10Mai/15
SitzLifeJugendhilfeWeitmar

Jugendhilfeskandal um Auslandsunterbringung geht weiter

In Bochum, Marl Dorsten und in Gelsenkirchen geht der Skandal um die Auslandsunterbringung von Jugendlichen weiter. Auf die Berichterstattung im ARD-Magazin Monitor hin wurde noch mehr „Staub“ aufgewirbelt. In Gelsenkirchen wurde umgehend die Leitung des Jugendamtes vom Dienst freigestellt. Die Stadt Dorsten lässt ihre Arbeit vom Landesjugendamt prüfen. Es gibt Sondersitzungen politischer Gremien, und es wurden zur letzten Sitzung am Donnerstag diverse offizielle Anfragen gestellt im Rat der Stadt Bochum, dem der SPD-Politiker Gerd Lichtenberger (SPD) angehört, der Geschäftsführer der im Film dargestellte Life Jugendhilfe GmbH ist.

Anschuldigungen gegen ARD-Reporter nicht haltbar?

Aufgeklärt ist bis heute nichts – auch nicht, ob es einen wirklichen Skandal ist. Das Verhalten der Beschuldigten verdichtet aber den Verdacht. So prüft laut Bericht der Ruhrnachrichten die ARD jetzt rechtliche Schritte gegen Gerd Lichtenberger, der behaupte, die Mitarbeiter des Magazin hätten quasi Hausfriedensbruch begangen und auch einen anderen Hof gefilmt als den, auf dem der gezeigte Jugendliche untergebracht worden sei. Schutzbehauptungen? Von wem?
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08Mai/15
Kermes in Langendreer, DITIB-Gemeinde

Kermes in Langendreer – Goßer Erfolg für moslemisches Gemeindefest

Die moslemische DITIB-Gemeinde an der Ümminger Straße in Langendreer-West hat in den letzten 1 1/2 Jahren großes vollbracht. Am letzten Wochenende – 1. bis 3. Mai 2015 – feierte sie Kermes. Mit geschätzten 10.000 Besuchern trotz Regens an einigen Tagen gilt das moslemische Gemeindefest als mehr als gelungen. Viele Bürger aus dem Stadtteil, die nicht moslemischen Glauben waren, fanden sich darunter. Gratulation auch dafür.

Mit viel Engagement wurden die Gebäude entlang der Bahnstrecke Bochum-Dortmund im letzten Jahr renoviert. Wo verußte Fensteröffnungen bisher wenig einladend wirkten, befinden sich jetzt moderne Fenster und dahinter entsteht ein Gemeindezentrum mit Gebets-, Aufenthalts- und Unterrichtsräumen. Die nach Geschlechtern getrennten Gebetsräume sind bereits fertig und prächtig mit orientalischen Ornamenten ausgeschmückt.

Die vierte DITIB-Gemeinde deckt einen Bedarf der weit überwiegend türkischstämmigen Moslems in den Stadtteilen Bochum-Langendreer, -Werne und -Laer. Bisher nutzten viele die DITIB-Gemeinde an der Schmidtstraße in Bochum-Zentrum. Der Trägerverein hat sich im letzten Jahr mehr als verdoppelt. Inzwischen gehören im 350 Mitglieder an.

Buden vom Bochumer Weihnachtsmarkt

Das große Gelände entlang der Bahnstrecke wurde zum Teil an das Unternehmen Pohlschmidt vermietet. Es lagert hier die vom Bochumer Weihnachtsmarkt bekannten Buden. An einigen finden sich der aus Anatolien stammenden St. Nikolaus angebracht. Die Holzhütten werden auch für den Kermes genutzt. Dieser umfasst neben Speisen auch einen kleinen Markt, Flohmarkt und ein buntes Programm auf der Bühne.

Kermes in Langendreer

Kermes in Langendreer

Anlässlich des Kermes wurden Gästen auch eine sehr gelungene medial Präsentation über DITIB, die neue Moschee-Gemeinde im Bochumer Osten und die Bauarbeiten gezeigt. Dieser war zum Beispiel zu entnehmen, dass 70 % der Moslems in Deutschland in den inzwischen 900 DITIB-Vereinen organisiert sind. Diese wollen sich als überparteilich und unabhängig verstanden wissen. Zukünftig sollen in den Schulungsräumen auch Integrations- und Deutschkurse angeboten werden. Immer noch würden insbesondere einige Frauen zuwenige Deutsch sprechen.

Ein Rückblick auf die Planungen finden sich in diesem Artikel der WAZ: DITIB plant offene Begegnungsstätte (07.07.2013)

30Apr/15
Hauptfiguren, Foto: Thomas Aurin

Der Besuch der Alten Dame, oder: Sparen, Sparen, Sparen

„Im Schauspielhaus feiert Friedrich Dürrenmatts moderner Klassiker „Der Besuch der alten Dame“ am 30. April in der Regie von Anselm Weber Premiere. In der Rolle der großen Rächerin, die als Katalysator für die allgemeine Käuflichkeit wirkt, steht als Gast Mechthild Großmann auf der Bühne des Schauspielhauses.“ (Pressebrief)

Die Inszenierung, Bühnenbild und Schauspieler überzeugten. Es war eine tolle Premiere am Donnerstagabend im Schauspielhaus Bochum. Gute Unterhaltung mit einer Tragikkömödie, in der die Leistung insbesondere auf Mechthilds Großmanns Darstellung der Alten Damen beruht. Das Stück feierte Premiere wenige Tage, nachdem Intendant Anselm Weber erklärt hatte, nach der Spielzeit 2016/17 an das Schauspiel Frankfurt zu wechseln. Und das heiß auch weg von einem Schauspielhaus in Bochum, dass in finanzielle Schieflage geraten war. Zufall, dass die Erklärung des geplanten, wenn auch noch zustimmungspflichtigen, Wechsel kurz vor diese Premiere fällt. Das Rahmengeschehen verführt dazu, paralleln zur Handlung zu ziehen.

Sparen, Sparen, Sparen

Da klagt der Lehrer in „Der Besuch der Alten Dame“ über das andauernde Sparen, Sparen, Sparen. Das schweift der der Blick natürlich auf das Bühnebild. Sie sind in Bochum oft karg, als sei die American Drama Group mit Minimalrequisite unterwegs. Hinten im leeren Raum, gehören getünchte Backsteinwände und einsehbare Bühnentechnik zum Bühnenbild. Not macht erfinderisch? Wie klingt das Klagen des Lehrers nach einem Klagen über die finanziellen Engpässe und marode Bausubstanz. Dann ist auch schnell das Klagen über den Verlust europäischer Werte ein Klagen über Verlust an Kultur. Was wird hier mit Ill geopfert? Die Kultur, das Theater, die Werte? Ziehen wir den Konsum auch in öffentlichen Haushalten der Kultur vor?

Ensemblem als Chor

Chor, Foto: Thomas Aurin

Schluss damit. Die Aufführung des modernen Klassikers lebt der von der schauspielerischen Leistung des Ensembles. Die Zuschauer sind in das Stück einbezogen. Sollen wir aufzeigen bei der Abstimmung der Gemeindeversammlung über die Stiftung, die Ills Tod bedeutet? Anselm Weber klagt uns als Zuschauer auch der Korruption an. Was wäre, wenn wirklich einer aufzeigte? Es tut keiner. So opfern auch wir Ill. Und die Kultur.

Könnten die geschlossenen Wagner-Werke eine Analogie zu den in Abbruch befindlichen Opel-Werken sein?

Fotos: Thomas Aurin, Schauspielhaus Bochum

30Apr/15
Reicht die Botschaft, mit einer Stimme für den SPD-Kandidaten vorgeblich einem Deutschen zu einem Posten zu verhelfen?

Nicht Eiskirch: Verliert SPD Bochum OB-Kandidaten?

Die SPD in Bochum wird in nächster Zeit voraussichtlich einen Oberbürgermeister-Kandidaten weniger haben. Nein, nicht der frisch mit mageren 73 % aufgestellte Landtagsabgeordnete Thomas Eiskirch ist gemeint. Es geht um Omid Pouyousefi. Er soll mal Sachkundiger Bürger der SPD im städtischen Ausschuss für Migration und Integration gewesen sein. Dass das Gremium nicht mehr existiert, hat er nicht wahrgenommen, wenn man einen Blick auf seine Internetseite wirft. Dass er „Politiker (SPD)“ (so auf Facebook ‚Omid machts‚) ist, hat hin weniger bekannt gemacht als seine Tätigkeit für das Musik-Projekt X-Vision.

Und wieso soll die SPD diesen Politiker nun verlieren? Weil sie ihn rausschmeißen muss. Die Satzung der SPD verbietet es, dass Mitglieder gegen von der Partei aufgestellte Kandidaten kandidieren. Wittens Bürgermeisterin Sonja Leidemann hat es so gerade erwischt. Ihre Partei hat sie nicht wieder aufgestellt und da sie dennoch kandidiert, war’s das soweit mit der SPD-Mitgliedschaft. Der SPD-Ortsverein Hamme war schon gut dafür, den ehemaligen SPD-Ministerpräsidenten Wolfgang Clement zu „entsorgen“, weil er zur Nichtwahl der SPD aufgerufen habe. Dann müsste mindestens dieser Ortsverein jetzt auch gegen Pouyousefi vorgehen.

Ich bin gespannt, ob der Rausschmiss des aus Persien stammenden unter dem Parteivorsitz von Thomas Eiskirch oder schon von Serdar Yüksel erfolgt. Beide sollen heute im Landtag „rotiert“ und telefoniert haben, als sie von der Kandidatur erfuhren. Nach solchen Berichten, haben sie das nicht kommen sehen.

FDP unterstützt Kandidatur

Laut Pressemitteilung unterstützt die FDP Bochum die Kandidatur des Unabhängigen. Damit ist wohl gemeint, dass sie für die Kandidatur ist, aber nicht selber aufstellt. Auf dem Wahlzettel wird nicht FDP stehen dann, was vielleicht als schädlich angesehen wird.
Dennis Rademacher, Kreisvorsitzender der FDP Bochum, begründet die Unterstützung des zweiten Musikers (mit abgeschlossenem Studium!) durch die FDP: „Als Freie Demokraten setzen wir uns für Weltoffenheit und Aufstieg durch Bildung ein. Omid Pouryousefi hat uns als Person überzeugt, weil er genau dafür steht. Als Migrant hat er in einem zunächst fremden Land seinen Weg gesucht und gemacht: von der Hauptschule zum Gymnasium über sei abgeschlossenes Studium der Tontechnik bis hin zur Selbständigkeit als Musiker, Autor und Jugendprojektleiter. Das ist genau der Gründergeist, den Bochum unbedingt braucht. Omid Pouryoursefi kann der unabhängige Manager und Motivator sein, der den Mief im Rathaus kräftig durchlüftet.“

Da die Stadtgestalter scheinen, ebenso vorgehen zu wollen, werden für Pouryousefi wie für Wolfgang Wendland Unterschriften gesammelt werden müssen. Los sollte es am Mittwochabend auf dem Ratshausplatz gehen. Ein Wahlwerbevideo hat der ‚unabhängige‘ Kandidat bereits:


Als Kommentar bitte ich mir glaubwürdige weitere Erklärungen für die Unterstützung durch die Bochumer FDP zu nennen :-)


Nachtrag
Die WAZ Bochum berichtet heute über Omid Pouryousefi.

29Apr/15
Dienstleister für die Menschen.

Franz. CDU-OB-Kandidat sieht Stadtverwaltung als Dienstleister

Klaus Franz ist seit Montagabend offiziell Oberbürgermeister-Kandidat der CDU Bochum. Diese hat ihn mit 96 % der anwesenden Mitglieder im Planetarium an der Castroper Straße aufgestellt. Vor dem Wahlgang gab es eine Vorstellung des Kandidaten, der danach auf Ziele im Wahlkampf und eine erste Kampagne einging. Dabei stand gar nicht er im Mittelpunkt. Die Kampagne heißt schlicht: „für Bochum.“ Und damit verbindet Klaus Franz, der 10 Jahre lang in der CDU Verantwortung als Kreisvorsitzender und Fraktionsvorsitzender trug, auch eine Vorstellung. Es geht nicht um ihn oder irgendeinen anderen Kandidaten bei der Wahl. Es geht zuerst einmal um die Bürger und darum, was sie von der Stadterwaltung erwarten. Die Stadt müsse Dienstleister sein, so sein „Credo“.

Und so starte der Wahlkampf des CDU-Kandidaten mit einer Kampagne www.fuer-bochum.de. In dieser taucht der Kandidat gar nicht auf. Es werden Fragen gestellt. Zum Beispiel so: „Willst Du Macht oder lieber Macher?“

Internetseite 'Für Bochum'

Internetseite ‚Für Bochum‘

Und auf den ersten Werbemitteln bleibt Franz dann auch erst einmal Gesichtslos. Es wird Aufkleber „Für Bochum“ in Form einer Sprechblase geben. Und was zum Anpacken: Gartenhandschuhe. Damit setzt sich Franz wie Wolfgang Wendland von der inhaltlichen Vorgabe des SPD-Kandidaten Thomas Eiskirch ab. Dieser fordert gleich eine weitere Gesamtschule für Bochum. Gerätselt wird, welche Schule er dafür schließen wolle. Aber das „er“ ist schon falsch. Am Ende entscheidet sowas der Rat. Dort besteht derzeit eine Mehrheit aus SPD und Grüne.

Wendlands Programm fokussiert stärker, was er im Amt des Oberbürgermeisters tun könne. Ähnlich sieht sich Klaus Franz. Als Oberbürgermeister müsste er ein Vermittler sein. Mehrheiten im Rat ändern sich ja nicht, sondern nur ein Person. Diese hat auch 1 Stimme und die Sitzung zu leiten. Aber das ist kein Stadtpräsident mit diktatorischen Mehrheiten.

Bei der Ähnlichkeit der Ansätze wundert es nicht, wenn – sicher scherzhaft gemeint – Klaus Franz sich in der Stichwahl mit Wolfgang Wendland sieht. Hierzu mehr in einem Artikel im Lokalkompass Bochum: OB-Stichwahl – Franz und Wölfi.

Franz. Oberbürgermeister-Kandidat

Franz. Oberbürgermeister-Kandidat

29Apr/15
Baustelle Parkstrasse

Keinen Karnevalsumzug in Wattenscheid wegen Baustelle?

Die Pläne des Tiefbauamtes der Stadt Bochum im Zusammenhang mit einer Fahrbahnerneuerung und Kanalverlegung im Bereich der Parkstraße zwischen Steinhausstraße und Am Beisenkamp gefährden den „großen“ Karnevalsumzug in Wattenscheid im kommenden Jahr, befürchtet jetzt die CDU-Ratsfraktion.

In der Sitzung der Bezirksvertretung Wattenscheid gab die Stadtverwaltung an, dass mit der Baumaßnahme im November 2015 begonnen werden soll und nicht garantieren werden könne, dass die Maßnahme bis zum 7. Februar 2016 abgeschlossen sei. Der 7. Februar 2016 ist der Tag des großen Karnevalsumzuges, der
seit Jahrzehnten in Günnigfeld beginnt und über die Parkstraße in Richtung Wattenscheid zieht.

Hüllerstraße hätte Ende 2014 fertig sein sollen

Hans Henneke (CDU), Ratsmitglied und zugleich Vorsitzender der Karnevalsgesellschaft GüKaGe, vertraut nach den Erfahrungen mit der Baustelle Hüller Straße den Zeitplanungen des Tiefbauamtes nicht mehr. Die Hüller Straße sollte ursprünglich innerhalb von 4 Monaten, bis Ende 2014 fertig gestellt werden.
Davon ist sie jedoch mittlerweile weit entfernt. Ähnliches befürchtet Henneke jetzt bei der Parkstraße. Sollten die Planungen der Verwaltung wirklich umgesetzt und mit den Ausführungen im November 2015 begonnen werden, so ist es erfahrungsgemäß extrem unwahrscheinlich, dass die Parkstraße nach gut zwei Monaten – mitten im Winter und über Weihnachten – einen neuen Kanal und eine neue Fahrbahndecke habe.

Baustelle könnte Aus für den sonntäglichen Karnevalszug bedeuten

Für den kompletten Karnevalsumzug, der seinen in Günnigfeld startet, könnte dies das Aus bedeuten, befürchtet Hans Henneke. Mit Karnevalswagen könne man nicht über eine aufgerissene Straße fahren. Für Henneke wäre das ein nicht auszudenkendes Szenario. „Da wird eine Brauchtumsveranstaltung mit mehreren 10.000 Besuchern in Gefahr gebracht und die Planer aus dem Rathaus stört es selbst auf Nachfrage offensichtlich nicht“, so Hans Henneke.

Der ehemalige Karnvelasprinz fordert alle Freunde des Wattenscheider Karnevals auf, sich
in dieser Frage für den Wattenscheider Karnevalsumzug 2016 einzusetzen.

In Wattenscheid findet auf dem Wattencheider Hellweg jedes Jahr ein Rosenmontagszug statt. Der Zug gilt den neuen Gänsereiterkönigen in Höntrop und Sevinghausen. In jedem gerade Jahr findet am Sonntag ein Karnevalszug von Günnigfeld kommenden durch die Wattenscheider Stadtmitte statt.

18Apr/15
Supporter des Cheer Academy Bochum

Cheer Academy sammelt für Deutsche Meisterschaft

Richtig müsste der Titel heißen: „Cheer Academy Bochum muss für Deutsche Meisterschaft sammeln“, denn die CAB – so die Abkürzung – hat sich hierfür qualifiziert. Die Deutschen Meisterschaft in Cheerleading und Cheerdance finden am 30./31. Mai 2015 in Stuttgart statt. Und dahin muss das Team jetzt reisen.

Teilnehmer 24. Landesmeisterschaft AFCV NRW

Teilnehmer 24. Landesmeisterschaft AFCV NRW

Für den Verein ist das eine große Herausforderung, weil für die gesamte Mannschaft ein Bus und eine Unterkunft in der Jugendherberge benötigt wird. Und so eine Mannschaft besteht aus einigen Leuten und Betreuern. Mit einer Unterstützung der heimischen Gemeinde (Stadt Bochum) oder dem Stadtsportbund ist nicht zu rechnen. Diese unterstützen nur, wenn bei der vorhergehenden Meisterschaft einer der ersten drei Plätze belegt wurden. Für Mannschaften, die sich erstmalig qualifizieren ist keine Geld vorgesehen. Im Sinne von „Stärken stärken“ werden nur bereits starke Mannschaften gefördert. Leider wird das Leistungsprinzip dadurch verzerrt. Die tolle Leistung von CAB bei den vorhergehenden Wettkämpfen haben die Qualifizierung für die Deutsche Meisterschaft gebracht. Auch die Europäische Meisterschaft könnte folgen.

Die Cheer Academy hat sich jetzt für „Crowdfunding“ entschieden. Klassisch werden jetzt Spenden gesammelt. Hierfür nutzt CAB ihren Facebook-Account und haben ein gutes Video produziert, mit dem sie um Spenden bitten. Dieses hier:

Bundesweite Aufmerksamkeit wurde CAB im letzten Jahr mit einem Auftritt in der Show ‘5 gegen Jauch’ des Komikers Oliver Pocher zuteil. Bochum und Wattenscheid sind ein Zentrum des Cheerleading-Sports. Nirgends gibt es so viele Vereine und Gruppen, dass es sogar eine eigene Stadtmeisterschaft gibt. Diese sollen wieder zusammen mit dem A40-Cup am Samstag, den 20. Juni 2015 in der Lohrheide-Halle in Wattenscheid stattfinden. Ausrichter ist der Verein „IceStars Cheerleader“.

28Mrz/15
Imagekampagne Das Ruhrgebiet. Ein starkes Stück Deutschland.

Ruhrgebiet plant neue Standortkampagne

Das Ruhrgebiet plant eine Standortkampagne für die nächsten Jahre. Diesen Auftrag hat die Verbandsversammlung des Regionalverbands Ruhr (RVR) am Freitag (27.03.2015) der Verwaltung im Rahmen der jährlichen Haushaltsberatungen erteilt. Die letzen Imagekampagnen waren in den 1990er Jahren erfolgt, davon fand große Beachtung die Kampagne „Das Ruhrgebiet. Ein starkes Stück Deutschland“ und etwas geringer „Der Pott kocht“.

Laut Antrag der Koalition aus CDU, SPD und Bündnis’90/Die Grünen sollen zunächst Vorbereitung getroffen werden, da das derzeit im Landtag beratene neue RVR-Gesetz abgewartet werden soll, dass ggf. neue Aufgaben für den Verband bringen wird. Im Gegensatz zu den früheren Kampagnen soll es sich nicht um eine reine Imagekampagne handeln, die allgemein das Bild von der Metropole Ruhr verbessern soll. Vielmehr ist eine nationale wie internationale Standortkampagne vorgesehen, bei der es um den Wirtschaftsstandort Ruhr geht. Daher soll die RVR-eigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft metropoleruhr GmbH (wmr) eingebunden werden. Das Ziel der Kampagne skizzierte Roland Mitschke, Vorsitzender der CDU-Fraktion im RVR und Vorsitzender des RVR-Wirtschaftsausschusses, wie folgt:

Wir müssen zeigen, dass Kohle und Stahl für die Vergangenheit, aber Bildung, Wissenschaft, moderne, neue, technologieorientierte, mittelständisch strukturierte Industrie und Dienstleistungen für die Zukunft stehen. Wir müssen deutlich machen, dass Unternehmer, die investieren und Arbeit schaffen, dass Existenzgründer, die aus den Universitäten und Hochschulen kommen und Theorie in Praxis umsetzen, hier willkommen sind und jede Unterstützung erfahren.

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27Mrz/15
Revierpark Vonderort: Freizeithaus

RVR will marode Revierparks und Freizeitbäder angehen

Der Regionalverband Ruhr (RVR) arbeitet weiter daran, Situation und Zustand der Revierpark- und Freizeitgesellschaften, an denen er beteiligt ist zu verbessern. Die Planung sieht, vor die Einrichtungen mit Ausnahme der Standorte Hamm und Xanten nach Möglichkeit in eine Gesellschaft zu überführen. Neben jährlichen Zuschüssen in Höhe von 3,45 Mio. € will der RVR in diesem Jahr weitere 2,6 Mio € aufbringen, um das neue Konzept umzusetzen. Davon sind 1 Mio. € für zusätzliche Instandhaltungen vorgesehen. Die im sogenannten Ruhrparlament vereinbarte Koalition von CDU, SPD und Bündnis’90/Die Grünen setzt hier einen ihrer finanziellen Schwerpunkte.

Weiterhin beauftragte die Verbandsversammlung des RVR die Verwaltung, einen Finanzierungs- und Inverstitionsplan für alle Einrichtungen vorzulegen. Das umfasst auch die, die nicht in einer neuen Gesellschaft aufgehen sollen, neben dem Maxipark in Hamm und dem Freizeitzentrum Xanten betrifft das die Glörtalspere und den Silbersee II in Haltern.
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27Mrz/15
Mini-Megafon - elektrisches Tutehorn

Bochumer Tutehorn 27.03.2015

Aktuelle Nachrichten aus Bochum und Wattenscheid

Rhein-Ruhr-Express: Herstellung, Lieferung des von Verkehrsverbünden in Nordrhein-Westfalebn – so dem VRR – beauftragten Rhein-Ruhr-Express (RRX) geht an den Siemens-Konzern. Ein Instandhaltunsgwerk mit 100 Arbeitsplätzen soll in Dortmund entstehen. (VRR, IDR)

Zeche Hannover: Die Ausstellung „Wanderarbeit. Mensch – Mobilität – Migration“ geht den Gründen und Folgen der Arbeitswanderung damals wie heute nach. Zu sehen ist sie vom 27. März bis 19. Juli. (IDR)

Exhibitionist: Im Wattenscheider Stadtgarten zeigte sich ein Sittenstrolch (POL-BO)

Osterkirmes: von Samstag, 4. April, bis Sonntag, 12. April 2015, sorgt die Kirmes täglich von 14 bis 21 Uhr für beste Unterhaltung. Die rund 40 Fahr-, Spielgeschäfte und Imbissbuden bringen das spezielle Kirmesflair auf den Platz an der Castroper Straße. (BO Marketing)

Vandalismus: Chinesischer Garten im Botanischen Garten der Ruhr-Universität verwüstet (WAZ, Coolibri)

Gewaltfreie Politik: Ratsmitglied Karsten Finke (Grüne) gibt nach öffentlicher Empörung über seinen Blog-Beitrag „“ sein Ratsmandat auf. Junge Grüne kritisieren die Kritik an Finke. (Junge Grüne, Lokalkompass, GHG, Pottblog)

Feuerwehr: CDU, FDP/UWG kritisieren Zustände bei der Bochumer Feuerwehr. Verwaltungsvorstand vernachlässige Probleme wie fehlende Fahrzeuge (FDP/UWG, CDU, WAZ)

Rotunde: Die Zwischennutzung des ehemaligen Katholikentags-Bahnhofs gegenüber von Konrad-Adenauer-Platz und neben der Disco Riff findet nach fünf Jahren in diesem Sommer ein Ende. (Coolibri)

OB-Wahl: SPD-Kandidat Thomas Eiskirch fordert weitere Gesamtschule für Bochum (SPD)

26Mrz/15
Scherbenhaufen

Grüne Jugend gibt Ziel gewaltfreier Politik auf

Schuld sind immer die Anderen. So lautet das Motto Linksliberaler. Und wenn der Staat die Anderen ist, dann soll diesen Linksradikalen nach okay sein, seine Vertreter anzugreifen – zum Beispiel in Form von Sabotageakten an Bundeswehr oder Polizei. Diese Denke hatte das der grüne Kommunalpolitiker Karsten Finke unter der Überschrift „Das sind doch nur brennende Autos: Beruhigt euch mal wieder!“ zusammengefasst. Der öffentlichen Empörung darüber, dass Karsten Finke politisch motivierte Gewaltakte in Form brennender Autos „ideologisch gesehen eigentlich noch ganz gut vertretbar“ fand, folgte die Niederlegung seines Mandats. Nicht allen grünen Politikern gefällt das. Grüne Hochschulgruppe und Grüne Jugend in Bochum stärkten ihm den Rücken, wörtlich: „Wenn auch die Wortwahl von Karsten unklug gewählt wurde, so ist der Inhalt keineswegs falsch.“

Die Grünen haben ihre historischen Wurzeln auch in der Friedensbewegung der 1970er und 1980er Jahre. Auf der von den Vorsitzenden der Jungen Grünen in Bochum – Doppelspitze Pia Scholten und Manuel Krieter – vertretenen Internetseite der politischen Jugendorganisation findet sich der historische Anspruch: „Du kannst dich mit der Grünen Jugend für ökologische, soziale, basisdemokratische, gewaltfreie und emanzipatorische Politik einsetzen.“ (Hervorhebung durch den Autor) Allein müssen tut man nicht, sich für gewaltfreie Politik einsetzen. Die Jungradikalen schieben auch gleich die Verantwortung ab. Nicht nur etwas auf den Staat oder die Verhältnisse, sondern auf die, die noch viel mehr rechtfertigten als Finke in seinem Beitrag: „Die Aussagen in dem Blog waren zudem weniger deutlich, als die Artikel renommierter Journalist*innen des Spiegels, der Zeit, des Freitags oder der taz.“
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