Tag Archives: RRX

11Nov/14
Hieronymus Jobs mit Tutehorn

Bochumer Tutehorn (11.11.2014)

Hieronymus Jobs mit Tutehorn

Marode Brücke: Die seit 2 Jahren vollständig für den Fahrzeugverkehr gesperrte Brücke an der Von-Waldthausen-Straße in Werne wird in 3 Wochen durch ein Provisorium ersetzt. Eine Landesförderung für die 1 Mio. € gibt es nicht, daher auch keinen Neubau, der 4,5 Mio. € kosten würde.

Warnstreik bei Autozuliefer: Zu einem Warnstreik hat die IG Metall beim Autozulieferer Johnson Control Projekt am Dienstag aufgerufen. Gefordert werden bundesweit höhere Löhne für die Branche. Teile des Bochumer Betriebs sollen zum Jahresende schließen, wenn die Fahrzeugproduktion bei Opel beendet ist. Davon sind 123 Mitarbeiter betroffen, 100 beteiligten sich am Warnstreik.

Stellenabbau: Beim Maschinenbauer Eickhoff sollen kanp 10 % der Stellen abgebaut werden. Am freiwilligen Ausstiegsprogramm haben sich nur 100 Mitarbeiter beteiligt. Der Verdacht steht im Raum, dass die notwendigen weiteren 40 Mitarbeiter per psychischem Druck bewegt werden sollen.

Rhein-Ruhr-Express: Die Pläne u. a. zum Bau einer Brücke über die Wittener Straße und zusätzliche Gleise in Langendreer liegen derzeit im Technischen Rathaus aus. Die Maßnahmen dienen der Ertüchtigung der Ruhr-Stammstreckrecke für den Rhein-Ruhr-Express. Einwendungen sind bis zum 23.12. möglich.

Weniger Polizisten: Um auf den Schwund bei der Zahl der Polizeibeamten und zu geringen Neueinstellungen in den Polizeidienst des Landes zu reagieren, plant die Kreispolizeibehörde “offenbar” die Verlegung der Lindener Wache an einen anderen Standort, mutmaßt die WAZ. Schließung träfe es auch.

Keine Fernwärme: Am kommenden Sonntag ab 10 Uhr werden die Nutzer von Fernwärme in Querenburg auf Heizung und Warmwasser verzichten müssen. Das RWE-Kraftwerk an der Prinz-Regent-Straße wird heruntergefahren, um ein Leck an der Hauptleitung nach Querenburg zu flicken, das kürzlich gefunden wurde.

Verkehrschaos: Die Beschwerden und Berichte rund um Verkehrbeeinträchtigungen rund um die Großbaustelle Parkstraße/Hüllerstraße reißen nicht ab.

Einbrüche: Am letzten Wochenende verzeichnet die Polizei in Bochum sechs Einbrüche: Am Langen Seil, Gahlensche Straße, Am Varenholt, Normannenstraße, Am Kreuzacker und Stockumer Straße. Vier weitere Einbrüche folgten gleich zu Wochenbeginn: Vahrenholzstraße, Oberstraße, Auf dem Knust und einer in Bochum-Hamme.

Verkehrsunfälle: Eine 81-jährige Fußgängerin, die am 27.10.2014 auf der Günnigfelder Straße von einem Auto erfasst worden war, ist im Krankenhaus verstorben. – Eine 80-Jährige mit Rollator stürzte am 8.11.2014 hinter einem Fahrzeug vor dem Supermarkt an der Lyrenstraße. Die Rentnerin kam ins Krankenhaus. Unklar ist, ob es eine Kollision war.

Und zu guter Letzt war da noch der VfL Bochum, der der luxemburgischen Nationalmannschaft in einem Testspiel 2:4 unterlag.

07Nov/14
Essener Ratssaal

VRR: CDU und Grüne vereinbaren weiteren Koalitionsvertrag

CDU und Bündnis’90/Die Grünen setzen ihre Zusammenarbeit der letzten fünf Jahre im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr fort. Am Freitag vereinbarten sie im Essener Rathaus einen neuen Koalitionsvertrag für die Jahre 2014 bis 2020. Auf Basis des Koalitionsvertrags erfolgten die Besetzungen von Positionen und Gremien des Verkehrsverbunds.

Die schwarz-grüne Koalition spricht sich für einen Ausbau des Nachtexpress-Angebots auf der Schiene aus, will Sozial- und Semesterticket erhalten, eTickets und bargeldlosen Fahrkartenkauf vorantreiben sowie die Sanierung von Bahnhöfen und Stationen fortsetzen.
Dafür fordert die Koalition aus CDU und Bündnisgrünen auch die Verantwortung von Bund und Land ein. Die Probleme um die zukünftige Finanzierung des Schienenpersonenverkehrs und Nahverkehrs insgesamt müssen zwischen beiden Ebenen endlich gelöst werden. Die Kommunen benötigen eine Förderung und langfristige Finanzierungssicherheit, zum Beispiel für Investitionen in Infrastruktur und Fahrzeuge.

VRR tagt unter Vorsitz des parteilosen Hagener Oberbürgermeisters

Essener Ratssaal

Unter Vorsitz von Erik O. Schulz, Oberbürgermeister der Stadt Hagen, tagt die Verbandsversammlung des VRR regelmäßig im Essener Ratssaal.

Den Vorsitz der Verbandsversammlung übernahm nach erfolgter mehrheitlicher Wahl der parteilose Hagener Oberbürgermeister Erik O. Schulz. CDU und Bündnisgrüne hatte ihn im Vorfeld darum gebeten. Seine dafür notwendige und kurzfristig erfolgte Erklärung, die Stadt Hagen selber im VRR vertreten zu wollen, hatte in Hagen zu einigen politischen Irritationen bei der SPD geführt, wie zum Beispiel der Lokalkompass Hagen und DerWesten zu berichten wissen.
Zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats wurde der Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach, Hans Wilhelm Reiners (CDU), berufen.

PDF-Datei: Koalitionsvereinbarung CDU & Grüne im VRR

Von links nach rechts: Norbert Czerwinski (Grün), Martina Foltys-Banning (Grün, stellv. Vorsitzende der Verbandsversammlung des ZV VRR), Erik O. Schulz (parteilos, Vorsitzender der Verbandsversammlung), Frank Heidenreich (CDU), Alexandra Gräber (CDU, stellv. Vorsitzende der Verbandsversammlung)

Von links nach rechts: Norbert Czerwinski (Grün), Martina Foltys-Banning (Grün, stellv. Vorsitzende der Verbandsversammlung des ZV VRR), Erik O. Schulz (parteilos, Vorsitzender der Verbandsversammlung), Frank Heidenreich (CDU), Alexandra Gräber (CDU, stellv. Vorsitzende der Verbandsversammlung)

31Okt/14
Rhein-Ruhr-Express mit Halt in Wattenscheid (z.Z.: RE1&2 halten, RE4&6 nicht)

Bochum will neuen Nahverkehrsplan auf RRX ausrichten

“Die Stadt Bochum macht sich auf den Weg, einen neuen Nahverkehrsplan zu erstellen. Das ist gut so, denn die Fortschreibung des alten Nahverkehrsplanes ist längst überfällig”, erklärt Dirk Schmidt, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bochum.

Auf Antrag der CDU-Fraktion wird der Nahverkehrsplan, der für einen Zeitraum von fünf oder mehr Jahren beschlossen wird, auch auf den zukünftigen Betrieb des Rhein-Ruhr-Expresses ausgerichtet. Der VRR rechnet damit, dass der Rhein-Ruhr-Express ab 2018 fährt.

Rhein-Ruhr-Express mit Halt in Wattenscheid (z.Z.: RE1&2 halten, RE4&6 nicht)

Rhein-Ruhr-Express mit Halt in Wattenscheid (z.Z.: RE1&2 halten, RE4&6 nicht)

“Mit dem Rhein-Ruhr-Express wird ab 2018 ein Premiumprodukt des Schienenverkehrs auf der Stammstrecke durchs Ruhrgebiet fahren. Von Dortmund über Bochum, Essen nach Düsseldorf und Köln soll dann alle 15 Minuten ein Zug fahren. Das muss bei der Planerstellung berücksichtigt werden.” Dirk Schmidt, der die Stadt Bochum seit kurzem in den Gremien des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) vertritt, verweist auf entstehende Parallelangebote über Gelsenkirchen und Wanne-Eickel, die Fahrgastströme verändert werden, und auf die laufende Diskussion über eine zukünftige Anpassung des S-Bahn-Taktes. “Wenn wir die Chancen des RRX nutzen wollen, dann müssen wir uns jetzt darauf einrichten, denn sonst dauert es weitere fünf Jahre.

Über Nahverkehrspläne erfolgt in Deutschland die Steuerung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Die kreisfreien Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen sollen mit diesem Planungsinstrument den Nahverkehr in ihrem Gebiet beschreiben und auf finanziell realistische Grundlagen stellen. Die Nahverkehrspläne sind wesentlich für eine integrierte Nahverkehrsbedienung, bei der unterschiedliche Anbieter und Verkehrsträger aufeinander abgestimmt werden.

28Okt/14
Regionalbahn, Regionalbahn und S-Bahn

VRR plant S-Bahn Taktverlängerung von 20 auf 30 Minuten

Eine Verdichtung des S-Bahn-Takts auf 15 Minuten in Stoßzeiten bedeutet ein 30-Minuten-Takt zu den übrigen Zeiten. Das bewerten nicht alle Nutzer positiv. Sven Krämer aus Essen warnt vor langen Wartezeiten bei Ausfällen im 30-Minuten-Takt. Er plädiert für einen 10/20-Minuten-Takt. Ein Cross-Posting aus seinem Blog sven-essen.de.

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), gegründet am 01.01.1980, mit Sitz in Gelsenkirchen plant in einer Studie den S-Bahntakt wochentags von 20 Minuten auf 30 Minuten zu verlängern.

Die S-Bahn Rhein-Ruhr fährt nun seit dem Jahre 1967, damals als erste Linie die heutige S 6 von Essen nach Köln. Im Laufe der folgendenen Jahre kamen immer mehr Linien hinzu und ersetzten die Nahverkehrszüge, die beim VRR die Bezeichnung “N” hatten. Also die heutige S9 war früher die N9, ausgestattet mit der Diesellok-BR 212 später dann 216 / 218 und den bekannten Silberlingen. Diese Linie verkehrte schon im 30 Minuten Takt zwischen Bottrop und Velbert-Langenberg, aber als N-Verkehrslinie.

Auf den gesamten S-Bahnlinien besteht, bis auf wenige Abschnitte ein kontinuierlicher 20 Minuten Takt in der Zeit von morgens ca. 6 Uhr bis abends ca. 19 Uhr. Danach wird auf ein 30 Minuten Takt umgestellt, was auch den Bedürfnissen entspricht. Auch wenn die Läden um 20.00 Uhr schließen, so sind die S-Bahnen nicht bedeutend voller. Am Wochenende wird von sonntags morgens abgesehen (da fahren die S-Bahnen nur stündlich) durchgehend bis zur Nacht ein 30 Minuten Takt angeboten. Im Gegensatz zu den RE-Linien sind die im Raum Essen mir bekannten S-Bahnlinien nur in der Hauptverkehrszeit morgens und abends wirklich voll. Hier will der VRR auch die Taktrate auf alle 15 Minuten verdoppeln.

S-Bahn Rhein-Ruhr

S-Bahn Rhein-Ruhr

In der Theorie klingt das alles wunderbar, aber da die Deutsche Bahn AG, die mit ihrer S-Bahn Rhein-Ruhr Tochter den S-Bahnverkehr abwickelt, auch schon gerne ausfällt – wegen Triebwagenstörungen oder Störungen an der Strecke (Signal, Weichen etc..) oder Verspätungen aus vorheriger Fahrt bzw. Verzögerungen im Betriebslauf (klingt auch immer sehr gut als Ausrede, wenn man den wahren Grund verschleiern möchte, zum Beispiel wenn der Triebwagenführerwechsel nicht so zügig voran schreitet wie geplant – weil er selber eine Verspätung gefahren ist), wird der 15 Minuten-Takt in der Rush Hour nur auf dem Papier existieren.
Beim 30 Minuten-Takt und wenn da mal zwei Züge hintereinander ausfallen (alles schon mal im 20 Minuten Takt erlebt – auch wenn die DB da immer nur einen entschuldigen lässt – dass dies die Ausnahme sei), wartet man womöglich 1,5 Stunden auf den nächsten Zug, der dann proppevoll sein wird. Aber da Zugausfülle nach einem Bericht vom ARD Markencheck bei der DB nicht in die Pünktlichkeitsstatistik fallen, weil nur das sonst fährt auch registriert werden kann, sind die Züge daher alle pünktlich, auch wenn einer oder gar zwei ausgefallen sind. Leider kennt die DB auch nur ihr eigenes Unternehmen, was an Linienbussen am Bahnhof hält, ist für sie schon fremdes Territorium auf das man nicht verweisen darf (man hat immer noch das uralte Denken. Früher um 1900 waren Straßenbahnen die Konkurrenz für die Bahn. Diese durften ja nicht einmal ebenerdig mit einem Bahnübergang die Gleise überqueren. Das hat man denen verboten.) und das in einem Verkehrsverbund. Ich muss auch sagen, die örtlichen Verkehrsbetriebe, auch wenn sie jetzt mit der geplanten Umstellung des Taktes sich aufregen, so richtig haben es viele noch nicht begriffen, dass der Fahrgast vom Bus oder von der Bahn in den Zug umsteigen könnte. Oft fahren viele Bus- und Straßenbahnfahrer wohl absichtlich langsam so, dass man den Zug verpasst.

Untereinander, zwischen den Verkehrsbetrieben herrscht ja nicht einmal Einigkeit. Ein Bus der Linie 143 der STOAG wartet sehr ungerne die 30 Sekunden ab an der Haltestelle in Essen-Frintrop am Kreyenkrop auf die Straßenbahn der Linie 105 ab, obwohl sie schon im Nacken sitzt.

Daher kann ich die Aufregung nicht verstehen, wenn die örtlichen Verkehrsbetriebe jetzt so laut schreien.

Die Taktverlängerung der S-Bahn auf 30 Minuten hat allerdings eine fatale Außenwirkung. Nicht jeder wird bereit sein, statt 20 Minuten 30 Minuten auf die Bahn zu warten. Wer, wie ich, kein Auto hat, wird nichts anderes übrig bleiben, aber wer die Wahl hat, wird sich auf das Auto konzentrieren. Fahrgäste, die das System S-Bahn bislang benutzt hatten, weil 20 Minuten noch so eben ging, werden diese Toleranz auch bei 30 Minuten haben und dann wenn die Bahn wieder ausfällt? Wohl kaum? Wer möchte schon 1 Stunde an einem Bahnsteig im Winter stehen, wenn der Wind von allen Seiten bläst und es saumäßig kalt ist? Da hift auch die beste Kleidung nichts. In Wülfrath-Aprath oder Essen-Überruhr gibt es auch kein Café in das man sich mal hinsetzen könnte. Oder erlebt die Bahnhofs-Gaststätte dann wieder eine Renaissance?

Regionalbahn, Regionalbahn und S-Bahn

Regionalbahn, Regionalbahn und S-Bahn

Im Ruhrgebiet leben über 5 Millionen Einwohner laut Wikipedia im Jahre 2011 und die S-Bahn fährt alle 30 Minuten. In anderen größeren Ballungszentren fährt sie bedeutend häufiger. Die Regional-Express Linien quer durch das Ruhrgebiet sind in der Hauptverkehrszeit und am Wochenende eher Menschentransporter, weil man so dicht gedrängt stehen muss und kaum Luft zum Atmen.

Wir brauchen den Takt 10/20 bei der S-Bahn und mit der neuen Leittechnik der DB, die sie zurzeit in Duisburg und Wuppertal installiert, müsste das möglich sein. Den 10 Minuten Uni-Takt der S 1 zwischen Bochum und Dortmund hat man vor einigen Monaten ja abgeschafft. Aber das passt ja alles zusammen. Die Landespolitik, vorallem die Grünen haben bislang überhaupt noch nichts dazu gesagt. Denen ist das Thema auch wohl ganz egal. Aber sie müssen sich eher äußern, wenn es um unseren Fleischkonsum geht (Veggie-Day nur mal so angemerkt) und was sie uns noch alles verbieten wollen. Der ÖPNV steht inzwischen ganz unten auf der Liste.

Ich hoffe, das war vom VRR nur ein schlechter Scherz.

18Apr/14
Radfahrerabsteigen

110 Millionen Euro für 100 km Radschnellweg Ruhr!

Gar nicht schlecht die Idee, mal eben mit dem Rad schnell in die Nachbarstadt zu fahren – oder morgens regelmäßig zur Arbeit. Hierfür soll parallel zu Bundesautobahn A40 und der Eisenbahnstammstrecke durch die Metropole Ruhr ein Radschnellweg gebaut werden. Zumindest nach Wunsch der Grünen, die den Radschnellweg Ruhr zum Thema machen wollen. Sie sind so überzeugt von der Idee, dass sie die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie nicht abwarten wollen. Bisher gibt es nur grobe Schätzungen, wie viel der Radschnellweg Ruhr mit der Kurzbezeichnung RS 1 kosten soll. Laut grober Kostenschätzung sollen es 110 Millionen Euro werden! Das wirft die Frage auf, auf die Mittel nicht effizienter verwendet werden können.

Radfahrerabsteigen

Bei einer Länge von ca. 100 km zwischen dem Rhein in Duisburg und dem Hauptbahnhof Hamm sind beufen sich die Kosten auf durchschnittlich etwas mehr als 1 Million € je Streckenkilometer. Die Kosten der Abschnitte sind jedoch deutlich unterschiedlich. Im Westen der Metropole – zwischen Duisburg und Essen – stellt sich der Bau als unkompliziert dar. Hier gibt es den Kilometer auch für deutlich unter einer halben Million Euro, da weitgehend der Trasse der aufgegebenen Rheinischen Bahn gefolgt werden. Was die Berechnungen der vorliegenden Konzeptstudie verschweigt, ist das die Terasse vom Regionalverband Ruhr bereits als Radweg ausgebaut wird. Die Berechnung der Vorteile des Radschnellwegs geht davon aus, dass es den Radweg noch gar nicht gibt.

Radschnellweg Ruhr: Grobe Kostenschätzung (2012)

110 Mio. €
DuisburgEssen-Universität20 Mio. €
Essen-UniversitätEssen-Kray13 Mio. €
Essen-KrayBochum-Mitte10 Mio. €
Bochum-MitteDortmund-Mitte33 Mio. €
Dortmund-MitteUnna-Königsborn21 Mio. €
Unna-KönigsbornHamm13 Mio. €
Quelle: RVR-Verwaltung, u. a. http://goo.gl/4eOEmC

Hinter Dortmund durch den dünner besiedelten Kreis Unna nach Hamm stellt es sich nicht als zu schwierig und kostspielig dar. Zwischen Essen und Dortmund, quer durch den verdichteten Siedlungsraum mit Bochum und Gelsenkirchen, da wird’s heikel, was auch eine abschnittsweise Kostenschätzung des RVR-Bereichsleiters Martin Tönnes (Grüne) verrät. Allein zwischen den beiden Bahnhöfen und Bochum und Dortmund soll die Trasse 33 Mio. € kosten. Der Stadt Dortmund ist das zu teuer.

Rhein-Ruhr-Express und Radschnellweg buhlen um die selben Pendler

Kann das Geld nicht sinnvoller ausgegeben werden? So ein Radschnellweg ist toll, soll er doch immerhin 1% aller Autofahrer zum Umsteigen auf das Rad bewegen. Aufgrund der Entwicklung von eBikes und Pedelecs, batterieunterstützer Fahrräder, könnten es sogar ein paar mehr werden. Aber für 100 Mio. € könnten auch einige Kilometer Autobahn gebaut werden oder der Rhein-Ruhr-Express (RRX) vorangetrieben werden. Letzterer ist ein Projekt mit dem täglich 30.000 Pendler von der Autobahn auf die Schiene gelockt werden sollen. Und das auf der gleichen Strecke zwischen Duisburg und Hamm. RRX und Radschnellweg stehen in Konkurrenz zueinander, in Teilen sogar um die Nutzung der Trassen der Rheinischen Bahn.

Machbarkeitsstudien und Kosten kommen jetzt erst nach den Wahlen

Es spricht vieles dafür, die Kostenermittelung der Planungen abzuwarten. Einige Kilometer im Ballungsraum kosten auch mehrere Millionen Euro. Nur Teile des Konzepts zu realisieren könnte Sinn ergeben. Die Machbarkeitsstudie und weitere Unterlagen sollten im Frühjahr vorliegen. Dazu gehört auch ein Konzept zur Finanzierung. Die Städte an der Ruhr werden das nicht bezahlen können. Fördergelder des Landes oder der Europäischen Union werden mindestens benötigt. Unangenehme Themen vor den Kommunalwahlen und der Europawahl am 25.05.2014. Da wundert es nicht, dass die Studie jetzt erst im Sommer erscheinen sollen. Landesverkehrsminister Michael Groschek (SPD) wird den Regionalverband Ruhr, der die Studien erstellen lässt, a, 23. besuchen. Am 23. Juni 2014.

Vielleicht zahlt die Europäische Union ja das Projekt aus EFRE-Mitteln. Wenn Radwege nicht mehr im Rahmen der Tourismusförderung gebaut werden können, dann noch mit dem Ziel Kohlendioxid einzusparen. Steuerzahlergelder bleiben es, egal wer über ihre Verwendung entscheidet.

Zurzeit öffentlich vorliegende Quellen

Zwischenbericht Machbarkeitsstudie Radschnellweg Ruhr (RS1) (2013)
Konzeptstudie Radschnellweg Ruhr (2012)
Präsentation des Bereichsleiters Planung des RVR, Martin Tönnes (Grüne)

Artikel zum Thema

Focus: “Radschnellweg Ruhr ab 2014 geplant : Jetzt kommt die erste Autobahn für Radfahrer” (16.08.2013)
WA: “Dortmund gegen Radschnellweg durch das Ruhrgebiet” (25.04.2012)
RN: “Hohe Kosten : Rad-Schnellweg soll in Dortmund 37 Millionen kosten
Ruhrbarone: “Radschnellweg Ruhr – brauchen wir ihn wirklich?” (Arnold Voss, 22.03.2012)

Radschnellweg Ruhr: Abschnitte

vonnachEntf. jetztFahrzeit 15 km/hEntf. RS 1Fahrzeit 20 km/hDiff.
122,8 km493 min101,1 km (-17,7%)304 min38 %
Duisburg, RheinparkDuisburg, Abz. Universität4,9 km20 min4,3 km13 min34 %
Duisburg, Abz. UniversitätMülheim, Hbf10,3 km41 min6,5 km20 min53 %
Mülheim, HbfMühlheim, Abz. Grugaweg6,9 km28 min4,8 km14 min48 %
Mülheim, Abz. GrugawegEssen, Uni6,5 km26 min5,6 km17 min35 %
Essen, UniEssen, Bhf Kray6,3 km25 min5,2 km16 min38 %
Essen, Bhf KrayGelsenkirchen, Rheinelbe6,2 km25 min2,9 km9 min65 %
Gelsenkirchen, RheinelbeBochum, Hbf11,4 km46 min8,7 km26 min43 %
Bochum, HbfDortmund, TU17,5 km70 min15,0 km45 min36 %
Dortmund, TUDortmund,
S-Stadthaus
5,4 km
22 min5,3 km16 min27 %
Dortmund, S-StadthausUnna, S-Königsborn19,1 km76 min16,8 km50 min34 %
Unna, S-KönigsbornBergkamen, Landwegstraße10,9 km44 min10,0 km30 min32 %
Bergkamen, LandwehrstraßeHamm, Hbf17,4 km70 min16,0 km48 min31 %
Quelle: Planersocietät, Konzeptstudie Radschnellweg Ruhr, zitiert nach 'Zwischenbericht Machbarkeitsstudie Radschnellweg Ruhr', RVR-Drs. 12/0943
Achtung! Reisezeit aktuelle Strecke (ohne Rheinische Bahn) mit 15 km/h berechnet, für den Radschnellweg mit 20 km/h
27Nov/11
Die Bürger in Baden-Württemberg haben den Ausstieg abgelehnt.

Stuttgart 21: Der Bahnhof kommt!

Die Bürger in Baden-Württemberg haben den Ausstieg abgelehnt.

Das Bild mit dem Ergebnis und die Fragestellung waren kompliziert zu verstehen. Ein “Nein!” war ein eine Stimme gegen den Ausstieg und damit für den Bau des Bahnhof im Rahmen von Stuttgart 21. Und das freut mich.

Das freut mich, …

  • weil ich mich mit weiteren Mitstreitern auch hier bei uns für Stuttgart 21 eingesetzt habe, so mit einer Demonstration. Wir lagen richtig!
  • weil ich mich mit der damaligen Demonstration gerade gegen die gewendet habe, die meinten, dass die Lautstärke und die veröffentlichte Meinung das entscheidende Element sei. Die Lautstärke allein zählt nicht, Entscheidungen fallen nicht auf der Straße.
  • weil das Ergebnis auch die rechtsstaatlich erfolgte Zustimmungen zum Projekt bestätigt.
  • weil das Ergebnis bzgl. Ausgang und Beteiligung zeigt, dass direkte Demokratie wie Volksabstimmungen nicht nur Projektgegner gefällt sind. So etwas kann aus deren Sicht auch nach hinten los gehen.
  • weil ich hoffe, dass den Projektgegnern jetzt der Zulauf wegbleibt. Allerdings wird es weiterhin einige Unverbesserliche geben. Die Parkschützer werden das Ergebnis voraussichtlich auf die Ablehnung eines Gesetzes reduzieren und versuchen einen Zustimmung zum Gesamtprojekt Suttgart 21 zu leugnen, was sie voraussichtlich unglaubhaft werden lässt.
  • Strecke des alten Orient-Express Paris-Budapestweil das Projekt gut für Deutschland, gut für den Eisenbahnverkehr der Zukunft in Mitteleuropa ist. Es geht hier um die Beschleunigung der Strecke Paris-Budapest (Orientexpress) und den europäischen Auftrag Deutschlands.
  • weil die Realisierung von Stuttgart 21 eben nicht ursächlich für das Stocken des Projektes des Rhein-Ruhr-Expresses ist. Auch wenn das gerne von Interessierten suggeriert wird, dann stecken die Problem noch nicht auf der Zeitschiene der Finanzierung; da würde ich gerne erst einmal hinkommen.
  • weil ich hoffe, dass es in Stuttgart friedlich wird und auch in den Stunden nach der Abstimmung friedlich bleibt. Da hängt viel von Signalen auf der Demonstration am auf die Abstimmung folgenden Montag ab.
31Mrz/10

Bahngipfel zum Rhein-Ruhr-Express

Am Mittwoch, den 31. März 2010 haben Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer, der Vorstandsvorsitzende der DB AG Dr. Rüdiger Grube und NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper mehrere Vereinbarungen zum Schienenpersonennahverkehr (SPNV – tolles Wort, oder?) unterzeichnet. Unter anderem ging es dabei auch um den Rhein-Ruhr-Express (RRX). In einer Presseverlautbarung des Landesregierung heißt es dazu:

Der Bund hat zugesagt, nachdrücklich die Realisierung des Rhein-Ruhr-Express voranzubringen. Sobald die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen sind, soll der RRX möglichst abschnittsweise gebaut werden. Im Rahmen des Umbaus des Dortmunder Hauptbahnhofs hat der Bund 48 Millionen Euro zur Anbindung des RRX vorgesehen. Außerdem wird die Bahn die Planungsarbeiten mit Hochdruck vorantreiben. Die Planfeststellungsverfahren werden zur Beschleunigung abschnittsweise  durchgeführt. Begonnen wird Anfang 2011 mit den Planfeststellungsverfahren für den Teilabschnitt Köln-Leverkusen. Danach folgen Dortmund-Bochum und Bochum-Essen. Die weiteren Verfahren folgen unverzüglich.

Gleichzeitig vereinbarten Land und Deutsche Bahn, die Planungsarbeiten für den Umbau der Bahnhöfe auf den so genannten „Außenästen“ des RRX zu beginnen. Das sind die Strecken außerhalb des RRX-Kernbereichs, auf denen jeweils nur einzelne der sechs Linien fahren. Sie sind entscheidend für die Anbindung des RRX in die Regionen des Landes. Die Landesregierung verpflichtet sich dazu, diese Planungen zu finanzieren.

Damit ist klar, dass ab 2011 mit dem Planfeststellungsverfahren für die zur Verbesserung des Verkehrs auf der Stammstrecke des Ruhrgebiets notwendigen Maßnahmen zu rechnen ist. Der RRX als System von schneller Stammstrecke und Zubringerstrecken, den “Außenästen” die der Flächenerschließung dienen, kommt auch voran, da die Planungen an den Außenästen aufgrund der Kostenübernahme durch die Landesregierung gesichert sind.

Für den Bahnhof Wattenscheid ist von Bedeutung, dass er auch beplant wird. Seine Besonderheit ist, dass er zwar auch der Flächenerschließung wie die Bahnhöfe an den “Außenästen” dient, sich aber räumlich an der Stammstrecke befindet. Die Planung muss zusammen mit dem Planfeststellungsverfahren im Abschnit Bochum-Essen erfolgen.

04Mrz/10
Balbach, Lienenkämper, Schmidt

Lienenkämper zu RRX und Bahnhof Wattenscheid bestärkt

Balbach, Lienenkämper, Schmidt

v.l.n.r.: Balbach, Lienenkämper, Schmidt

Am 03. März 2010 besuchte Landesverkehrsminister Lutz Lienenkämper Bochum und sprach bei dieser Gelegenheit in der Messehalle der Fa. Dewender in Hamme bei der Mittelstandsvereinigung.

Im Anschluss an die Diskussion nach der Rede des Ministers bestand Gelegenheit, in Einzelgesprächen mit dem Minister über einige Themen zu sprechen. Der Wattenscheider Bezirksbürgeremister Hans Balbach und ich nutzten die Gelegenheit, um dem Minister nochmals die Bedeutung des Rhein-Ruhr-Expresses für die Region und des Bahnhofs Wattenscheid für die Einwohner deutlich zu machen. Am Ende des Gesprächs entstand obiges Foto.

Der Minister war in seiner Rede bereits auf den Rhein-Ruhr-Express eingegangen. Er verbuchte als Erfolg für die Landesregierung, dass sie es koordiniere, aber aus Berlin finanziert werde. Ein Beschluss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages habe weiterhin Gültigkeit. Die Planungen laufen und die Planfeststellungsverfahren sollen im nächsten Jahr anlaufen. Im übrigen bekenne sich die nordrhein-westfälische Landesregierung zum Ausbau von Straße und Schiene. Der Minister verwies dabei auch auf die Projekte Eiserner Rhein und Betuwe-Linie.

Am Vortag hatten Hans Balbach und Dirk Schmidt bereits ein Treffen mit dem Landtagsabgeordneten Oskar Burkert MdL, Mitglied des Verkehrsausschusses des Landtags, am Wattenscheider Bahnhof arrangiert. (siehe “Oskar Burkert MdL besucht Wattenscheider Bahnhof“)

Foto: Stefan Dewender

09Feb/10

Verkehrsminister Lutz Lienenkämper MdL

Am 3. März 2010, einen Tag nach dem Besuch von Oskar Burkert MdL, wird Landesverkehrsminister Lutz Lienenkämper auf einer Veranstaltung der Mittelstandvereinigung Bochum in meinem Wahlkreis 109 sprechen. Die Verstaltung findet unweit der A40 an der Darpestraße statt.

Zwar ist das Thema mehr Verkehr und Logistik, aber ich werde auch mal beim Rhein-Ruhr-Express nachhaken.

09Feb/10

Oskar Burkert MdL besucht Wattenscheider Bhf.

Am 2. März 2010 treffe ich mich mit Oskar Burkert MdL an Wattenscheider Bahnhof. Mit dem Mitglied des Verkehrsausschusses will ich eben über diesen Bahnhof, seine Sanierung und den Rhein-Ruhr-Expresse sprechen.

Oskart Burkerts Wahlkreis liegt in Hamm. Von dort pendelt er mit dem Zug zum Landtag nach Düsseldorf. Er hat mir mal gesagt, dass er in den letzten Jahren gerade vier Mal die Strecke mit dem Auto gefahren sein, wenn er etwas transportieren musste. Na, dann soll er diesmal mal am Wattenscheider Bahnhof aussteigen und nicht nur durchfahren :-)

01Feb/10

Absage an RRX ist nicht hinnehmbar

Gerade komme ich nicht so dazu, hier im Blogg zu berichten, aber zum Rhein-Ruhr-Express, will ich wenigstens mal die Pressemitteilung hier ablegen. Selbst die Infos darin könnten noch weitergehen, aber so ist das halt mit kurzen Infotexten.Der Rhein-Ruhr-Express ist wichtig für die Metropole Ruhr und seine Bürger. Eine Absage ist nicht hinnehmbar! 

Zur gestrigen Berichterstattung zum Rhein-Ruhr-Express (RRX) erklärt Dirk Schmidt, Mitglied des Rates der Stadt Bochum und CDU-Landtagskandidat im Wahlkreis 109 (Wattenscheid, Eickel, Bochum): 

„Die Metropole Ruhr braucht den Rhein-Ruhr-Express. Das Ruhrgebiet und somit auch dessenBürger brauchen eine komfortable, schnelle und verlässliche Nahverkehrsverbindung. Der Tod des Nachfolgekonzeptes des Metrorapid ist nicht hinnehmbar. 

Nordrhein-Westfalen benötigt seit Jahrzehnten eine bessere Verbindung auf der Strecke von Dortmund durch das Ruhrgebiet nach Köln. Zahlreiche Engpässe sowie die Bewältigung heutiger und sicher auch zukünftiger Fahrgastmengen führen regelmäßig zu so genannten „Verzögerungen“ im Betriebsablauf. Wer auch nur gelegentlich mit einem Regionalexpress entlang der Stammstrecke durch das Ruhrgebiet fährt, ist mit zahllosen Verspätungen vertraut. 

Speziell in Wattenscheid erfährt man dabei fast täglich, was die gemeinsame Nutzung der Gleise durch Fern- und Nahverkehr bedeutet. Der zum Warten gezwungene Regionalexpress wird häufig vom ICE überholt. Verspätungen im Nahverkehr sind die Folge. Daher ist der Bau RRX und ein damit verbundener Halt am sanierten Wattenscheider Bf. wichtig für die Wattenscheider Bürger und die gesamte Stadt.  

Eine verlässliche Verbindung, wie sie das Rhein-Ruhr-Express-Konzept vorsieht, bedeutet nicht nur Pünktlichkeit, sondern auch Regelmäßigkeit. Der Charme des Konzeptes liegt darin, dass bei vier Zügen pro Stunde zu jederzeit alle 15 Minuten ein Zug kommt. Simulierungen des Betriebsablaufs haben gezeigt, dass es auch durch einen Halt am Bahnhof Wattenscheid nicht zu Verzögerungen für die Reisenden kommt. Zudem können Bahnhof und Umfeld erwarten, durch das RRX-Konzept zusätzlich aufgewertet zu werden. Die Absage an das RXX Projekt werde ich nicht einfach akzeptieren. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Planungen für die Strecke quer durchs Ruhrgebiet immer weiter nach hinten geschoben werden.“ 

  

Hier Links dazu: 

DerWesten.de: Bahn in der Sackgase, 27.01.2010 

DerWesten.de, Kommentar: Fehlende Lobby, 27.01.2010

 

Der Stadtspiegel Wattenscheid hatte hierzu auf der Titelseite berichtet. 

 

15Sep/09

Update: RRX mit Halt in Wattenscheid – wie oft?

Ich warte und warte auf ein Dokument zu einer Ausschusssitzung des Verkehrsausschusses des Landtags, in dem die Deutsche Bahn AG einen Bericht hielt. Und wenn ich etwas hier im Blog veröffentliche, kommt gleich eine helfende Hand. Seit einiger Zeit gibt es das Dokument bereits. Es handelt sich um das Ausschussprotokoll APr 14/913, dass auch die Präsentation der Deutschen Bahn AG enthält. Das enthält interessante Aussagen.

Hier meine derzeitigen Gedankengänge:

Der Rhein-Ruhr-Express soll in Wattenscheid halten. Das ist eine gute Nachricht, die da vor einiger Zeit kam. Seit dem beschäftigt mich die Frage, ob er in Höntrop halten wird oder am Wattenscheider Bahnhof. Klar, dass das am Bahnhof Wattenscheid für ganz Wattenscheid und die Park&Ride-Möglichkeiten besser ist. Wie mir berichtet wurde, entstehen bei einer Streckenführung über den Bahnhof Wattenscheid ein paar Probleme am Essener Hbf, wo der RRX dann die Gleise anderer Linien queren müsste. Das ist nicht im Sinne der Beschleunigung und Entbündelung. Eine Führung über Höntrop hätte das Problem nicht. Aber der dortige S-Bahn-Halt wäre nicht das richtige.

Die Entbündelung hieße nach meinen Verständnis auch, dass am Bahnhof Wattenscheid weniger Züge halten müsste als bisher. Denn die Entbündelung könnte nicht erreicht werden, wenn dort z.B. die RB 40 verkehrt. Das erkenne ich auch an der Verwaltungsvorlage aus der Sitzung der Bezirksvertretung Wattenscheid am 15.09.2009.

Jetzt gibt’s also einen RRX-Halt, aber nicht alle Linien halten dort. Den RRX finde ich zunächst einmal gut.  Der muss sein. Mit Blick auf den Halt in Höntrop und dort zusätzlich verkehrende Linien, die bisher am Bahnhof Wattenscheid hielte, sowie ggf. einer Verlängerung der S-Bahn-Linie über Dortmund hinaus, sollte dort die ÖPNV-Anbindung – über den Bahnhof Wattenscheid – verbessert werden. Die Kapazitäten dürften steigen.

Rhein-Ruhr-Express mit Halt in Wattenscheid (z.Z.: RE1&2 halten, RE4&6 nicht)

Rhein-Ruhr-Express mit Halt in Wattenscheid (z.Z.: RE1&2 halten, RE4&6 nicht)

Dies würde dann zum Teil auch ein Problem schon mal etwas ausgleichen: Die Anbindung des Bahnhofs Wattenscheid zu den Nachbarbahnhöfen würde schlecht, weil seltener. Nicht alle RRX-Linien, die auf der Strecke verkehren, würden in Wattenscheid halten. Das ist im Sinne des Kompromisses, der sich daraus ergibt, dass sich Wattenscheid nun mal an der Stammstrecke befindet. Denn Wattenscheid fällt bzgl. RRX unter den Aspekt der Flächenerschließung befindet sich aber geographisch nun einmal im Zentrum der Metropole Ruhr direkt an der Stammstrecke. Damit nicht alle Fahrgäste der Stammstrecke  Fahrzeitverlusten aufgrund des Halts in Wattenscheid erleiden sollen, sollen nur einige RRX halten. Da nun aber nur zwei der vier RRX-Linien halten werden, halten insgesamt weniger Züge. Und das ist dann ein Problem für die Nutzer des Bahnhofs, gerade die aus nicht so weiten Regionen. Das Protokoll führt Reiner Latsch, Konzernbevollmächtiger der DB AG für NRW, an:

Vor dem Hintergrund, dass es dann in Wattenscheid keinen Personenzughalt mehr gegeben hätte, habe man sich dafür entschieden, dort einen zusätzlichen RRX-Halt einzuführen. Die betriebeliche Simulation habe ergeben, dass hierdruch kein Zeitverlust entstehe.

Aha, dann spricht auch nichts dagegen, dass all RRX-Linien am Bahnhof Wattenscheid halten. Ich gehe davon aus, dass alle RRX-Linien die gleichen Schienstränge nutzen.

Wer sind diese Nutzer? Klar, es sind in großer Zahl Schüler und insbesondere die Nutzer des Park&Ride. Der Bahnhof Wattenscheid hat eine Alleinstellungsmerkmal: Er verfügt über umfangreiche Park&Ride-Stellplätze – kostenlose! In Bochum oder Essen kann nur gegen Entgelt geparkt werden.

Und diese Park&Rider-Nutzer sowie Kurzstreckennutzer des RRX muss man ins Feld führen. Eine Verbesserung der Anbindung zwischen dem Halt in Höntrop und z.B. der Berufsschule wäre nur ein schwacher Ersatz.

Das muss jetzt mal eine Video oder eine Veranstaltung zum RRX her.
Nach diesem Update muss ich dennoch das neue Dokument erst vollständig durcharbeiten.