Autonomes AST: Wenn der Bus auf Knopfdruck kommt

U-Bahn U2/U3 in Nürnberg
Ohne Fahrerkabine: Autonome U-Bahn in Nürnberg

Ich sitze im Bus und will raus. Dann drücke ich den Knopf. Meist hält der Bus dann an der nächsten Station. In manchen Gegenden hält er da, wo ich aussteigen will. Jetzt aber mal andersherum: Ich stehe an der Haltestelle und drücke den Knopf. Es kommt ein Bus. Ein Traum?

Nein. Ein derartiger Service nennt sich AST (AnrufSammelTaxi oder TaxiBus, siehe Artikel auf der Internetseite des VRR) Hier muss 30 Minuten vorher angerufen werden. Dann verkehrt der Bus oder das Taxi nach Fahrplan.

TaxiBus auf Knopfdruck aus der App? Machbar.

Im nächsten Schritt kommt der Kleinbus aber einfach nach Hause auf Anforderung. Ohne Fahrplan. Das geht. Es ist nichts anderes als ein autonom fahrendes Taxi, dass einen zum nächsten größeren Sammelbahnhof bringt. Vielleicht kein Service für geschäftigte Metropolen, aber für einen mehr ländlicheren, dünner besiedelten Raum. Ein Service für die Abendstunden in Vororten.

Das lässt sich mit selbstfahrenden Auto realisieren. Diese müssen nicht nur dem Individualverkehr dienen. Die Technik lässt sich auch für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) einsetzen. Das muss erforscht und getesten werden. Den Nahverkehr kann es revolutionieren.

Mut haben! Ausprobieren!

Über Dirk Schmidt 831 Artikel
Regional- und Kommunalpolitiker mit den Arbeitsbereichen Mobilität, Infrastruktur und Umwelt. U. a. Vertreter der Stadt Bochum beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und im Verwaltungsrat der VRR AöR. Aktiver Jäger und Politikwissenschaftler. Wohnhaft in Wattenscheid-Westenfeld, Vorsitzender der CDU Wattenscheid. Jahrgang 1974.

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