufgeworfen wurde auch die Frage nach der Zusammenarbeit mit Verwaltung, Politik, Stadtmarketing und Werbegemeinschaft. Die wird es sicher geben, wenn auch klar war, dass die Jubiläumsfeier etwas Selbständiges sein solle. Gespräche gibt es. Es muss ja auch nicht die einzige Feier sein. Keiner hat ein Monopol darauf.

Mich hat das sehr gefreut, dass so viele bereits beim ersten Treffen zusammenkamen und sich einbringen wollen. Ein starkes Zeichen bürgerschaftlichen Gemeinsinns für Wattenscheid, wenn das gerade nicht durch Politik verordnet wird. Bezirksbürgermeister Manfred Molszich (SPD) will erkennbar nicht beim Thema vorangehen. Einem breit getragenen Fest wird sich die Bezirksvertretung Wattenscheid nicht entgegenstellen (können).

Über Dirk Schmidt 818 Artikel
Regional- und Kommunalpolitiker mit den Arbeitsbereichen Mobilität, Infrastruktur und Umwelt. U. a. Vertreter der Stadt Bochum beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und im Verwaltungsrat der VRR AöR. Aktiver Jäger und Politikwissenschaftler. Wohnhaft in Wattenscheid-Westenfeld, Vorsitzender der CDU Wattenscheid. Jahrgang 1974.

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