Category Archives: Leitfährte

Spielplatz

Spielplatz-Rückbaukonzept zurückgezogen: Klatsche für Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD)

Am 17. Dezember 2015 wurde die Vorlage zum weiteren Rückbau von Spielplätzen in Bochum ausgefertigt. Da war Thomas Eiskrich bereits Oberbürgermeister der Stadt Bochum. Am Rosenmontag war er genau 111 Tage im Amt. Da fing er sich die erste öffentliche Klatsche ein – gleich per BILD-Zeitung. Dem Vernehmen (Danke BILD) nach wurde der Verwaltungsvorschlag mit dem Titel „Spielplatz-Rückbaukonzept“ heute wieder zurückgezogen. Dabei war sie gerade erst für Sitzung des Jugendhilfeausschusses in 8 Tagen (17. Februar 2016) veröffentlicht worden.

Nach eigenen Angaben erfüllt die Stadt Bochum derzeit nur 57,61 % des ermittelten Bedarfs an Spielplätzen. Dennoch schlug die Verwaltung von OB Thomas Eiskrich (SPD) vor ‚Rückbau von 25 Spielplätzen, 3 Bolzplätzen, 3 Rollschuhbahnen, 1 Trimm-Dich-Pfad, 1 Tischtennisanlage, sowie den flächenmäßigen Teilrückbau auf 8 weiteren Plätzen.‘ (Seite 7 der Verwaltungsvorlage) Allerdings klagt die vom Oberbürgermeister vertretene Verwaltung, dass sie nicht genügend Geld zur Verfügung habe, um die Zahl der aufzugebenden Spielplätze zu erreichen.

Die bislang bereit gestellten Rückbaumittel in Höhe von 30.000 EUR jährlich, für die Jahre 2012 bis 2015, reichen bei weitem nicht aus. Für die noch umzusetzenden Rückbaumaßnahmen bis Ende 2016 sind weitere Kosten in Höhe von ca. 190.000 EUR zu veranschlagen. Die erforderlichen Mittel sowie das Personal dafür stehen bislang nicht zur Verfügung.

190.000 € pro Jahr für Rückbau von Spielplätzen notwendig

Um das Geld zusammenzubekommen lautete der Vorschlag, im Umwelt- und Grünflächenamt zu sparen.
Das traurige Ergebnis dieser Politik wäre das bis 2020 die Stadt Bochum 100 von einst sogar 280 Spielplätzen aufgegeben hätte. Diesen Vorschlag gibt es seit heute nicht mehr, zumindest nicht mehr offiziell. Vielleicht hätte es ihn besser nicht gegeben, denn so wäre das Ergebnis:

Durch den Rückbau von Spielplätzen, verschlechtert sich die Spielflächensituation im Stadtgebiet. Die Entfernungen zwischen den einzelnen Spielplätzen vergrößern sich und die Erreichbarkeit leidet. Dies stellt insbesondere ein Problem für jüngere Kinder dar, deren Aktionsradius noch beschränkt ist.

Ohne öffentlichen Druck merkt Eiskirch das offenbar nicht.

Eine der ersten Reaktionen, die ich heute dazu bekam, stellt eine Verbindung zum Flüchtlingsdrama her. Wie kann den Bürgern zu diesem Zeitpunkt der Rückbau von Spielplätzen vermittelt werden?

Die WAZ Bochum berichtet am Mittwoch: 'Stadt wollte bis zu 80 Spiel- und Bolzplätze einsparen'

Bürgerversammlung zum Flüchtlingsheim Am Kuhlenkamp, Bochum-Weitmar

Journalist Krogul hat an der öffentlichen Diskussionsveranstaltung zu einer Flüchtlingsunterkunft „Am Kuhlenkamp“ im Bochumer Südwesten teilgenommen. Wie bereits bei der Bürgerinformationsveranstaltung zum Nordbad in der Vorwoche hat er daraus ein Video geschnitten und auf YouTube veröffentlicht.

Einladender war diesmal die Redaktion der WAZ Bochum. Beim Nordbad war es die Stadtverwaltung und in Höntrop die beiden Kirchen. Auffällig ist der unterschiedliche Ton. Der Bochumer Südwesten wies zu letzt nur einen Drittel der Menge an Plätzen für Flüchtlinge auf wie der Bochumer Norden. Derartige ungleichmäßige Verteilungen sorgen in der Nachbarstadt Essen derzeit für heftige Kritik.

31Jan/16
Bochumer Tutehorn: Hieronymus Jobs bei der Arbeit als Nachtwächter

Tutehorn 31.01.2016: Aktuelles aus Bochum, Wattenscheid und der Metropole Ruhr

Opel-Nachfolge: Die Deutsche Post AG und die Entwicklungsgesellschaft Bochum Perspektive 2022 GmbH haben den Kaufvertrag über den Erwerb von Flächen in Bochum-Laer unterzeichnet. Auf einer 140.000 m² großen Teilfläche des ehemaligen Opel Werks 1 wird ab 2017 ein neues DHL Paketzentrum entstehen. Mit der geplanten Inbetriebnahme in 2019 werden bis zu 600 sozialversicherungspflichtige und tarifgebundene Arbeitsplätze für die Region geschaffen. PM Stadt Bochum

Kulturrucksack: Noch bis Dienstag (23. Februar) gibt es für Kultureinrichtungen, Vereine und Initiativen die Möglichkeit, an dem Ausschreibungsverfahren für den Kulturrucksacke NRW teilnehmen. Ziel des Programms ist es, Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn bis 14 Jahren einen Zugang zu kulturellen Bildungsangeboten zu ermöglichen und sie für kulturelle Einrichtungen und Inhalte zu begeistern. PM Stadt Bochum

Schulessen: Die Stattküche Münster übernimmt künftig die Verpflegung in den bisher von unterschiedlichen Caterern bewirtschafteten Mensen der weiteführenden Schulen in Bochum. Der Übergang auf in allen Küchen, auch denen des Akafö, erfolgt nahtlos. Im letzten Jahr hatte es einige Probleme geben, so klagten zum Beispiel Schüler an der Erich-Kästner-Gesamtschule über Übelkeit. PM Stadt Bochum

Vornamen: Die beliebtesten Vornamen in Bochum im Jahr 2015 waren Marie und Noah gefolgt von Sophie und Sophia bzw. Paul und Ben. PM Stadt Bochum, Vornamenstatistik

Über den Tellerrand …

Jahr der Trinkhalle: „Die kleine „Bude umme Ecke“, die wie kaum eine andere Institution für die Lebensweise der Menschen im Ruhrgebiet steht, wird gewürdigt, in den Fokus gerückt und mit außergewöhnlichen Events und Programmpunkten kulturell bespielt. Der 1. Kioskclub 06 erklärt 2016 zum Jahr der Trinkhalle: Die Metropole Ruhr feiert ihre Buden-Kultur.“ Anschauen ist Pflicht! ID Ruhr, Das Jahr der Trinkhalle 2016

Ruhrgebietsunternehmen: Der Anteil der Unternehmen unter ausländischer Führung hat seit 2008 um 50 % vorgenommen. Mehr als ein Viertel der ausländischen Kleingewerbetreibenden haben einen türkischen Hintergrund (6.306) und gründen meist im Einzelhandel. An zweiter Stelle stehen Polen (3.995), die am häufigsten im Baugewerbe tätig sind. Bei den Unternehmen, die im Handelsregister eingetragen sind, stehen niederländische Betriebe ganz vorne (574), gefolgt von Schweizer (257) und US-amerikanischen Unternehmen (248). Insgesamt gibt es in der Metropole Ruhr ca. 243.000 Unternehmen, davon 25.600 ausländischer Herkunft. IHKs im Ruhrgebiet: Ruhrwirtschaft international

Grundschulwahl: Freie Grundschulwahl verschärft die soziale Trennung von Schülern. „Der Anteil an Kindern, die eine andere als die ehemals zuständige Grundschule besuchen, stieg seit Aufhebung der Grundschulbezirksbindung in Nordrhein-Westfalen im Schuljahr 2008/09 deutlich. Der Grund: Ein sozial stark selektives Wahlverhalten der Eltern. Mittlerweile suchen rund 25 Prozent von ihnen für ihre Kinder eine andere als die eigentlich zugeordnete Grundschule aus – ein Anstieg um 15 Prozent“, so beschreibt eine Studie die Ergebnisse der Wahlfreiheit für Eltern bei der Schule für ihre Kinder. PM Bertelsmann Stiftung: Publikation „Gleich und gleich gesellt sich gern“, ID Ruhr

OpenData: Der Regionalverband Ruhr (RVR) ist Kooperationspartner eines OpenData-Projektes für die Kommunen des Rheinlandes, des Bergischen Landes und der Metropole Ruhr und stellt ab sofort regelmäßig aktualisierte Daten zu 71 Stadtplänen zum Download zur Verfügung. Unter Bedingungen für ‚Creative Commons‘ können die Daten frei genutzt werden. Auf-Karte.de

Senioren: Gut jeder fünfte Ruhrgebietsbewohner ist im Rentenalter. Der Anteil der Über-65-jährigen ist in Mülheim an der Ruhr (24 %) am höchsten, am geringsten in Dortmund (20,4 %). Der Landesdurchschnitt liegt bei 20,2 %. ID Ruhr, RVR Statistik-Portal

Wananas: ID Ruhr Die Freizeitbäder mit Beteiligung de Regionalverbands Ruhr und die weiterer privater Betreiber bekommen neue Konkurrenz. Die Stadt Herne hat sich entschlossen ihr abgebrandtes Spassbad Wananas wieder aufzubauen. Jetzt war Richtgest. ID Ruhr, PM Stadt Herne

Social Media App kommt in Grüne Hauptstadt: Essen ist 2017 Europäische Umwelthauptstadt und daher baut die Social Media App GreenApes nach Florenz jetzt eine Community in Essen auf. Im Rahmen der Kommunikation zur Grünen Hauptstadt wird die App vom Social-Media-Team des Projektbüros genutzt, um den Bürgern spielerisch zu zeigen, wie einfach nachhaltiges Leben in ihrer Stadt sein kann. Umweltfreundliche Aktivitäten werden dabei zwischen den Nutzern ausgetauscht und belohnt.

25Jan/16
Bürgerinformation: Flüchtlinge in Höntrop

Bürgerinformation zu Leichtbauhallen für Flüchtlinge in WAT-Höntrop – Ein Veranstaltungsbericht

Auf dem ehemaligen Rasenplatz der Sportanlage ‚Auf dem Esch‘ zwischen den Stadtteilen Höntrop und Westenfeld haben die Bauarbeiten zur Errichtung von Leichtbauhallen für insgesamt 336 Flüchtlinge begonnen. In einer öffentlichen Bürgerinformationsveranstaltung informierte die Stadtverwaltung am Montagabend des 25. Januar 2016 über die neu entstehende Einrichtung. Anstoss dazu und den Raum gaben die evangelische und katholische Gemeinde zu Höntrop. Pfarrer Dr. Uwe Gerstenkorn moderierte die Veranstaltung zu der geschätzt mehr als 450 Bürger gekommen waren. Einige davon wohnen nicht direkt in der Nähe des Gemeindesaals ‚magda‘, der unweit des Standorts für die Leichtbauhallen liegt. Es war brechend voll. Ein Veranstaltungsbericht zu Antworten und Fragen.

Bürgerinformation: Flüchtlinge in Höntrop

Brechend voll: Der Gemeindesaal Magda

Die Veranstaltung begann mit einer einführenden Erläuterung der Umstände der Flucht, Ankunft und Unterbringung von Flüchtlingen, die Ute Bogucki als Leiterin des städtischen Amtes für Soziales und Wohnen gab. Zu baulichen Aspekten äußerte sich Klaus Radtke von den Zentralen Diensten der Stadtverwaltung. Aus dem Jugendhilfeamt und Schulamt waren keine Vertreter da, die auf Fragen zur Betreuung in Kindertagesstätten und der Versorgung mit Lehrern hätten Antworten geben können.

Bezirksbürgermeister Manfred Molzich (SPD) und Pfarrer Dr. Uwe Gerstenkorn wagten dann die Beantwortung von Fragen aus dem Publikum. Die kirchlichen Vertreter managten das gut, denn im Saal war viel Unmut versammelt. Gedrängt wurde auf Fragen, die Höntrop und die neue Einrichtung betreffen. Bundes- und landespolitische Aspekte sollten außen vor bleiben. Einige Bürger verhielten sich jedoch wie Schreihälse, und einer hatten zwei Seiten mit polemischen Fragen mitgebracht. Sie kamen nicht zum Zuge, was vor allem daran lag, dass sie Antworten ignorierten oder sich selber nicht auf weniger Fragen konzentrieren wollten.

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St. Vinzentius-Kirche in Bochum-Harpen

Neu auf YouTube findet sich ein 6-minütiger Besuch in der Kirche St. Vinzentius in Bochum-Harpen. Das Kirchengebäude der evangelischen Kirchengemeinde Bochum-Harpen blickt auf eine tausendjährige Geschichte zurück. Aber auch aus der Neuzeit enthält es Kostbarkeiten wie Kirchenfenster, die den Bergleuten gewidmet sind.

Das Video wurde von bochumschau.tv erstellt.

13Jan/16
Aufkleber zur Schwimmbrücke Dahlhausen

Aufkleber „Schwimmbrücke Dahlhausen muss offen bleiben!“

Mit über 4.000 Unterzeichnern endete die Unterschriftensammlung für die Petition „Schwimmbrücke Dahlhausen muss offen bleiben!“. Einige weitere Unterschriftenbögen aus Arztpraxen und Geschäften sind in dieser Woche noch eingetroffen und werden noch ergänzt. Die Stadtverwaltung nimmt inzwischen von einer Entscheidung über ihren Vorschlag auf dauerhafte Schließung der Schwimmbrücke am 19. Januar 2016 Abstand. Erst nach einem Ideenwettbewerb für andere Lösungen soll Mitte 2016 entschieden werden. Allerdings wird die Brücke für Bauarbeiten an der Lewackerstraße geschlossen werden.

Als Aktion zur Unterstützung der politischen Forderung nach Offenhalten der Brücke hat die CDU einen Aufkleber fertigen lassen (siehe Bild). Am kommenden Freitag, den 15. Januar 2016 soll dieser erstmalig ab 8 Uhr an der Brücke verteilt werden. Auch Auslegen in einigen Geschäften ist vorgesehen.
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04Jan/16
Krawatte aus Plüsch

Hipster-Trend: Krawatte aus Plüsch

Da bin eigentlich noch auf der Suche nach einer passenden Häkel-Krawatte oder einem bezahlbaren Binder aus grobem Tweed, da kommt mir schon der nächste Hipster-Trend entgegen: Krawatten aus Plüsch, die auch ohne Kragen getragen werden können. Besonders schräg sind dabei Krawatten aus Tierfellimitiat. Ich nenne eine Kuh-Krawatte jetzt mein eigen – also eine Krawatte aus Plüsch, wo der Plüsch das Muster eines Holsteiner-Rinds imititiert. Hier ein Erfahrungsbericht.

Eigentlich liegt es auf der Hand. Seit einigen Jahren dürfen Schals die Krawatte ersetzen. Es geht auch andersrum. Die Krawatte ersetzt den Schal. Das macht nur richtig Sinn, wenn auch der Kragen entfällt. Klassisches Hipster-Autofit mit einem T-Shirt unterm Sakko holt sich den Kulturstrick zurück. Das sieht schon mit Kragen cool aus, aber gewinnt erst richtig, wenn das Plüsch sich an die Haut schmiegt.

Krawatte aus Plüsch

Krawatte aus Plüsch

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31Dez/15
IdealeEhemannHessSTheater

Hessisches Staatstheater Wiesbaden: Der ideale Ehemann

Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende zu und so besuchte ich am noch eine Aufführung von Oscar Wildes ‚Der ideale Ehemann“ am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Das Stück läuft dort bereits ein Jahr. Die Rezension der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) hat Bestand: In Wiesbaden gibt es den perfekten Theaterabend. Die Neuübersetzung ist in die politische Leben der Bundesrepublik Deutschland am Standort Hessen eingepasst. Es ist bleibt politisch und gesellschaftlich allgemein, aber ohne Vorwissen, hätte ich nicht gedacht, dass das Stück von Oscar Wilde geschrieben wurde. Ich hätte mir glatt des Autors Faxnummer geben lassen können….

Es sind die kleinen Elemente im Stück, die es in den Geschmack des Zeitgeistes einpassen. Eines Zeitgeistes der sich der Vergangenheit bedient, aber nicht der Vergangenheit, in der ein Oscar Wilde lebte. Wir hören Auszüge aus alten deutschen Schlagern. Die Mode fügt sich in das Ende der 1940er bis 1950er Jahre ein. Wer denkt da nicht an all die Hipster, die sich nach Vintage-Mode sehnen. Und selber der politisch wenig Interessiert kennt Uwe Barschels „Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!“. Und spielt der idealisierte Ehemann auf einem aktuellen Hintergrund mit den Dramen menschlicher Beziehungen. Mehr will ich gar nicht schreiben. Hineingehen und genießen.

Das Stück wird im Kleinen Haus des Wiesbadener Theaters aufgeführt. Dennoch lohnt sich der barocke Pausenraum am Kurhaus. Das Gebäude und die Umgebung lohnen den Weg schon allein.

Foto: Hess. Staatstheater Wiesbaden, Paul Leclaire

Foto: Hess. Staatstheater Wiesbaden, Paul Leclaire


Lasse ich mein Theaterjahr Revue passieren, dann sind ‚Der Besuch der alten Dame‘ am Schauspielhaus Bochum und ‚Der ideale Ehemann“ am Hessischen Staatstheater Wiesbaden meine gelungenen Theaterabende 2015 gewesen.

Fotos dieses Beitrag vom Hessischen Staatstheater Wiesbaden: Paul Leclaire.

28Dez/15
Tutehorn: Lautsprecher

Bochumer Tutehorn 29.12.2015

Aktuelle Meldungen aus Bochum und Wattenscheid

Zum an Nachrichten armen Jahresende wieder eine kommentierte Sammlung an Links zu relativ aktuellen Meldungen.

Kryptographie: RUB-Ingenieure haben Verschlüsselungsverfahren für die Praxis entwickelt, die Kleinstgeräte vor Hackerangriffen durch Quantencomputer schützen sollen. Im Projekt „Post-Quantum Cryptography“ identifizierte Tim Güneysu mit seinen Kollegen Klassen von kryptografischen Verfahren, die auch im Zeitalter des Quantencomputers noch Sicherheit gewährleisten würden. Die IT-Sicherheitsexperten zeigten darüber hinaus, dass sich diese Verfahren in Kleinstgeräte wie Gesundheitskarten mit leistungsschwachen Prozessoren implementieren lassen. RUB Pressestelle

Justizvollzug: Wer sich ebenfalls ehrenamtlich in der Freien Straffälligenhilfe engagieren möchte, kann ab dem 5. Januar 2016 Kontakt zur Freien Straffälligenhilfe des Caritasverbands für Bochum und Wattenscheid aufnehmen und sich persönlich beraten lassen. Bedingung für die Aufnahme der Betreuungsarbeit ist die Teilnahme an einem Vorbereitungskurs, der nach Ostern starten wird. Themen sind u. a. das „Einmaleins des ‚Knastes‘ „, „Nähe und Distanz“ sowie „Suchtverhalten“. Caritasverband

Flüchtlingskrise: Eine „schwer erträgliche“ Verrohung der Sprache angesichts der Flüchtlingskrise beobachtet der Essener Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck. In seiner Predigt zum ersten Weihnachtstag rief er im Essener Dom dazu auf, „uns mit aller uns zur Verfügung stehenden Kraft gegen die Unkultur des verleumderischen, des lauten, des unpassenden, des menschenverachtenden und entwürdigenden Wortes zu stellen“ zugunsten einer „Kultur des Wortes“, die der Würde jedes Menschen diene. Bistum Essen, Predigt im Wortlaut (PDF)

Terroranschläge: Zwei Tage nach den Terror-Attacken von Paris hatten Repräsentanten des öffentlichen Lebens die „Bochumer Erklärung“ auf den Weg gebracht: „Wir achten uns, wir ächten den Terror!“, hieß es darin. Das Ziel: Dem Terror jede Sympathie, jedes Verständnis, jede Legitimation entziehen. Mittlerweile haben über 2.600 Unterstützer das Manifest im Internet unter www.terror-aechten.de unterschrieben. Ein auf einem Kondolenztisch im Polizeipräsidium ausliegendes Buch mit Unterschriften wurde jetzt dem evangelischen Superintendenten übergeben, Ev. Kirchenkreis Bochum, Terror ächten – Bochumer Erklärung

Mehr Wohngeld: Der Mieterverein Bochum weist auf die zum 1. Januar 2015 anstehende Erhöhung des Wohngelds hin. Bundesweit soll es 900.000 mehr Anspruchberechtigte geben. In einem Ratgeber kann ermittelt werden, ob man selber dazu gehört. Mieterverein Bochum

Musikforum: Die Welt berichtet über den Bau des Musikforums im Viktoriaquartier. „Mit aktuell 37,2 Millionen Euro Baukosten ist das Bochumer Projekt vergleichsweise günstig, trotz einer Kostensteigerung um 4,2 Millionen, die sich aber auch deshalb ergab, weil der Heizungsbauer unangekündigt die Arbeit einstellte und im Boden Schadstoffe gefunden wurden, die erst beseitigt werden mussten. Der Bau ist ein Schnäppchen, vergleicht man ihn mit der Hamburger Elbphilharmonie, die 800 Millionen verbraucht, oder der Berliner Staatsoper, die für einen zweistelligen Millionenbetrag saniert werden sollte und nun 400 Millionen Euro verschlingen soll. Auch beim geplanten Münchner Konzertsaal bewegt man sich im Hunderte-Millionen-Euro-Bereich.“ Diese Kirche hat auch ohne Gläubige eine Zukunft

Wattenscheider Karneval: Die laufende Session wird kurz, denn Rosenmontag ist bereits am 8. Februar 2016. Der Vorverkauf für die Prunksitzung der GüKaGe hat bereits begonnen, die Sevinghäuser Gänsereiter weisen auf ihre legendäre Weiberfastnachtparty hin. WAZ, Lokalkompass

Silvesternacht: Um 22 Uhr findet in der Silversternacht in der Christuskirche am Rathaus Bochum ein einstündiges Orgelkonzert im Rahmen der Bachtage statt. Die WAZ hat eine Übersicht zu Veranstaltungen zusammengestellt und die BoGeStra teilt mit, dass die NachtExpress bis 6 Uhr verkehren, um alle Nachtschwärmer nach Hause zu bringen. Der VRR bietet eine regionale Übersicht samt zusätzlichen S-Bahnen. Zu guter Letzt weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass das Zünden von Feuerwerk außerhalb der Silvesternacht mit 35 Euro geahndet wird. Lokalkompass, WAZ, BoGeStra, Presseamt Stadt Bochum, VRR
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Franz Peine, Bochum

Franz Peine (95) im Februar 2015 (Foto: Guido Endemann)

Am Sonntag verstarb mit 95 Jahren Franz Peine. Der Bochumer CDU-Politiker war beruflich Schulrat in Wattenscheid. Er war Träger des Verdienstordens am Bande der Bundesrepublik Deutschland, des Ehrenringes der Stadt Bochum, Ehrenvorsitzender der CDU-Ratsfraktion u.v.m.

Besonders in Erinnerung bleiben wird er mir jedoch mit drei Dingen: Seine Erzählungen von der Reichsprogromnacht oder wie das im zerbombten Bochum war. Und das Buch „So war Bochum“. Stadtgeschichtliches, das viele Schulabsolventen früher als Geschenk erhielten. Ein Exemplar besitze ich, ererbt von meinem Vater.
Und schließlich habe ich ihn vor vielen Jahren noch als Reiseleiter erlebt. Bemerkenswert.

Hier ein Bericht der WAZ aus Februar anlässlich seines 95-jährigen Geburtstags.

06Okt/15
Hinweis auf das Schwimmbad Höntrop

Vorarbeiten zur Bäderschließung in Bochum

Die Stadtverwaltung bereitet Entscheidungen zur Schließung weiterer Bäder in Bochum vor. Ganz vorne auf der Liste sind die Bäder in Höntrop und Linden, aber auch die Aufgabe der Freibäder und Lehrschwimmbecken wird diskutiert. Dass Vieles im Argen liegt, zeigt eine Aufstellung der jährlichen Defizite, siehe Tabelle unten. Mehr als 6 Millionen Euro gibt die Stadtverwaltung für die Defizite allein des Schwimmbetriebs aus. Da wird auch der neue Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) rangehen müssen.

Untersucht wird auch der Neubau eines Bades. Wie das ins Bild passt? Organistorisches Verbesserungen sprechen dafür, aber insbesondere der Umstand, dass ein Neubau meist günstiger da steht als die Renovierung eines Bades. Und so entsteht ein großes Szenario: Die Schließung von zwei bis vier Bädern und die Zusammenfassung der Lehrschwimmbecken am Standort einens neuen großen Bades würde Millionen sparen. Die Hoffnung besteht, durch einen geeigneten Standort mehrere Nutzer zufrieden zu stellen. Das ist nicht immer einfach, wie aktuell eine Diskussion in Dortmund-Wischlingen um das Zusammenlegen eines städtischen Bades und eines Freizeitbades zeigt (siehe RN Dortmund, 1.10.2015) Auch hier wird disktuiert, ob es der Standort des Freizeitbades oder des städtischen Hallenbades wird, an dem das zukünftige erweiterte Bad steht.

Der Standort ist für so eine Lösung, für die auch mit Protesten zu rechnen ist, ein wichtiger Faktor. Wattenscheid könnte am Ende ohne ein einziges Bad dastehen; zurzeit gibt es das Hallenfreibad im Südpark und das Wellenfreibad in der Südfeldmark. Gleiches gilt für den Bochumer Südwesten. Könnte der Standort in Bochum-Linden allein deshalb erhalten bleiben, weil sich der SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat als Freund und Förderer dieses Bades zu erkennen gibt?
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