Category Archives: Termine

12Mrz/15
Aussteller auf der Fine Spirts and Beer Exhibition 2014

Whisky-Messe in Jahrhunderthalle

Eine Konsummesse zu Genussmitteln folgt der nächsten in der Bochumer Jahrhunderthalle. Nach rheinland-pfälzischen Winzer am letzten Wochenende folgt am Freitag und Samstag jetzt eine Whisky-Messe. Die Whisky’n’more öffnet am Freitag um 16 Uhr und geht bis Mitternacht, am Folgetag von 14 bis 22 Uhr. In der Eintrittskarte zu 12 € ist das Ticket für den Nahverkehr enthalten. Dazu gibt es ein Tasting-Glas.

Es gibt auch diverse Tasting, für die Tickets erworben werden können. Viele sind bereits ausgebucht.

16Feb/15
Drei blonde Frauen werden das nächste Närrische Dreigestirn in Bochum

Ein rein weibliches Dreigestirn – mal was anderes

Beim närrischen Empfang im Rathaus Bochum gab es eine fröhlich Botschaft für die Bochumer Karnevals-Session 2016. Es wird wieder ein närrisches Dreigestirn geben, nachdem sich keines für die Session 2015 hat finden lassen. Dabei wird es zu einer Besonderheit kommen. Bauer, Jungfrau und Prinz werden Frauen, also: Prinzessin mit Bäuerin und Jungfrau. Ein Zeichen der Emanzipation.

Selbst die Jungfrau im närrischen Dreigestirn ist ein Kerl. Selbst im Kölner Karneval soll das mal anders gewesen sein, weil die Nazis das ab 1938 druchgesetzt hätten. Seit dieser Zeit sind die Funkenmariechen auch Mädchen. Jetzt wird der Weg aber nicht au völikischen-ideologischen Gründen begannen, weil die Verkörperung der Jungfrau durch einen Mann dem Manneskult widerspricht. Hier scheint doch mehr, die Notwendigkeit jemanden zu finden, Mutter des Gedanken zu sein. Und das kommt besonders sympathisch daher, weil alle drei Figuren durch Frauen verkörpert werden, die sonst rein durch Männer dargestellt sind.
Und wenn die drei zusammen Spass daran haben, warum denn nicht?
Continue reading

13Feb/15
Karneval

Die wichtigsten Karnevalstermine für Bochum und Wattenscheid

Die Narrenzeit hat im Ruhrgebiet begonnen. Die Narren übernehmen bis Aschermittwoch die Regentschaft. Nicht überall ist der Karneval so intensiv präsent wie in Dortmund oder Wattenscheid. Irgendwie gefeiert wird überall und wenn es nur der Kneipenkarneval an Weiberfastnacht ist. Hier eine Übersicht aus dem Zentrum der Metropole Ruhr.

In Wattenscheid gibt es so viel Karneval wie in Bochum, mag man meinen. Hier eine Übersicht, die nicht alle Termine umfasst. Zuerst die wichtigste Termine in Wattenscheid.
Continue reading

17Jul/14
Aufruf zum Flashmob in Bochum

Gaucho-Tanz: Flashmob gegen lächerliche Kritik

Die Kritik am sogenannten Gaucho-Tanz unsere Nationalelf ist lächerlich und ich finde sie einfach zum Ko….. Wer schon ‘mal beim Fußball war, der sollte diesen Tanz kennen: “So gehen die Schalker, die Schalker die geh’n so. So geh’n die Dortmunder , die Dortmunder geh’n so.” Das gehört zum Fußball. Es hat nichts mit Nationalismus zu tun und stellt keine Verhöhnung der gegenerischen Mannschaft dar – auch nicht seiner Stadt oder seines Landes. Es ist einfach ein Witz. Und wer weltoffen ist, eine multikulturelle Mannschaft ist, der darf so einen Witz auch mal machen.

Die künstlich hochgezogene Kritik an unsere erfolgreichen Nationalelf ist überzogen und nervt. Daher will ich dem öffentlich etwas entgegensetzen. Für kommenden Samstag, den 19. Juli 2014 rufe ich für 14:00 Uhr zu einem Flashmob auf dem Husemannplatz in der Bochumer Innenstadt auf. Nach einer kurzen Lautsprecherdurchsage solle da öffentlich der Gaucho-Tanz von den Teilnehmern aufgeführt werden. Damit soll ausgedrückt werden, dass die Teilnehmer die Kritik am sogenannten “Gaucho-Tanz” und das angebliche “Gaucho-Gate” lächerlich finden.

Aufruf zum Flashmob in Bochum

Aufruf zum Flashmob mit dem Gaucho-Tanz Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.

Gaucho-Tanz ist polizeilich angemeldet

Den Flashmob habe ich bei der Kreispolizeibehörde Bochum am 16. Juli 2014 als Kundgebung angemeldet. Die Bestätigung mit einigen Auflagen ist mir inzwischen zugegangen. Die Polizei war sehr hifreich, denn ich habe noch den Unterschied zwischen ‘smart mob’ und ‘flashmob’ kennengelernt. Da es aber einen Lautsprecher gibt und die Veranstaltung eine inhaltliche Botschaft abseits von Spaß hat, ist dann wohl ein smart mob.
Der vollständige Titel der Veranstaltung lautet: 'Flasmob für die skandalisierte Petitesse des sogenannten Gaucho-Tanzes'

Es geht bei der “Kundgebung” nur darum, nach ein paar einführenden Worten von mir, den Gaucho-Tanz aufzuführen. Gerne mit WM-Trikot, diversen Shirts, Fähnchen. Ein Instrumentalisierung der Veranstaltung für andere politische Zwecke werde ich nicht zu lassen. Wer das auch nur im Ansatz versucht wird von mir des Platzes verwiesen werden. Das darf ich, denn ich bin Veranstalter dieser Kundgebung.

Bitte auf Facebook und Twitter teilen!

Medien und Presse sind informiert. Jetzt werden weitere Teilnehmer gesucht. Bitte einen Link zu diesem Blogeintrag oder das Bild oben auf Facebook, Google+, Twitter usw. teilen – auch dann, wenn Du selber nicht dabei sein kannst.

https://www.facebook.com/events/334767660022192/
Die Idee zum dem Flashmob kam mir übrigens aufgrund folgenden Eintrags auf Facebook.

Typisch deutsch?

Und statt Links zu Presseberichten am Ende meines Beitrags, gibt’s diesmal nur einen – und dann auch noch zu Bild-Zeitung. Die erklärt den Gaucho-Tanz und schreibt folgendes am Ende:

BILD meint: Die Diskussion um den „Gaucho-Tanz“ ist typisch deutsch. Und aus diesem „Tanz“ einen Skandal zu stricken, ist absurd, kleinkariert, humorlos und völlig daneben!

28Okt/10
20101029-120340.jpg

CDU und UWG sichern Tiergehege im Südpark für 2011

Etwa dreißig Bürgerinnen und Bürger waren am Mittwochabend im evangelischen Gemeindezentrum Preins Feld erschienen, dazu einige Politiker. Recht schnell wurde klar, dass es eigentlich zur Gründung eines Trägervereins für das Tiergehege kommen müsse, der zwar auch Spenden sammeln, vor allem aber die erheblich notwendige ehrenamtliche Arbeit gegenüber der Stadtverwaltung organisieren und sichern müsste. Darin bestärkt wurde ich auch noch durch die Beiträge einer, die ähnliches in Castrop-Rauxel mitinitiiert hatte.
Am Ende der Veranstaltung wurde eine Orgagruppe berufen, die verschiedene Satzungen für einen Verein und Verträge mit der Stadt prüfen solle.

Es wurde in der Versammlung auch klar, dass kein Zeitdruck besteht. Wattenscheids Bürgermeister Hans Balbach (CDU) erklärte, dass die Koalition aus CDU und UWG in der Wattenscheider Bezirksvertretung am kommenden Dienstag als Ersatz für die wegfallenden Mittel des Rates eigene Gelder einsetzen wolle. Damit sei dann die Existenz des Tiergeheges für ein weiteres Jahr gesichert, so dass eine Lösung, wie zum Beispiel ein Trägerverein, gefunden werden könne.

An und zu taucht die Zahl von 25.000 € Kosten pro Jahr auf. Diese Zahl .enthält vermutlich anteilige Personalkosten und vielleicht auch weitere Position. Das ist zu klären.

Die Bezirksvertretung Wattenscheid befasst sich am 02. November damit, in der Sitzung des Umweltausschusses der Stadt Bochum wird zwei Tage später eine Anfrage beraten.

Dazu siehe auch ein Beitrag der WAZ Wattenscheid.

Update
Wie die WAZ berichtet, stellt die Bezirksvertretung Wattenscheid für 2011 die Summe von 12.500 € zur Verfügung. Das würde für die erste Jahreshälfte reichen, sofern die bisherige Summe nicht auch der Finanzierung anderer städtischer Aufgaben dienen sollt.

24Okt/10
zu Thilo Sarrazin und seinem Buch

Ein Buch, seine Thesen und die Folgen – Lesung und Diskussion zum Buch von Thilo Sarrazin

Die Thesen von Thilo Sarrazin zur sozialen Sicherung, Bildung und Integration sind seit der Vorabveröffentlichung seines Buches in aller Munde. Im Fernsehen bei Politshows und bei politischen Gesprächen kann man sich den losgetretenen Diskussionen nicht entziehen” erklärt Dirk Schmidt (CDU), Mitglied des Rates der Stadt Bochum. Zusammen mit Bezirksvertreterin Christiane Kutz, einer Kollegin aus dem Vorstand der CDU Bochum, veranstaltet er am kommenden Dienstag, den 26. Oktober 2010 um 19:00 Uhr im Kolpinghaus Bochum-Mitte (Maximilian-Kolbe-Str. 14-18, 44793 Bochum) eine öffentliche Diskussion und Lesung zum Buch ‘Deutschland schafft sich ab’. “Christiane Kutz und ich wollen mit weiteren Lesern und am Buch interessierten Bürgern ins Gespräch kommen. Es ist ja nicht zu leugnen, dass viele zur Zeit diskutierte Thesen zum Thema Integration und Zuwanderung durch die Diskussion der Thesen von Thilo Sarrazin entstanden sind. Manches daovn ist sehr umstritten. Einiges ist dabei klärungs- und erklärungsbedürftig.”

Ablauf der Veranstaltung
Christiane Kutz und Dirk Schmidt wollen zu Beginn der Veranstaltung in die Auseinandersetzung um das Buch einführen und die neuesten Entwicklungen der Diskussion der Thesen nachzeichnen. Dazu gehören auch die Thesen von Horst Seehofer zu Integration. Dabei sollen auch irreführende Begriffe, wie zum Beispiel “muslimische Migration” hinterleuchtet werden. In der Veranstaltung besteht Gelegenheit zum Meinungsaustausch und zur Diskussion.

Zu der Veranstaltung, zu der ansonsten nur per Internet (Email, Facebook, WWW) eingeladen wurde. Sind alle Bürger herzlich eingeladen, die sich friedlich an einer durchaus kontroversen Diskussion beteiligen wollen. Unter anderem hat bereits der Vorsitzende des Deutsch-Türkischen Forums, Kreisverband Bochum, sein Kommen zugesagt.

Christiane Kutz ist Vorsitzende der CDU Bochum-Ost (Langendreer, Laer, Werne) und Mitglied der Bezirksvertretung Bochum-Ost sowie des Vorstands der CDU Bochum. Dirk Schmidt ist ebenfalls Mitglied der Vorstands der CDU Bochum, des Rates der Stadt Bochum und Vorsitzender der CDU Wattenscheid-Westenfeld. Beide haben neulich festgestellt, dass auch sie das Buch des Genossen Sarrazin gelesen haben, wie manch anderer auch.
Vom Verlag des Buches liegt den Veranstaltern inzwischen eine Genehmigung für den Teil der Lesung vor.

13Okt/10
S21 - Projektplan

pro Stuttgart 21 demonstrieren – in Bochum

Stuttgart 21 geht uns alle an. Mittlerweile wird das Thema in ganz Deutschland diskutiert. Auch in der Metropole Ruhr haben zwischenzeitlich einige Gegegner gegen das wichtige Infrastrukturprojekt demonstriert. Sie sollen nicht allein bleiben. Für Donnerstag, den 21. Oktober 2010 um 16.30 Uhr ist zu einer Kundgebung der Befürworter des Projektes Stuttgart 21 vor dem Bochumer Hauptbahnhof aufgerufen. Die Kundgebung wird bis 18 Uhr dauern.

Stuttgart 21 geht uns alle an, denn es geht auch darum, ob legitim beschlossene große Infrastrukturprojekte in Deutschland noch realisiert werden können. Rund 15 Jahre ist über Stuttgart 21 beraten worden und ein Ausstieg nach Planungen, Auftragsvergaben und Baubeginn ist mit dreistelligen Millionenschäden verbunden. Die Planungen und Beschlüsse sind demokratisch legitimiert. Und nicht nur in Baden-Württemberg sind die Vorteile des realisierten Projekts eines Tages zu spüren. Die Fahrzeit von derzeit 54 Minuten zwischen Stuttgart und Ulm wird sich auf 28 Minuten verkürzen. Das sind 26 Minuten weniger für jede Fahrt von und nach München.

Alle Befürworter des Projekte in der Metropole sind herzlich eingeladen sich zu beteiligen. Eine Vorabinfo wäre recht nett.

Linkliste

Für weitere Argumente sei auf folgende Linkliste zu Befürwortern von Stuttgart 21 verwiesen:

http://www.stuttgart21-ja-bitte.de/
http://wirsindstuttgart21.de/
http://www.fuerstuttgart21.de/
http://www.prosit21.de/
http://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/
http://www.wir-fuer-stuttgart21.de/
http://www.stuttgart21-kommt.de
http://www.prostuttgart-21.de/
http://www.direktzu.de/stuttgart21

Netzwerke
http://twitter.com/prosit21
http://www.facebook.com/fuer.s21


Bilder/Grafiken dieser Seite stammen von www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de.

07Okt/10
zu Thilo Sarrazin und seinem Buch

Wir lesen und diskutieren Sarrazin, öffentlich

Immer wieder bin ich überrascht, wer so alles “Deutschland schafft sich ab” von Thilo Sarrazin liest. Sehr unterschiedliche Leute sind darunter. Da viele darunter sehr beschäftigt sind, kann man sich gleich darüber unterhalten, bis zu welchem Kapitel man bereits gekommen ist: “Ich bin erst in Kapitel 7.” Und dann wünschte man sich, man hätte die Zeit ein wenig über das Buch zu sprechen – hat sie aber nicht.

Wer ist man? Wir sind man, u. a. Christiane Kutz und Dirk Schmidt. Und daher laden wir beiden am Dienstag, den 26. Oktober 2010 um 19.00 Uhr ins Kolpinghaus Bochum-Mitte an der Maximilian-Kolbe-Straße ein. Wir beiden werden je zwei von uns ausgesuchte Abschnitte aus Thilo Sarrazins Buch vorlesen, kurz kommentieren und zur Diskussion stellen. So der Plan.

Uns ist klar, dass Thilo Sarrazin Mitglied einer anderen Partei ist – nämlich der SPD. Da das Buch jedoch ein großes mediales Echo gefunden hat und Politik in Deutschland beeinflusst hat, ja sogar noch beeinflusst, sollten nicht nur Sarrazins Parteigenossen darüber reden.

Mit dem Vorlesen kurzer, ausgewählter Abschnitte wollen wir das Geschriebene nochmals in Erinnerung rufen und auch denjenigen eine Teilnahme ermöglichen, die sich für das Buch oder die Diskussion darüber interessieren ohne es bisher oder bis dahin gelesen zu haben.

Eine schriftliche Einladung wird es nicht geben, nur Emails und Ankündigungen im Internet. Jeder Interessierte ist herzlich eingeladen.

Achtung! Die Veranstaltung steht noch unter dem Vorbehalt, dass wir die Genehmigung für den Lesungsteil vom Verlag bzw. Autor erhalten. Ich denke, dass wir die brauchen.

Christiane Kutz ist übrigens Mitglied der Bezirksvertretung Bochum-Ost und mit mir Mitglied im Vorstand der CDU Bochum.

02Sep/10
Armin Laschet und Norbert Röttgen

Zukunft. Röttgen.

Armin Laschet und Norbert Röttgen
Heute bin ich zur ersten Regionalkonferenz der CDU NRW nach Münster gefahren, um mir die beiden Kandidaten für das Amt des Landesvorsitzenden anzuhören: Armin Laschet MdL und Bundesminister Dr. Norbert Röttgen MdB. Ich war relativ ergebnisoffen zur Stadthalle Hiltrup gefahren. Eher tendierte ich leicht zu Armin Laschet. Mit ihm hatte ich bei der politischen Arbeit mehr zu tun. Mit Röttgen eigentlich gar nichts. Norbert Röttgen mag bundesweit und daher medial bekannter sein, aber es gab ihn – zumindest für mich – Vorort nicht. Laschet war zuletzt im Landtagswahlkampf Gast bei der CDU Bochum.
Nachdem ich beider Reden gehört habe, werbe ich für Norbert Röttgen.

Die Kandidatenvorstellung auf der Regionalkonferenz begann zunächst mit einführenden Worten des scheidenden Landesvorsitzenden Dr. Jürgen Rüttgers MdL. Er erläuterte Verfahren der Abstimmung, Zeitplan und so weiter. Das Video der CDU NRW gibt das Abstimmungsverfahren wieder.

Als erster sprach Armin Laschet. Vorgesehen waren 15 Minuten, er hat ca. 2 Minuten mehr gebraucht. Auch Norbert Röttgen brauchte diese Zeit. Die anschließende Diskussion habe ich nicht mehr verfolgt. Die Reden der Kandidaten haben mir vollkommen zur Meinungsbildung genügt und nur auf diese bezieht sich die Darstellung.

Armin Laschet
Armin Lascht begann damit, worauf man alles in 15 Minuten Redezeit zur Bewerbung als Landesvorsitzender eingehen könne. Er nannte vage Titel, um sich dann darauf zu konzentrieren zu erzählen, aus welchem Umfeld kommend und unter welchen Umständen er zur CDU gekommen sei. Er beschwor das christliche Menschenbild der CDU als Quelle der Politik und einendes Element der Christdemokraten. Die CDU müsse sich mehr auf ihre Grundwerte besinnen und diese in ihrer Politik herausstellen. Es kamen dann auch Inhalte und mir fiel insbesondere der auf, dass er das Thema Kommunalfinanzen einging. Auch beim Thema Atomausstieg bzw. Verlängerung der Laufzeiten verwies er auf die Folgen für die kommunalen Finanzen. Ich hatte sehr den Eindruck, er wollte sich hier von seinem Nachredner abgrenzen und um die Stimmen sowie Fürsprache der vielen kommunalpolitisch engagierten Funktionsträger der CDU werben. Ich halte das für wenig geeignet, da die Entscheidung, wer Landesvorsitzender wird, meines Erachtens nur geringen Einfluss auf die Atompolitik haben wird. Ich denke, dass die meisten CDU-Mitglieder des Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützen werden.
Insgesamt empfand ich Armin Laschet als schwach. Er hielt eine schöne harmonische Sonntagsrede, die die christliche Herkunft betonte und die CDU in seiner Person als Verlängerung anderer großer CDU-Landesvorsitzender in Nordrhein und Westfalen einen wollte. Die Rede war daher sehr an Vergangenheit orientiert, nicht zukunftsgewandt.

Norbert Röttgen
Norbert Röttgen konnte den Einstieg etwas einfacher nehmen, denn Armin Laschet hatte den Saal schon warm geredet. Schnell wurde klar, dass Röttgen die Zuhörer mehr mitriss. Entsprechend stärker wurde der bis dahin verhaltene Applaus. Röttgen betonte, dass das C keine Politik mache, was sich direkt gegen Laschets Rede wandte. Norbert Röttgen skizzierte eine Partei, die die Meinungsführerschaft übernehmen und ihre inhaltlichen Positionen erst erarbeiten müsse. Auch früher habe es Positionen nicht einfach so gegeben, sondern es sei um sie gestritten worden. Röttgen stellte als das Maß der Politik anstatt auf das C auf die Wünsche der Wähler der CDU und dann insbesondere der Kinder der Wähler der CDU ab. Damit landete er mitten im Thema Generationengerechtigkeit. In völliger Abgrenzung zu Armin Laschet war sein Vortrag weniger an christlicher Gesinnung als an Verantwortung gegenüber den Menschen und kommender Generationen geprägt. (Beides muss kein Widerpsruch sein. Ein deutlicher Unterschied zeigte sich auch beim Politikstil, bei dem Laschet sehr auf christliche Harmonie abgestellt hatte. Hatte Laschet die Präsenz in den Kreisverbänden in NRW betont, forderte Röttgen ein aktives und politischeres Parteileben ein. Mit diesem Konzept für die Arbeitsform der CDU für die nächsten Jahren schien er die Zuhörer mehr zu überzeugen.

Das Publikum
Das Publikum im Saal entspricht in der Zusammensetzung nicht den demografischen Merkmalen der CDU insgesamt. Deren Altersdurchschnitt liegt etwas bei 60 Jahren. Ich vermute, dass im Saal deutlich mehr Funktionäre und kommunale Mandatsträger mit einem jüngeren Altersdurchschnitt anwesend waren. In meinem Beitrag “Evangelisches Wandern” vor einer Woche hatte ich beschrieben, dass die jüngere CDU-Mitgliedschaft säkularer sei. Es schien mir, dass Laschet versuchte, über Emotionen gerade bei den älteren, äußert christlich – katholisch – geprägten Mitgliedern zu werben und bei den Themen die Kommunalpoltik betonte. Das ist eine interessante Mischung angesichts der Heerschar kommunalpolitisch engagierter Funktionsträger der CDU und des großen Anteil der Älteren. Aber Röttgen setzte dagegen mit Zielen für die Gestaltung der Parteiarbeit, die die jüngere, deutlich politischere und dennoch weniger institutionell-christlich verankerte Mitgliedschaft ansprachen. Dabei betonte er die Bedeutung der Zukunftsgestaltung durch Politik und die Verantwortung gegenüber den Menschen und ihren Kindern. Ich interpretiere dies als Appell auch an die ältere Mitgliedschaft, dass eine moderne CDU mit Meinungsführerschaft sich anders als in der Vergangenheit gebaren muss. Dabei sei die CDU auch in der Vergangenheit stets eine diskussionsfreudige Partei gewesen und nur dahin will er zurück.

Fazit
Schaue ich mir das so an, dann wird mir mit Norbert Röttgen jetzt eine CDU in Aussicht gestellt, wie ich sie mir in Zukunft vorstelle und angesichts erwarteter schrumpfender Mitgliederzahlen (aller Parteien) auch erwarte. Laschet wirkte da wie das Angebot eines retadierenden Momentes gespickt mit ein paar Tricks eines alten Hasen. Röttgen bot ein Zukunftsprogramm. Die inhaltlichen Differenzen zwischen beiden Kandidaten beurteile ich weiterhin als insgesamt eher gering. Dennoch wandten sich beide an unterschiedliche Gruppen in der Partei. Die Gruppen sind beschreibende Kategorien, wobei ein Parteimitglied mehreren angehören kann. Röttgen wandte sich an eine politischere, jüngere Mitgliedschaft, der es um die politische Gestaltung der Zukunft ging. Laschet wandte sich an eine stark christlich-katholisch geprägte, ältere Mitgliedschaft, die sehr traditionell – ggf. im eigenen Milieu – verhaftet ist.

Armin Laschet war nicht schlecht, kam aber ehr als christlicher Landesvater daher. Norbert Röttgen kam als politischer Führer und Gestalter herüber. Jetzt wird sich zeigen, was die Partei will. Laschet wendet sich an eine klassische, traditionelle CDU-Mitgliedschaft. Röttgen dürfte aber stärker Funktionsträger unterer Parteiebenen (Basis?) als Multiplikatoren angesprochen haben. Das ist ein nicht zu verachtender Vorteil, denn ich werde mich in meinem Umfeld jetzt für Röttgen stark machen. Beide Kandidaten werde ich vermutlich noch in Bochum erleben, aber die Wahrscheinlichkeit wird mit der Zeit immer geringer werden, dass ich meine Meinung noch einmal ändern sollte. Da müsste erst noch was kommen.

Röttgen konnte auf jeden Fall Hoffnung auf eine Zukunft mit Zielen wecken, für dies es sich lohnt und notwendig ist zu kämpfen. Daher ist das Fazit des Abend im Vergleich beider Kandidaten einfach: Röttgen.

Die Regionalkonferenz für die CDU Ruhr findet am Mittwoch, den 8. September 2010 um 19.00 Uhr im Saalbau Bottrop, Droste-Hülshoff-Platz 4 in 46236 Bottrop statt.


Folgende Artikel finde ich bereits online zur Regionalkonferenz in Münster:

Röttgen und Laschet starten ihr Schaulaufen“, Tobias Blasius, DerWesten, 01.09.2010

Runde eins im Duell Laschet-Röttgen“, Christian Hebel, WDR, 01.09.2010

Röttgen und Laschet schenken sich nichts“, Rheinische Post online, 01.09.2010


Bild Laschet: Büro Laschet via bilder.cdu.de
Bild Röttgen: Laurence Chaperon via www.norbert-roettgen.de

19Jun/10
Yellow von jogen | photocase.de

Extraschicht. Heute letzter Tag?

Yellow von jogen | photocase.de

Heute – Samstag, den 19. Juni 2010 – findet die ExtraSchicht statt – die Nacht der Industriekultur. Für das Kulturfestival der Metropole Ruhr werden wieder 100.000 bis 150.000 Besucher erwartet. In der WAZ werden zur “größten Extraschicht aller Zeiten” sogar 200.000 Besucher erwartet. Die Wettervorhersage für Morgen könnte einige Besucher abhalten, allerdings ist auch das Kulturhauptstadtjahr. Und Ruhr.2010 zeichnet sich gerade durch die Industriekultur aus. Die ExtraSchicht stellt damit im 10. Jahr ihrer Existenz eines der Hightlights des Kulturhauptstadtjahres dar.

Ich empfehle die Teilnahme, denn es sind Probleme am Horizont zu erkennen: Auslaufen staatlicher Förderungen und daher geringeres Budget in den Jahren nach Ruhr.2010. Geld aus regionalen/kommunalen Töpfen zu bekommen ist schwierig, gerade für Tourismus und Kultur. Ich verweise bereits auf die Probleme, im Rahmen eines Masterplans Kulturmetropole Ruhr u.a. die Nachfolge einiger Kulturhauptstadt-Projekte zu regeln. Das schreibt der Veranstalter dazu:

Ausgehend von Projekterlösen, die mit 620 T€ mehr als doppelt so hoch angesetzt wurden als in 2010 geplant, kann dennoch nur noch mit einem um 600 T€ verminderten Projektbudget geplant werden. Bei guten Witterungsbedingungen können Ticketerläse in dieser Höhe erwartet werden. Bei schlechtem Wetter läge das Risiko voll bei der RTG, die nicht in der Lage ist, über Rücklagen einen entsprechenden Verlust zu kompensieren.

Fazit: Selbst die Steigerung der Projekterlöse um 100% ist nicht ausreichend für die Durchführbarkeit einer ExtraSchicht, die ihrem erworbenen Renomee entspricht. (Bericht der Geschäftsführung der Ruhr Tourismus GmbH (RTG), Drs. Nr. 12/0119)


Daher ist die Herausforderung dieses Mal besonders groß, im Kulturhauptstadtjahr und im ggf. in letzten Jahr mit einer Extraschicht in bekannter Dimension an eben dieser teilzunehmen. Selbst, wenn mein Tagesprogramm am Samstag recht voll ist, so dass ich zur Sicherheit auf den ermäßigten Kauf einer Karte im Vorverkauf verzichtet habe.

Politik – Land und Region – steht vor der Herausforderung über Lösungen zu sprechen, falls das Festival als erhaltenswürdig gelten sollte. Das darf nicht zu spät erfolgen, sondern muss zeitnah geregelt werden. So ein Festival lässt sich nicht in wenigen Tagen aus dem Boden stampfen. Späte Entscheidungen würden auch das Ende der ExtraSchicht bedeuten. Daher gilt für dieses Jahr:

Gaudeamus igitur!


Bild: “Yellow” von jogen | photocase.de

01Jun/10
logo-fussball

WM@THC: Deutschland – Australien

Am Sonntag, den 13. Juni 2010 findet das erste Gruppenspiel der deutschen Nationalelf bei der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika statt. In der Gastronomie im Tennis- und Hockey-Club (THC) im VfL Bochum, am Quellenweg neben dem Stadion, kann das Spiel auf einer Großleinwand verfolgt werden.

Ich werde da sein und habe mich für dort auch verabredet. Vielleicht sind noch ein paar mehr da.

Foto: derfabse | photocase.com