Category Archives: Bochum & Wattenscheid

23Mai/15
S-Bahn Rhein-Ruhr

S-Bahn: Bochum profitiert am meisten vom 15-Minuten-Takt

Es wird noch vier Jahren dauern, aber dann kommt eine der größten Veränderungen seit den 1970er Jahren auf den Nahverkehr im Ruhrgebiet zu. Die zentrale S-Bahn-Linie S1 von Dortmund über Bochum und Essen nach Duisburg wird in den Hauptverkehrszeiten mit 4 statt bisher 3 Zügen je Stunde bedient.

“Die Bochumer Bürger werden am meisten von der Taktverdichtung profitieren. Das liegt an der Mittellage zwischen Essen und Dortmund. Die S1 wird hier ab 2019 zu den Stoßzeiten alle 15 Minuten fahren. Dadurch sollen die vollen Zügen entlastet werden. Ich verbinde damit die Hoffnung auf mehr Komfort für die Fahrgäste”, erklärt Ratsmitglied Dirk Schmidt (CDU). Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion verweist darauf, dass die Taktung dann auch dem zukünftigen Rhein-Ruhr-Express entpricht.

“Natürlich gibt es auch Verlierer bei einer solch großen Veränderung”, erläutert der Wattenscheider. “Liebgewonnene Fahrplangewohnheiten müssen verändert werden. Auch wird es Anpassungsbedarf bei den Verkehrsunternehmen geben. Allerdings erhalten diese einen Zuschuss, für den der VRR als Aufraggeber des S-Bahn-Vekehrs eine verstärktes Angebot zu den Bahnhöfen erwartet. Auch geht die Hälfte der erwarteten Mehreinnahmen von insgesamt 6 Mio. € an die Verkehrsunternhemen”, so Dirk Schmidt weiter.

Die Taktverdichtung auf der S-Bahn-Linie S1 ist ein Teil eines Pakets. Dazu gehört auch die Reaktivierung der Hertener Bahn, die von Recklinghausen über Essen nach Wuppertal verkehren soll.

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr ist einer der Träger der VRR Anstalt Öffentlichen Rechts und als Zweckverband der Kreise und kreisfreien Städte Aufgabenträger für den Nahverkehr. Er ist eine Tarifgemeinschaft und regelt den überörtlichen Schienenverkehr, so die S-Bahnen. In seinen Gremien sitzen Vertreter aller Kreistag und der Räte der kreisfreien Städte.

11Mai/15
nicht GOP, sondern BOB-Wahl

Registrier Dich für die Bochumer Wählerbefragung 2015!

Du wohnst in Bochum? Du bist älter als 16 Jahre? Dann brauchen wir Dich! Und zwar für ‘BOB-Wahl’. So heißt das Projekt einer Wählerbefragung zur Oberbürgermeister-Wahl in Bochum am 13. September 2015. Die Herausgeber der Blogs Pottblog.de, Ruhrbarone.de und Schmidts-Katze.info wollen dabei gemeinsam Bochumer Bürger zu politischen Themen und natürlich auch zum Wahlausgang befragen.

Du willst mitmachen? Registrier Dich auf www.bob-wahl.de

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Hier gibt’s ein Video zum Ablauf der Wählerbefragung.

10Mai/15
SitzLifeJugendhilfeWeitmar

Jugendhilfeskandal um Auslandsunterbringung geht weiter

In Bochum, Marl Dorsten und in Gelsenkirchen geht der Skandal um die Auslandsunterbringung von Jugendlichen weiter. Auf die Berichterstattung im ARD-Magazin Monitor hin wurde noch mehr “Staub” aufgewirbelt. In Gelsenkirchen wurde umgehend die Leitung des Jugendamtes vom Dienst freigestellt. Die Stadt Dorsten lässt ihre Arbeit vom Landesjugendamt prüfen. Es gibt Sondersitzungen politischer Gremien, und es wurden zur letzten Sitzung am Donnerstag diverse offizielle Anfragen gestellt im Rat der Stadt Bochum, dem der SPD-Politiker Gerd Lichtenberger (SPD) angehört, der Geschäftsführer der im Film dargestellte Life Jugendhilfe GmbH ist.

Anschuldigungen gegen ARD-Reporter nicht haltbar?

Aufgeklärt ist bis heute nichts – auch nicht, ob es einen wirklichen Skandal ist. Das Verhalten der Beschuldigten verdichtet aber den Verdacht. So prüft laut Bericht der Ruhrnachrichten die ARD jetzt rechtliche Schritte gegen Gerd Lichtenberger, der behaupte, die Mitarbeiter des Magazin hätten quasi Hausfriedensbruch begangen und auch einen anderen Hof gefilmt als den, auf dem der gezeigte Jugendliche untergebracht worden sei. Schutzbehauptungen? Von wem?
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08Mai/15
Kermes in Langendreer, DITIB-Gemeinde

Kermes in Langendreer – Goßer Erfolg für moslemisches Gemeindefest

Die moslemische DITIB-Gemeinde an der Ümminger Straße in Langendreer-West hat in den letzten 1 1/2 Jahren großes vollbracht. Am letzten Wochenende – 1. bis 3. Mai 2015 – feierte sie Kermes. Mit geschätzten 10.000 Besuchern trotz Regens an einigen Tagen gilt das moslemische Gemeindefest als mehr als gelungen. Viele Bürger aus dem Stadtteil, die nicht moslemischen Glauben waren, fanden sich darunter. Gratulation auch dafür.

Mit viel Engagement wurden die Gebäude entlang der Bahnstrecke Bochum-Dortmund im letzten Jahr renoviert. Wo verußte Fensteröffnungen bisher wenig einladend wirkten, befinden sich jetzt moderne Fenster und dahinter entsteht ein Gemeindezentrum mit Gebets-, Aufenthalts- und Unterrichtsräumen. Die nach Geschlechtern getrennten Gebetsräume sind bereits fertig und prächtig mit orientalischen Ornamenten ausgeschmückt.

Die vierte DITIB-Gemeinde deckt einen Bedarf der weit überwiegend türkischstämmigen Moslems in den Stadtteilen Bochum-Langendreer, -Werne und -Laer. Bisher nutzten viele die DITIB-Gemeinde an der Schmidtstraße in Bochum-Zentrum. Der Trägerverein hat sich im letzten Jahr mehr als verdoppelt. Inzwischen gehören im 350 Mitglieder an.

Buden vom Bochumer Weihnachtsmarkt

Das große Gelände entlang der Bahnstrecke wurde zum Teil an das Unternehmen Pohlschmidt vermietet. Es lagert hier die vom Bochumer Weihnachtsmarkt bekannten Buden. An einigen finden sich der aus Anatolien stammenden St. Nikolaus angebracht. Die Holzhütten werden auch für den Kermes genutzt. Dieser umfasst neben Speisen auch einen kleinen Markt, Flohmarkt und ein buntes Programm auf der Bühne.

Kermes in Langendreer

Kermes in Langendreer

Anlässlich des Kermes wurden Gästen auch eine sehr gelungene medial Präsentation über DITIB, die neue Moschee-Gemeinde im Bochumer Osten und die Bauarbeiten gezeigt. Dieser war zum Beispiel zu entnehmen, dass 70 % der Moslems in Deutschland in den inzwischen 900 DITIB-Vereinen organisiert sind. Diese wollen sich als überparteilich und unabhängig verstanden wissen. Zukünftig sollen in den Schulungsräumen auch Integrations- und Deutschkurse angeboten werden. Immer noch würden insbesondere einige Frauen zuwenige Deutsch sprechen.

Ein Rückblick auf die Planungen finden sich in diesem Artikel der WAZ: DITIB plant offene Begegnungsstätte (07.07.2013)

30Apr/15
Hauptfiguren, Foto: Thomas Aurin

Der Besuch der Alten Dame, oder: Sparen, Sparen, Sparen

“Im Schauspielhaus feiert Friedrich Dürrenmatts moderner Klassiker „Der Besuch der alten Dame“ am 30. April in der Regie von Anselm Weber Premiere. In der Rolle der großen Rächerin, die als Katalysator für die allgemeine Käuflichkeit wirkt, steht als Gast Mechthild Großmann auf der Bühne des Schauspielhauses.” (Pressebrief)

Die Inszenierung, Bühnenbild und Schauspieler überzeugten. Es war eine tolle Premiere am Donnerstagabend im Schauspielhaus Bochum. Gute Unterhaltung mit einer Tragikkömödie, in der die Leistung insbesondere auf Mechthilds Großmanns Darstellung der Alten Damen beruht. Das Stück feierte Premiere wenige Tage, nachdem Intendant Anselm Weber erklärt hatte, nach der Spielzeit 2016/17 an das Schauspiel Frankfurt zu wechseln. Und das heiß auch weg von einem Schauspielhaus in Bochum, dass in finanzielle Schieflage geraten war. Zufall, dass die Erklärung des geplanten, wenn auch noch zustimmungspflichtigen, Wechsel kurz vor diese Premiere fällt. Das Rahmengeschehen verführt dazu, paralleln zur Handlung zu ziehen.

Sparen, Sparen, Sparen

Da klagt der Lehrer in “Der Besuch der Alten Dame” über das andauernde Sparen, Sparen, Sparen. Das schweift der der Blick natürlich auf das Bühnebild. Sie sind in Bochum oft karg, als sei die American Drama Group mit Minimalrequisite unterwegs. Hinten im leeren Raum, gehören getünchte Backsteinwände und einsehbare Bühnentechnik zum Bühnenbild. Not macht erfinderisch? Wie klingt das Klagen des Lehrers nach einem Klagen über die finanziellen Engpässe und marode Bausubstanz. Dann ist auch schnell das Klagen über den Verlust europäischer Werte ein Klagen über Verlust an Kultur. Was wird hier mit Ill geopfert? Die Kultur, das Theater, die Werte? Ziehen wir den Konsum auch in öffentlichen Haushalten der Kultur vor?

Ensemblem als Chor

Chor, Foto: Thomas Aurin

Schluss damit. Die Aufführung des modernen Klassikers lebt der von der schauspielerischen Leistung des Ensembles. Die Zuschauer sind in das Stück einbezogen. Sollen wir aufzeigen bei der Abstimmung der Gemeindeversammlung über die Stiftung, die Ills Tod bedeutet? Anselm Weber klagt uns als Zuschauer auch der Korruption an. Was wäre, wenn wirklich einer aufzeigte? Es tut keiner. So opfern auch wir Ill. Und die Kultur.

Könnten die geschlossenen Wagner-Werke eine Analogie zu den in Abbruch befindlichen Opel-Werken sein?

Fotos: Thomas Aurin, Schauspielhaus Bochum

30Apr/15
Reicht die Botschaft, mit einer Stimme für den SPD-Kandidaten vorgeblich einem Deutschen zu einem Posten zu verhelfen?

Nicht Eiskirch: Verliert SPD Bochum OB-Kandidaten?

Die SPD in Bochum wird in nächster Zeit voraussichtlich einen Oberbürgermeister-Kandidaten weniger haben. Nein, nicht der frisch mit mageren 73 % aufgestellte Landtagsabgeordnete Thomas Eiskirch ist gemeint. Es geht um Omid Pouyousefi. Er soll mal Sachkundiger Bürger der SPD im städtischen Ausschuss für Migration und Integration gewesen sein. Dass das Gremium nicht mehr existiert, hat er nicht wahrgenommen, wenn man einen Blick auf seine Internetseite wirft. Dass er “Politiker (SPD)” (so auf Facebook ‘Omid machts‘) ist, hat hin weniger bekannt gemacht als seine Tätigkeit für das Musik-Projekt X-Vision.

Und wieso soll die SPD diesen Politiker nun verlieren? Weil sie ihn rausschmeißen muss. Die Satzung der SPD verbietet es, dass Mitglieder gegen von der Partei aufgestellte Kandidaten kandidieren. Wittens Bürgermeisterin Sonja Leidemann hat es so gerade erwischt. Ihre Partei hat sie nicht wieder aufgestellt und da sie dennoch kandidiert, war’s das soweit mit der SPD-Mitgliedschaft. Der SPD-Ortsverein Hamme war schon gut dafür, den ehemaligen SPD-Ministerpräsidenten Wolfgang Clement zu “entsorgen”, weil er zur Nichtwahl der SPD aufgerufen habe. Dann müsste mindestens dieser Ortsverein jetzt auch gegen Pouyousefi vorgehen.

Ich bin gespannt, ob der Rausschmiss des aus Persien stammenden unter dem Parteivorsitz von Thomas Eiskirch oder schon von Serdar Yüksel erfolgt. Beide sollen heute im Landtag “rotiert” und telefoniert haben, als sie von der Kandidatur erfuhren. Nach solchen Berichten, haben sie das nicht kommen sehen.

FDP unterstützt Kandidatur

Laut Pressemitteilung unterstützt die FDP Bochum die Kandidatur des Unabhängigen. Damit ist wohl gemeint, dass sie für die Kandidatur ist, aber nicht selber aufstellt. Auf dem Wahlzettel wird nicht FDP stehen dann, was vielleicht als schädlich angesehen wird.
Dennis Rademacher, Kreisvorsitzender der FDP Bochum, begründet die Unterstützung des zweiten Musikers (mit abgeschlossenem Studium!) durch die FDP: „Als Freie Demokraten setzen wir uns für Weltoffenheit und Aufstieg durch Bildung ein. Omid Pouryousefi hat uns als Person überzeugt, weil er genau dafür steht. Als Migrant hat er in einem zunächst fremden Land seinen Weg gesucht und gemacht: von der Hauptschule zum Gymnasium über sei abgeschlossenes Studium der Tontechnik bis hin zur Selbständigkeit als Musiker, Autor und Jugendprojektleiter. Das ist genau der Gründergeist, den Bochum unbedingt braucht. Omid Pouryoursefi kann der unabhängige Manager und Motivator sein, der den Mief im Rathaus kräftig durchlüftet.“

Da die Stadtgestalter scheinen, ebenso vorgehen zu wollen, werden für Pouryousefi wie für Wolfgang Wendland Unterschriften gesammelt werden müssen. Los sollte es am Mittwochabend auf dem Ratshausplatz gehen. Ein Wahlwerbevideo hat der ‘unabhängige’ Kandidat bereits:


Als Kommentar bitte ich mir glaubwürdige weitere Erklärungen für die Unterstützung durch die Bochumer FDP zu nennen :-)


Nachtrag
Die WAZ Bochum berichtet heute über Omid Pouryousefi.

29Apr/15
Dienstleister für die Menschen.

Franz. CDU-OB-Kandidat sieht Stadtverwaltung als Dienstleister

Klaus Franz ist seit Montagabend offiziell Oberbürgermeister-Kandidat der CDU Bochum. Diese hat ihn mit 96 % der anwesenden Mitglieder im Planetarium an der Castroper Straße aufgestellt. Vor dem Wahlgang gab es eine Vorstellung des Kandidaten, der danach auf Ziele im Wahlkampf und eine erste Kampagne einging. Dabei stand gar nicht er im Mittelpunkt. Die Kampagne heißt schlicht: “für Bochum.” Und damit verbindet Klaus Franz, der 10 Jahre lang in der CDU Verantwortung als Kreisvorsitzender und Fraktionsvorsitzender trug, auch eine Vorstellung. Es geht nicht um ihn oder irgendeinen anderen Kandidaten bei der Wahl. Es geht zuerst einmal um die Bürger und darum, was sie von der Stadterwaltung erwarten. Die Stadt müsse Dienstleister sein, so sein “Credo”.

Und so starte der Wahlkampf des CDU-Kandidaten mit einer Kampagne www.fuer-bochum.de. In dieser taucht der Kandidat gar nicht auf. Es werden Fragen gestellt. Zum Beispiel so: “Willst Du Macht oder lieber Macher?”

Internetseite 'Für Bochum'

Internetseite ‘Für Bochum’

Und auf den ersten Werbemitteln bleibt Franz dann auch erst einmal Gesichtslos. Es wird Aufkleber “Für Bochum” in Form einer Sprechblase geben. Und was zum Anpacken: Gartenhandschuhe. Damit setzt sich Franz wie Wolfgang Wendland von der inhaltlichen Vorgabe des SPD-Kandidaten Thomas Eiskirch ab. Dieser fordert gleich eine weitere Gesamtschule für Bochum. Gerätselt wird, welche Schule er dafür schließen wolle. Aber das “er” ist schon falsch. Am Ende entscheidet sowas der Rat. Dort besteht derzeit eine Mehrheit aus SPD und Grüne.

Wendlands Programm fokussiert stärker, was er im Amt des Oberbürgermeisters tun könne. Ähnlich sieht sich Klaus Franz. Als Oberbürgermeister müsste er ein Vermittler sein. Mehrheiten im Rat ändern sich ja nicht, sondern nur ein Person. Diese hat auch 1 Stimme und die Sitzung zu leiten. Aber das ist kein Stadtpräsident mit diktatorischen Mehrheiten.

Bei der Ähnlichkeit der Ansätze wundert es nicht, wenn – sicher scherzhaft gemeint – Klaus Franz sich in der Stichwahl mit Wolfgang Wendland sieht. Hierzu mehr in einem Artikel im Lokalkompass Bochum: OB-Stichwahl – Franz und Wölfi.

Franz. Oberbürgermeister-Kandidat

Franz. Oberbürgermeister-Kandidat

29Apr/15
Baustelle Parkstrasse

Keinen Karnevalsumzug in Wattenscheid wegen Baustelle?

Die Pläne des Tiefbauamtes der Stadt Bochum im Zusammenhang mit einer Fahrbahnerneuerung und Kanalverlegung im Bereich der Parkstraße zwischen Steinhausstraße und Am Beisenkamp gefährden den „großen“ Karnevalsumzug in Wattenscheid im kommenden Jahr, befürchtet jetzt die CDU-Ratsfraktion.

In der Sitzung der Bezirksvertretung Wattenscheid gab die Stadtverwaltung an, dass mit der Baumaßnahme im November 2015 begonnen werden soll und nicht garantieren werden könne, dass die Maßnahme bis zum 7. Februar 2016 abgeschlossen sei. Der 7. Februar 2016 ist der Tag des großen Karnevalsumzuges, der
seit Jahrzehnten in Günnigfeld beginnt und über die Parkstraße in Richtung Wattenscheid zieht.

Hüllerstraße hätte Ende 2014 fertig sein sollen

Hans Henneke (CDU), Ratsmitglied und zugleich Vorsitzender der Karnevalsgesellschaft GüKaGe, vertraut nach den Erfahrungen mit der Baustelle Hüller Straße den Zeitplanungen des Tiefbauamtes nicht mehr. Die Hüller Straße sollte ursprünglich innerhalb von 4 Monaten, bis Ende 2014 fertig gestellt werden.
Davon ist sie jedoch mittlerweile weit entfernt. Ähnliches befürchtet Henneke jetzt bei der Parkstraße. Sollten die Planungen der Verwaltung wirklich umgesetzt und mit den Ausführungen im November 2015 begonnen werden, so ist es erfahrungsgemäß extrem unwahrscheinlich, dass die Parkstraße nach gut zwei Monaten – mitten im Winter und über Weihnachten – einen neuen Kanal und eine neue Fahrbahndecke habe.

Baustelle könnte Aus für den sonntäglichen Karnevalszug bedeuten

Für den kompletten Karnevalsumzug, der seinen in Günnigfeld startet, könnte dies das Aus bedeuten, befürchtet Hans Henneke. Mit Karnevalswagen könne man nicht über eine aufgerissene Straße fahren. Für Henneke wäre das ein nicht auszudenkendes Szenario. „Da wird eine Brauchtumsveranstaltung mit mehreren 10.000 Besuchern in Gefahr gebracht und die Planer aus dem Rathaus stört es selbst auf Nachfrage offensichtlich nicht“, so Hans Henneke.

Der ehemalige Karnvelasprinz fordert alle Freunde des Wattenscheider Karnevals auf, sich
in dieser Frage für den Wattenscheider Karnevalsumzug 2016 einzusetzen.

In Wattenscheid findet auf dem Wattencheider Hellweg jedes Jahr ein Rosenmontagszug statt. Der Zug gilt den neuen Gänsereiterkönigen in Höntrop und Sevinghausen. In jedem gerade Jahr findet am Sonntag ein Karnevalszug von Günnigfeld kommenden durch die Wattenscheider Stadtmitte statt.

26Mrz/15
Scherbenhaufen

Grüne Jugend gibt Ziel gewaltfreier Politik auf

Schuld sind immer die Anderen. So lautet das Motto Linksliberaler. Und wenn der Staat die Anderen ist, dann soll diesen Linksradikalen nach okay sein, seine Vertreter anzugreifen – zum Beispiel in Form von Sabotageakten an Bundeswehr oder Polizei. Diese Denke hatte das der grüne Kommunalpolitiker Karsten Finke unter der Überschrift “Das sind doch nur brennende Autos: Beruhigt euch mal wieder!” zusammengefasst. Der öffentlichen Empörung darüber, dass Karsten Finke politisch motivierte Gewaltakte in Form brennender Autos “ideologisch gesehen eigentlich noch ganz gut vertretbar” fand, folgte die Niederlegung seines Mandats. Nicht allen grünen Politikern gefällt das. Grüne Hochschulgruppe und Grüne Jugend in Bochum stärkten ihm den Rücken, wörtlich: “Wenn auch die Wortwahl von Karsten unklug gewählt wurde, so ist der Inhalt keineswegs falsch.”

Die Grünen haben ihre historischen Wurzeln auch in der Friedensbewegung der 1970er und 1980er Jahre. Auf der von den Vorsitzenden der Jungen Grünen in Bochum – Doppelspitze Pia Scholten und Manuel Krieter – vertretenen Internetseite der politischen Jugendorganisation findet sich der historische Anspruch: “Du kannst dich mit der Grünen Jugend für ökologische, soziale, basisdemokratische, gewaltfreie und emanzipatorische Politik einsetzen.” (Hervorhebung durch den Autor) Allein müssen tut man nicht, sich für gewaltfreie Politik einsetzen. Die Jungradikalen schieben auch gleich die Verantwortung ab. Nicht nur etwas auf den Staat oder die Verhältnisse, sondern auf die, die noch viel mehr rechtfertigten als Finke in seinem Beitrag: “Die Aussagen in dem Blog waren zudem weniger deutlich, als die Artikel renommierter Journalist*innen des Spiegels, der Zeit, des Freitags oder der taz.”
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22Mrz/15
Stellwerk- / Schranken-Hä

Bahnhof Bochum-Riemke braucht neuen Anstrich

Der Bahnhof Bochum-Riemke ist der derzeit unscheinbarste der Bahnhöfe in Bochum. Er liegt an der Eisenbahnstrecke von Bochum nach Gelsenkirchen, die hier einst mehrer Steinkohlenzechen anschlossen. So trägt die auf der Strecke verkehrende RegionalBahn RB46 auch den Beinahmen “Glückauf-Bahn”. Die Namensgebung erfolgte nach dem Weggang des finnischen Konzerns NOKIA, der im über den Bahnhof erreichbaren Gewerbegebiet an der Rensingstraße seine Fabrik hatte. Vorher hieß der Bahnhof aus Sponsoringgründen wie der Zug “Bochum-Nokia”. Vor der Nokia-Zeit hieß der Bahnhof nach dem Fernseherproduzenten “Bochum-Graetz”.

Bunt ist es um den Bahnhof herum, aber leider nicht ansehnlich. Graffiti finden sich fast überall. Auch an diesem Bahnhof sind die direkt von der Bahn-Tochtergesellschaft unterhaltenen Einrichtungen, insbesondere das Wartehäuschens, frei von Graffiti. Aber der Zugang und die Umgebung bedürfen einer Säuberung. Ein Anstrich wäre am Stellwerk-/Schranken-Häuschen nötig. Das Gebäude ist vermutlich im Besitz der DB-Netz.
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Zeitraffer: Umbau im REAL-Supermarkt in Wattenscheid

Viele Einwohner aus Gelsenkirchen, Wattenscheid, Essen und Bochum werden ihn kennen: Den REAL-Supermarkt an der A40 in Wattenscheid. Über Umbauten im Markt und den Verlauf des Abverkaufs von Waren gibt es jetzt online ein Zeitraffer-Video. Das ist ganz nett und interessant. Warum das Werk online ist? Keine Ahnung.

Die Produzenten von kukzeitraffer.tv schreiben dazu:

6.03.2015 | Nachdem die real,- SB-Warenhaus GmbH im vergangenen Jahr bundesweit 50 Standorte modernisiert hatte, sind für 2015 weitere 100 Modernisierungen geplant. Im ersten Quartal wurde unter anderem der real,- Markt in Bochum-Wattenscheid neu gestaltet. Die Maßnahmen wurden von uns in einem Zeitrafferfilm zusammengefasst.