Tag Archives: Auto

10Jun/14
Einspurige Berliner Straße, Wattenscheid

Orkan-Tief: Der Ruhri kann defensiv fahren

Der Deutsche steigt in sein Auto und ist gleich schlechter Laune. Es wird gemotzt, gemckert, gedrängelt und gehupt. Er kann auch anders. Die Bürger der Metropole Ruhr bringen es bereits fertig, mehr Autos per Zeiteinheit über die A40 fahren zu lassen, als es andere Regionen Deutschlands bewerkstelligen. Der Tag nach dem Pfingsturm, den orkanartigen Böen des Orkantiefs Ela, brachte erhebliche Behinderung für den Verkehr. Meine Strecke von Wattenscheid in die Stadtmitte Essen brauchte 2 Stunden über eine Slalomstrecke einspuriger Straßen. Aber, es ging. Denn die Autofahrer nahmen Rücksicht. Ein wunderbar entspanntes Fahren in diese Ausnahmesituation.

Einspurige Berliner Straße, Wattenscheid

Einspurige Berliner Straße, Wattenscheid

Ich habe erlebt, wie eine ansonsten vierspurige Straße auf eine Spur schrumpfte. Ohne Ampel fuhr mal die eine Richtung mal die andere.An vielen Stellen waren Bürgersteige und Fahrradwege vollständig blockiert. Autofahrer nahmen Rücksicht und gaben von der verengten Straßen den Bürger noch etwas ab.

Das Reißverschlusssystem klappte und es wurden Lücke gelassen, um das Kreuzen aus Einmündungen und von entgegenkommenden Fahrzeugen zu ermöglichen. Straßen wurden zweispurige über lange Strecken genutzt, wo sich sonst in eine Reihe gedrängelt wird. Es gibt noch Zusammenhalt und Rücksichtnahme.

Blockierter Bürgersteig in Essen-Huttrop

Blockierter Bürgersteig in Essen-Huttrop

Lass das mal den Fachmann machen?

Allerdings hat mich eines gewundert. Ich sah keine Menschen, die spontan anpackten, um herunliegende Bäume und Äste zu beseitigen. Zumindest beiseite schieben hätte oftmals geholfen. Und so sah ich am Abend noch vielfach eine blockierte rechte Spur oder Abbiegespuren an Kreuzungen. Allenfalls für Absperrungen mit Flatterband wurde abgesperrt. Haben wir Deutschen, zumindest die Großstadtbewohner, inzwischen so wenig Wissen um Bäume, dass selbst kleine Ästchen nicht mehr beseitigt werden? Ist das nur was für Fachleute oder Behörden?

Okay, das ist nicht immer einfach. Auf einer Brachfläche neben meinem Parkplatz haben sich heute Äste aus vermutlich privaten Gärten angesammelt. Auf dem Bürgersteig liegt ein paar Meter weiter liegt noch ein großer Ast. Den ziehe ich am Mittwochmorgen dann wenigstens rüber zu Brachfläche. Leute, packt an, da wo’s geht.

17Apr/14
Zone 30

Flächendeckend Tempo 30 im Ruhrgebiet? Ohne mich!

Tempo 30-Zonen finde ich gut. In reinen Wohnstraßen ist das angebracht. Allerdings muss ich auch ins Wohnviertel kommen und manchmal sogar hindurch. Da finde ich Tempo 50 schon angemessen. Viel zu viele Anwohner werden in ihrer eigenen Tempo 30-Zone geblitzt. Das spricht dafür, sie nicht mit noch größeren Verbotszonen zu drangsalieren, wenn es nicht nötig ist. Was soll also eine Tempo 30-Zone in einem Gewerbegebiet? Sie dient allenfalls der ideologischen Bekämpfung des Autoverkehrs. Derzeit laufen zwischen den Stadtverwaltungen im Ruhrgebiet Gespräche über ein flächendeckendes Tempo 30 innerorts. Das Ziel ist stark überzogen.

Zone 30

catwalk von endivie / photocase.de

Zur Sitzung des Umweltausschusses des Regionalverbands Ruhr (RVR) am 14. März 2014 kam das Konzept hervor, das Gesprächen der Ruhrstädte über gemeinsame Umweltziele zugrund liegt (siehe RVR-Drs. 12/1110). Die aus der gescheiterten gemeinsamen Bewerbung der Ruhrstädte als Europäische Umwelthauptstadt hervorgegangene Vision für ein“Gesamtstädtisches / regionales Geschwindigkeitskonzept“ sieht „<30 km/h flächendeckend mit Tempo 50 km/h Vorbehaltsnetz“ vor. Das Konzept soll bis zum Jahr 2022 starten. Die politische Beschlussfassung stehe aber noch separat an, wie RVR-Bereichsleiter Ulrich Carow (SPD) versicherte. SPD und Grüne benötigten die Zusicherung nicht.
Vorbehaltnetze sind in den Städten besonders wichtige Straßen für den innerörtlichen Verkehr, die in der Regel auch als Rettungsweg genutzt werden. In Bochum sind diese Straßen durchgängig auf 50 km/h gehalten, allerdings führen Bekämpfung von Feinstaub und neuerdings Lärm zu Forderungen das zu ändern. In Duisburg gibt es Straßen des Vorbehaltsnetz mit Tempo 30, die zugleich Rettungsweg sind. Die Einschätzung unterliegt jeweils örtlich und örtlich politischen Besonderheiten. Nicht alle Straßen mit Verbindungsfunktion sind Teil der Vorbehaltsnetze. Hoch ist in allen Ruhrstädten der Bestand an Tempo 30-Zonen in Wohngebieten.

Lärmbekämpfung mit Tempo 30

Die nächsten Auseinandersetzungen um Tempo 30 zeichnen sich bei der Lärmbekämpfung ab. Der Wunsch nach Lärmbekämpfung trifft bei den Grünen auf eine Auto-feindliche Ideologie und eine Politik, die die Bürger mit Verboten drangsaliert. Aus Frankreich kenne ich Kampagnen, mit denen versucht wird, den Alltagslärm in Wohnvierteln zu reduzieren. Das sehe ich bei uns nicht, dafür gerät der Kraftfahrzeugverkehr ins Visier. Im Umweltausschuss des RVR und auch in Bochum habe ich angeführt, dass die CDU – und halt auch ich – diese pauschale Forderung nicht mittragen können. Konkrete Beschlussfassungen kommen in den nächsten Jahren. Und dann auch die Frage nach flächendeckend Tempo 30. Weitere Forderungen sind außerorts 80 km/h und auf den Autobahnen 100 km/h. Die allgemeinen Geschwindigkeitsbegrenzungen sollten weiterhin bundeseinheitlich entschieden werden. Wir werden das Auto weiterhin brauchen, auch wenn die Grünen das anders sehen. Gut das sie in Berlin keine Mehrheit für eine derartige Verbotspolitik finden. Ich habe Bürger erlebt, die der derzeitige Umfang an Tempo 30 bereits zuviel ist.

14Nov/12
Kennzeichen WAT-IS 311

WAT Neues am Auto!

Kennzeichen WAT-IS 311

Noch ohne amtliche Siegel: WAT-Kennzeichen kurz vor der Zuteilung

Gegen 6:30 Uhr öffnete das Bürgerbüro im Rathaus Wattenscheid. Bis 7:02 Uhr waren die ersten 17 Nummern ausgegeben, während am Infoschalter schon die Kennzeichenreservierung lief und drinnen die erst Ummeldungen auf ein WAT-Kennzeichen erfolgten. Es empfiehlt sich Zeit mitzubringen und den morgendlichen Ansturm abzuwarten.

Die Schildermacher sind auf einen Ansturm vorbereiten. Bei Gravuren Hollat arbeitet heute eine Person mehr und Wasser steht zur Kühlung der Prägemaschine bereit. Hier hat man sich was besonderes einfallen lassen. Für die Kunden gibt es eine kostenlose Kaffee- und Getränkebar. Von jedem geprägten Kennzeichen geht 1 € an die Aktion WAT für WAT.

Bei den Kennzeichenbuchstaben und -zahlen gibt es verschiedene Lieblinge. Hochzeitsdaten samt Initialen sind stark vertreten, aber auch die Baujahre einiger Oldtimer. Größtes Handicap ist die Beschränkung auf zwei Buchstaben und drei Ziffern bzw. einem Buchstaben und vier Ziffern. Damals, vor 1975 sollen auch zwei Buchstaben mit vier Ziffern möglich gewesen sein. Das werden die Wattenscheider verschmerzen können.


Preise
Kennzeichenreservierung: 2,60 €
Kennzeichen prägen: je ~10 € pro Kennzeichen
Gebühren am Schalter inkl. Umweltzonenplakette: 42,50 €

Selten übrigens so eine freudige Stimmung im Wartebereich des Bürgerbüros erlebt.

07Feb/12
Diagramm der Messungen an den Stationen des LANUV in der Metropole Ruhr zu Feinstaub PM10

Umweltzone Ruhr wirkungslos – Feinstaub bleibt in den Städten

Inzwischen liegen die validierten Daten der Messstationen des Landesumweltamtes NRW (LANUV) vor. Auch in 2011 wurde laut Berichten an mehreren Stationen der Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub je Kubikmeter an mehr als 35 Tagen überschritten. Dies lässt weiter an der Wirksamkeit von Umweltzonen zweifeln, für die in 2011 beschlossen wurde, sie in der Metropole Ruhr auszuweiten. (siehe auch: Umweltzone Ruhr: Der fehlende Nachweis der Wirksamkeit, 24.05.2011). Und auch während der derzeitigen Wetterlage mit Tageshöchsttemperaturen unter 0 Grad Celsius und östlichen Winden werden reihenweise an den 17 Messstationen in der Metropole Ruhr die Grenzwerte überschritten. Die Umweltzone(n) haben das Problem nicht gelöst.

Diagramm der Messungen an den Stationen des LANUV in der Metropole Ruhr zu Feinstaub PM10

Messungen von Feinstaub PM 10 in der Metropole Ruhr, 19.01.-07.02.2012 (Quelle: LANUV)

Bei einem ersten Blick auf die Daten fällt auf, dass vom 29. bis 31. Januar an allen Stationen der Tagesgrenzwert überschritte wurde. Dies gilt auch für den verkehrsärmeren Sonntag, wobei der folgende Sonntag (05.02.2012) keine Überschreitung kennt. Nach bereits den ersten 5 Wochen des Jahres 2012 zeigt sich zum Beispiel an der Station in Gelsenkirchen, dass der Tagesgrenzwert bereits an 12 Tagen überschritten wurde. Für die restlichen 48 Wochen sind dann noch 23 Tage übrig. Das wird bereits jetzt eng. In 2011 wurde dieser Grenzwert (einer neben anderen) an 79 Tagen überschritten, was mehr als das Doppelte ist.

Nachstehend die Daten der letzten 20 Tage.

Tabelle der Messwerte des LANUV zu Feinstaub PM10 in der Metropole Ruhr

Feinstaub PM 10 in der Metropole Ruhr, 19.01.-07.02.2012 (Quelle: LANUV)

Bemerkenswert ist, dass jetzt von den Befürwortern der Umweltzone(n) das Argument der Witterung angeführt wird, während bei der Auswertung der Evaluation sie das noch abgelehnt hatten. Die Gegner der Umweltzonen und ihrer WIrksamkeit hatten angeführt, dass eine günstige Wetterlage als intervenierende Drittvariable neben weiteren einen positiven Effekt in den ersten Jahre bewirkt hatten,


Zeitungsberichte zum Thema

Umweltzonen haben Feinstaubwerte nicht gesenkt“ (Focus, 06.02.2012)

Städten droht Bußgeld für Feinstaub“ (DerWesten, 06.02.2012)

Der Feinstaub bleibt in den Städten“ (Rheinische Post, 06.02.2012)

Umweltzone Ruhr: Der fehlende Nachweis der Wirksamkeit“ (Schmidts Katze, 24.05.2011)

24Mai/11
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Umweltzone Ruhr: Der fehlende Nachweis der Wirksamkeit

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In der Metropole Ruhr neigt sich nach einigen Diskussionen nun das Ende der Beratung über eine Fortschreibung des Luftreinhalteplans Ruhrgebiet. Verkürzt hat sich die öffentliche Debatte wie 2007 wieder auf das Instrument der Fahrverbotszonen, genannt Umweltzonen. Damals, als Rot-Grün in Düsseldorf noch in der Opposition war, hatten die heutigen Koalitionäre mit Ihren Vertretern in der Metropole Ruhr eine einheitliche Umweltzone gefordert. Ursprünglich sollte das eine Zone sein, die ganze Städte umfasst. Das ist jetzt auf eine zusammenhängende Zone geschrumpft. Die schwarz-gelbe Landesregierung hatte sich angesichts der starken für maßvolle Fahrverbotszonen entschieden. Da konnten die Kommunen auch mehr beschließen, erlassen wird der Luftreinhalteplan staatlicherseits durch die drei Bezirksregierungen Arnsberg, Düsseldorf und Münster.

Was bisher geschah…
Die behutsame Einführung achtete die Verhältnismäßigkeit hinsichtlich der Belastungen für Bürger und Wirtschaft und war auch dem Umstand geschuldet, dass noch viele Erkenntnisse zu gewinnen waren und noch immer sind. So habe ich seinerzeit wie die CDU Bochum dem Einführung der Umweltzonen in der Form zugestimmt. Es ging auch darum, mit dem damaligen Konzept anderen Irrsinn, der nur ideologisch gegen Individualverkehr – als Pkw – gerichtet war, zu verhindern, da eigentlich vieles auch auf höherer staatlicher Ebene zu regeln wäre. Das gilt auch heute noch!
Damals war auch aber eines immer wichtig: Die beschlossenen Maßnahmen bedurften unbedingt einer Evaluation, ob sie auch wirklich wirksam seien. Die Vorstellung herrschte bei meinen Parteikollegen und mir, dass wir unwirksame Maßnahmen wieder aufheben wollten, um nach anderen zu suchen. Damals gab es noch viele Placebomaßnahmen wie Sprengwagen, da geglaubt wurde, damit Feinstaub in Verwechslung mit feinem Staub binden zu können. Und als dann das Landesumweltamt (LANUV) die Daten vorlegte, war die rot-grüne Minderheitsregierung in Düsseldorf gebildet und die Argumentation lief anders.

Ende 2010 lagen Messdaten für das Jahr vor den Umweltzonen (2007) vor, Daten für 2008 und 2009. Aber Achtung! Viele Daten sind errechnet oder bereinigt, denn es gibt nicht so viele Messtationen für die Fläche, auch wurden nicht alle Jahre am gleichen Standort kontinuierlich gemessen. Es zeigt sich, dass die Daten von 2008 durch besondere wetterbedingte Einflüsse nicht zum Vergleich geeignet sind. Aber es blieb der Vergleich von 2007 zu 2009 und da hatte sich die Feinstaubbelastung gebessert, so dass der Landesumweltminister NRW auf einer Pressekonferenz verkündete, dass die Umweltzonen etwas brächten, aber noch nicht genug, so dass sie erweitert werden müssten. Ich gehörte zu denen, die damals die Botschaft vernahmen, dass die Fahrverbote zu wenig gebracht hatten, zumindest verhältnismäßig wenig, so dass sie als Instrument ungeeignet seien. Das Ergebnis der Evaluation brachte die zu geringe Wirksamkeit hervor, die dann aber bei Rot-Grün als Begründung für eine Ausweitung benutzt wurde.

Eine weitere Befassung mit der Evaluation, nachdem später nicht nur PowerPoint-Folien, sondern auch ein ganzer Bericht vorlag, führt inzwischen zu dem Schluss, dass die Wirksamkeit der Fhrverbotszonen gar nicht nachzuweisen ist, da es eine Vielzahl an erklärungsnotwendigen Phänomenen und interveniernden Umständen gibt, u. a.:

  • Warum sind an Stationen in Bochum und Herne die Blastungen an Wochenenden und nachts hoch? Bedingt dies die Windrichtung (!?).
  • Die Wirtschaftskrise hatte zu einer Verringerung des Schwerlastverkehrs (Diesel!) geführt.
  • Eine allgemeine, noch durch die Abwrackprämie gefördert Erneuerung des Fuhrparks der Bürger, aber auch von Bussen, hatte eine Verbrsserung gebracht. Die Busse verkehrten dann gerade in den Umweltzonen. (Dann würde als die Umweltzone indirekt wirken und besser eine Fortsetzung der Erneuerung des öffentlich Fuhrparks – Abfall, Feuerwehr, Busse … – Sinn ergeben.)
  • Bei den jetzt auch nur einzuhaltenden Zielen für Stickoxide ist die technische Machbarkeit noch nicht gegeben.

Damit kann ich mich allenfalls durchringen, den status quo zwecks weiterer Evaluation zu erhalten. Zu rechtfertigen wäre ggf. sogar eine Aufhebung der Zonen mangels Wirksamkeit. Sie verhindern nur die Realisierung von wirksamen Maßnahmen, die aber sicher schwieriger zu realisieren sind, als durch das Aufstellen von Schildern. Von der Unverhältnismäßigkeit einer Ausdehnung habe ich noch gar nicht geschrieben, wie auch nicht von Alternativen.


Foto: „Mist! Fehlalarm…“ von Munky / photocase.de

09Mrz/11
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Super E10 schwer zu kriegen



Wattenscheid. Irgendwie habe ich nie auf den neuen Kraftstoff Super E10, mit jetzt 10% statt bisher 5% Ethanol (Alkohol), geachtet. Darum habe ich auch nie daran gedacht, ihn zu tanken. Ich hab das dann mal versucht und vorher auf meinem iPad auf einer Liste nachgeschaut, ob mein Auto das auch verträgt. Aber davon war dann auch auszugehen. Jepp, mein Punto hat da keine Probleme.

Probleme hatte ich aber, überhaupt Super E10 tanken zu können. Meine Stamm-Tankstelle führt gar kein Super E10. Das erklärte auch, warum ich mich noch nicht damit auseinandersetzen musste. Ich fuhr zu einer anderen Tanke, aber da waren die Zapfsäulen für Super E10 verklebt. Nachfrage ergab, dass der Start für Super E10 in den nächsten Tagen erwartet würde. Noch gebe es keines.

Ich begann daraufhin eine abendlich Rundreise über 8 Tankstellen in Wattenscheid, eine bereist auf Bochumer Gebiet und ein Autohaus, das auch Zapfsäulen hat. Das Ergebnis hat mich überrascht. Nur an einer Tankstelle, der Freien Tankstelle an der Ottostraße, gab es Super E10. Mit 1,479 €/l kostet es genauso viel wie Super E5, also dem bisherigen Super-Kraftstoff mit 95 Oktan. An drei Tankstellen sowie der einen an der A40 in Bochum (Darpestraße) waren bereits Zapfsäulen bzw. Anzeigetafeln für Super E10 vorgesehen, aber auch hier gab es noch keines im Verkauf.

Bemerkenswert war auch, dass an zwei Tanken die Nachfrage an der Kasse nach Super E10 und ‚wann es denn erhältlich sei‘ mit Unverständnis begegnet wurde. Das drückte eine klare Ablehnung des neuen Kraftstoffs aus, obwohl er noch gar nicht verfügbar ist.

An der Freien Tankstelle neben dem Supermarkt an der A40 habe ich den Tank dann voll gemacht. Ich bin noch einige gefahren und der Wagen lauft noch immer ohne Probleme. Verwundert bin ich über den Hype über einen Kraftstoff, der noch gar nicht erhältlich ist. Dafür bin ich jetzt aber schon mal als Klimaschützer unterwegs…

28Mrz/10
Postkarte zur Auto-Rallye

2. Wattenscheider Auto-Rallye

Anlässlich der Landestagswahl in sechs Wochen veranstaltete die CDU Wattenscheid-Ost am Samstag, den 27. März 2010 die „2. Wattenscheider Auto-Rallye“. Bei der Rallye mussten zehn Stationen angefahren werden. Es ging nicht um Zeit, sondern darum, die Stationen zu finden und dort einige Aufgaben zu lösen. Dafür starteten ab Autohaus Weiner die Teams bestehend aus Fahrer und Beifahr im 5-Minuten-Takt.

Postkarte zur Auto-Rallye

2. Wattenscheider Auto-Rallye

Ich selbst bin gar nicht mitgefahren sondern habe an Station gewartet. Dort hatten die Teams einige Fragen zu beantworten und musste die Fensterscheibe ausmessen. So war sichergestellt, dass sie auch wirklich da waren. Wer wollte, bekam auch einen Kaffee. Lustig war, dass man sich auch verirren kann. Das Team Nr. 4 kam nach Team Nr. 7 bei mir an und wusste zu erzählen, dass sie am Bismarckplatz in eine Hochzeitsgesellschaft samt Autokorso geraten seien. Die Teams 5 und 6 hatten Sie daher überholt. Ich wundere mich, dass sie dadurch ganze 10 Minuten verloren haben.

Es hat mächtig Spaß gemacht. Nicht alle Teilnehmer kannten alle Bundespräsidenten aus Nordrhein-Westfalen oder Landtagskandidaten. Noch besser ist aber zu sehen, wie sich zwei eingefleischte Wahlkämpfer in der Diskussion, ob die Landtagswahl am 19. oder am 08. Mai sei, dann doch schließlich auf Muttertag, den 09. Mai 2010 einigten.

Gerne wieder. Dank sei auch den Sponsoren, insbesondere dem Autohaus Weiner, wo die Rallye startete und endete, aber auch zum Beispiel der Firma Heinen-Brillen, die einen der Preise gestiftet hatte.


Die WAZ Wattenscheid berichtet über die Rallye im Beitrag „Kandidaten geben Gas“ (29.03.2010).

12Feb/10

Auto-Ralley durch Wattenscheid

Es gibt ja Personen und Gruppen, die auf einen Landtagskandidaten zukommen, die nicht nur etwas wollen, sondern die etwas anbieten. Konkret hat die CDU Wattenscheid-Ost angeboten, im Vorwahlkampf wieder eine Auto-Ralley durch Wattenscheid zu veranstalten. Das finde ich sehr spannend.

Es handelt sich nicht um eine hochpolitische Veranstaltung, sondern mehr um etwas Geselliges und Unterhaltsames. Mehre Stationen sind anzufahren und dort sind Aufgaben zu erledigen, die in der Regel auf der Scuhe nach einer Information beruhene. Teilweise müssen dafür auch Personen an den einzelnen Station vorliegen.

So eine Ralley hat es bereits gegeben und daher lieg mir bereits ein Entwurf vor. Da freue ich mich auf den Nachmittag des 27. März 2010

04Aug/09

Bochum verpennt Stromtankstellen

Keine Loveparade, keine Bundesgartenschau, keine Belege für den Schnellstraßenbau …. und keine Stromtankstellen. Oder heißt es Elektrotankstellen? – Auf letzteres wies mich gerade mein Kollege Lars Lammert hin.

Bochum verpennt die nächste Entwicklung: Die Einrichtung von Stromtankstellen. Dies sind nicht einfach Tankstellen, an denen mal eben kurz das Auto mit Strom betankt wird. Das Laden von Batterien dauert seine Zeit. Nicht jeder kann dies nachts in der heimischen Garagen machen. Also werden auch Lösungen benötigt, bei denen das Auto während der Arbeitszeit oder des Einkaufens geladen wird. Da bieten sich Parkhäuser an. So kooperieren daher RWE und der in Dortmund tätige Parkhausbetreiber Apcoa.

Die Landesregierung will die Metropole Ruhr zur Modellregion ausbauen. Bis 2020 sollen eine Viertel Million Elektrofahrzeuge durch NRW fahren. Der Ausbau ergibt Sinn, denn aufgrund der Reichweiten der Fahrzeuge  und der notwendigen Infrastruktur, bieten sich zunächst Ballungsräume für Elektrofahrzeuge an. Außerdem steht der Amerpa, das Elektrofahrzeug aus dem Haus General Motors (GM)/Opel), am Horizont. Die Diskussion um Konzept für die Zukunft von Opel/GM in Europa und gerade auch am Standort Bochum ist auch eine über die Chancen eines seriengefertigten Elektroautos wie dem Amerpa.

Meines Erachtens stirbt Opel in Bochum seit Jahren auf Raten. Irgendwann werden die Kosten im Vergleich zu weiter östlich gelegenen Werken zu erdrückend sein, so dass das Werk geschlossen werden müsste. Abhilfe brächte eine neue innovative Technologie, wie es der Amerpa in Serie gefertigt darstellt. Dann gäbe es hier bei uns wieder ein wissensbasiertes Produkt, das Alleinstellungsmerkmal wäre. Aber die Serienfertigung eines Ampera erfordert Käufer, die auch auf die nötige Infrastruktur – eben Stromtankstellen – zurückgreifen können. Daher steht es der Region und stünde es gerade Bochum als Standort eines Opel-Werkes gut zu Gesicht, hier voranzugehen. Allerdings sieht es mir danach aus, dass die Verwaltung sich nicht an den RWE–Konzern gewendet hat, der gerade Stromtankstellen in Mülheim, Essen und Dortmund errichtet. Schade, denn Bochum liegt zwischen Essen und Dortmund. Schade, denn ein Bochumer Unternehmen betreibt die Parkhäuser in der Bochumer Innenstadt: die Entwicklungsgesellschaft Ruhr-Bochum. Schade, denn ich denke, so eine Maßnahme für Elektroautos und die Innenstadt würde den städtischen Haushalt, der ja zusammengebrochen ist, nicht belasten.

Übrigens dürfte die Herausforderung für die Schaffung öffentlich zugänglicher Infrastrukturen in der Metropole Ruhr eine größere sein, aber auch zwingender, denn der Anteil der Hausbesitzer ist in der Metropole historisch bedingt geringer. Daher dürften auch weniger Einwohner über eine eigene Garage samt Steckdose verfügen. Das müsste auch ausgelichen werden.