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28Sep/12
Abschlussdiskussion auf der 1. Kulturkonferenz der Metropole Ruhr

1. Kulturkonferenz Ruhr – wozu?

Zwei Wochen ist es her, dass ich einen Tag auf der 1. Kulturkonferenz der Metropole Ruhr verbrachte. Das ist genügend Abstand, um die Wirkung dieser 8 1/2 Stunden und den damals gewonnenen Eindruck zu interpretieren.

Abschlussdiskussion auf der 1. Kulturkonferenz der Metropole Ruhr

Kulturkonferenz: Vertreter von WMR, ECCE, RTG und Kultur Ruhr mit Oliver Scheytt

Etwas 450 Teilnehmerinnen hatte die Konferenz laut Angaben des Regionalverbands Ruhr. Mir kam das nicht so viel vor. Die zahlreichen leeren Stühlen belegten auch wieder, dass sich zu derartigen Veranstaltungen deutlich mehr Teilnehmer anmelden als dann kommen. Aber das Auditorium muss, selbst wenn nicht alle gleichzeitig anwesend waren, als groß bezeichneten werden angesichts der Tatsache, dass es sich um eine tagfüllende Veranstaltung handelte. Neben einem obligatorischen politischen Auftakt der Veranstaltung, an der übrigens keiner der Oberbürgermeister und Landräte der Region teilnahm, folgten Thesen zur Kulturmetropole Ruhr bzw. Nicht-Metropole Ruhr von Pius Knüsel von Pro Helvetia und Dieter Gorny von ECCE. Pius Knüsel ist Autor der Polemik „Der Kulturinfarkt.“ Sie wendet sich gegen mehr institutionaliserte Kultureinrichtungen. Der vollständige Titel lautet „Der Kulturinfarkt. Von Allem zu viel und überall das Gleiche. Eine Polemik über Kulturpolitik, Kulturstaat, Kultursubvention.“ (Die Zeit: „Pius Knüsel, Direktor von Pro Helvetia, will die Hälfte der Museen und Theater schließen.“) Ich habe des dann gleich mal bestellt. Das war eine interessante Debatte. Pius Knüsle widersprach der These von der Kulturmetropole.

Gruppenarbeit – Talksshow
Nach dem Mittagessen gab es drei kleinere Foren. Mich zog es zum Marketing, wo es neben Kultur auch um den Sport gehen sollte. Der kam mir aber zu kurz. Anhand der Themenausrichtung und der Diskussionsteilnehmer vorne am Mikrofon dämmerte mir, dass die Veranstaltung RVR-lastig wird. Das spätere Gesamtforum belegte mir das dann auch. In den Foren und der Konferenz blieb am Ende im Wesentlichen hängen, was von Land und RVR als nachhaltig Gutes in Folge der Kulturhauptstadt weiter für die Region getan wird. Zum Schluss erfolgte ein Ausblick auf den Nebel eines neuen Dekadenprojektes, dass irgendwie auch der Kultur zugute kommen solle, nicht nur dem Umweltgedanken diene. In der Diskussion mit dem Publikum entdeckte ich mehrfach wieder die offene Fragestellung, was denn die ‚freie Szene‘ von all dieser institutionalisierten Arbeit habe. Das erinnerte mich an eine ähnliche Konferenz der Grünen Ruhr. Da stellten beim Kaffee vorab bereits Teilnehmer fest, dass das Geld doch bereits verteilt sei, so dass es nicht um Mitwirkung mehr ginge, sondern nur noch um die Entgegennahme der Informationen.

Das Bild auf der Bühne anlässlich des Zusammentragen der Forenergebnisse glich mir einer Präsentation der Arbeit der Tochtergesellschaften des Regionalverbands Ruhr, an denen auch das Land und die Kommunen teilweise beteiligt sind. Showmaster gleich verteilte Oliver Scheytt, ehem. Geschäftsführer der Ruhr.2010 GmbH und vormals Kulturdezernent der Stadt Essen, die Wortbeiträge an die Repräsentanten der Wirtschaftsförderungsgesellschaft metropoleruhr mbH -WMR-(Thomas Westphal, 100 %-ige im Besitz des RVR), des Europäischen Zentrums für Kreativwirtschaft -ECCE- (Dieter Gorny, Gesellschafter: Dortmund, Bochum, Essen, Oberhausen, Duisburg, Gelsenkirchen und ggf. vorgenannte WMR), der Ruhr Tourismus GmbH -RTG-(Axel Biermann, 100 %-ig RVR) und Kultur Ruhr GmbH (Kuratorin Katja Aßmann und Lukas Crepaz, 51 % Land NRW und 49 % RVR nach Übernahme von 2,5 % des Vereins „Pro Ruhrgebiet“ in 2012). Politikergleich fasste Katja Aßmann eines der Ergebnisse ihres Forums in die Zusage ihrer Gesellschaft zu einem allerdings wenig verpflichtenden Dialog mit den Kulturschaffenden der freien Szene. Wo Dissenz herrscht wird im Ergebnis weiterer Dialog zugesagt. Auch andere sahen das offenbar als rhethorischen Kniff und goutierten es mit einem Lachen.

Kulturkonferenz selbst ein Ergebnis des Kulturhauptstadtprojektes
Nicht nur die dauerhafte Erichtung von ECCE, die Förderung der Kreativwirtschaft durch die WMR und die neue Abteilung „Urbane Künste Ruhr“ der Kultur Ruhr GmbH sind ein Ergebnis der Nachhaltigkeitsstrategie des Ruhr.2010-Projektes. Auch die Konferenz selber war es. Politischer Konsens der Parteien in der Metropole Ruhr war es zu Beginn der Realisierung des Projektes, dass die Kulturhauptstadt kein einmaliges Feuerwerk sein dürfe. Eine Verstetigung von Teilen zwecks nachhaltiger Effekte wurde bereits bei der Bewerbung als wichtig erkannt. In der Vereinbarung zwischen Regionalverband Ruhr und Land NRW ist nicht nur die Verteilung der gemeinsam je hälftig erbrachten 4,8 Mio. € geregelt, sondern auch das Abhalten einer gemeinsamen, jährlichen Kulturkonferenz im Ruhrgebiet. Die Konferenz war die erste. Weitere werden folgen. Die erste hat das Programm der Nachhaltig verkündet. Soweit, so gut. Und dann? Was kommt dann? Wenn es beim Verkünden von Gutem, vielleicht dem immer selben Guten, bleibt, dann wird die Konferenzserien bal enden. Ich bin gespannt, wie daraus ein aktiver Prozess wird, der auch die Konferenzteilnehmer mitnimmt. Ansonsten müsste diese Institution regionaler Kultur geschliffen werden.

Ich stehe also ratlos da. Informationen gingen an weitere Zuhörer. Und dann?
Irgendwas an Oliver Scheytt erinnert mich an Wim Thoelke.
Auf zur „2. Kulturkonferenz“!

24Jul/11
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Haldensaga mit organisatorischen Schwächen

20110724-061417.jpgSamstag 23.07. auf Sonntag 24.07. fand die Veranstaltung Haldensaga im Ruhrgebiet statt. Initiiert von der Ruhr.2010 GmbH sollten etwa 2.000 Personen Nachtwanderungen von Halde zu Halde machen, unterbrochen durch eine Rastpause und ein Stückchen was auch immer an geistiger Erbauung. Insgesamt hatte die Veranstaltung aus meiner Sicht, der ich als Nachtdozent im Nordsternpark teilgenommen habe, aber auch nach Berichten von Teilnehmern und Tour-Guides, die Gruppen führten, Ihre Schwächen. Nicht alle Schwächen gehen auf das Konto der Veranstalter oder lassen sich damit entschuldigen, dass es ein Low-Budget-Projekt ist. Hier eine subjektive Übersicht.

  • Das Wetter. Kalt, wolkig und regnerisch in der zweiten Nachhälfte. Aber das lässt sich nicht planen, siehe Bochum Total
  • Die Konkurrenz. An dem Wochenende war u. a. Bochum Total und Fußball.
  • Die Streckenlänge. Im Vorfeld war bereits aufgefallen, dass manche Touren zu lang waren. Die waren dann aber immer noch zu lang. Eine Gruppe bröckelte von 28/26 auf 24, dann auf 11, die schließlich noch den Weg auf die Sonnenaufgangshalde fand. Andere waren vorher erschöpft. Einige Teilnehmer glauben, dass zum Beispiel die Wege auf die Halden hinauf – in Rundkursen – nicht mit eingerechnet worden waren. Am Ende seien dann nochmals 2 km hinzugekommen.
  • Die Ausschilderung. Die Strecke sollte mit Fahnen und Knicklichtern markiert sein. Das stimmt auch zumindestnzu Anfang. An meinem Standort stimmten Karten aber weder mit Standort der Fahne und geeignetem Standort überein, so dass die Dozenten (keine Orga da) mal eben selber korrigierten. Von der Sonnenaufgangshalde berichtet mir meine Frau, dass die Karte nicht den Weg nach oben wies und sämtliche Knicklichter zwischenzeitlich geklaut waren. Das könnten diemdort startenden Gruppen oder Dritte gewesen sein.
  • Die Versorgung. Es hat mindestens eine Verletzte gegeben, an deren Versorgung sich aber kaum ein Teilnehmer einer Gruppe beteiligt habe, aber u. a. mit Ausnahme eins Tour-Guide (allerdings einer anderen Gruppe). Das Team Building mit dem Ballett auf der Sonnenuntergangshalde hatte nicht den gewünschte Effekt.
  • Die Gruppengröße. Was die gegenseitige Unterstützung und den sozialen Zusammenhalt betrifft, wären kleiner Wandergruppen sicher besser geeignet. Wir Nachtdozenten an unserem Standpunkt haben die erste Gruppe mit 26 Personen zwei geteilt und unser Programm gemacht. Das galt auch für die nächste, aber der „Volonteer“ war nicht da und die ankommenden Gruppen mussten warten. Danach war die Organisation hin, was den Teilnehmern aber nicht auffallen musste. Die Gruppen haben dann alle in voller Stärke mehrere Vorträge bekommen … Organisation lässt sich nur durchhalten, wenn sich wer darum kümmert.
  • Die Medien. Bei zwei Gruppen waren Medienvertreter dabei. Die von der Presse sind zwar nicht komplett mit gewandert, aber die waren auch nicht zu unterscheiden. Der WDR-Kamermann war nervig, aber das mag subjektiv sein. Ich weiß, dass die einen „prekären“ Job haben, aber vor dem Nachtdozenten ein Interview anfangen, während der spricht, find ich grenzwertig. Da wurde in dem Moment auch nicht berichtet, sondern da wurden Bilder (und Teilergebnisse) produziert. Wenn man an dem Medienkram nicht interessiert ist, dann kann sowas das Erlebnis der Haldensaga beeinächtigen. In einer meiner Veranstaltungen hätte ich den aufgefordert, sich mal einen Moment zurückzuhalten. Für die Zukunft werde ich kritischer sein, wenn ich vor einer Veranstaltung Medienvertreter oder Veranstaltern eine Pauschalgenehmigung für Aufnahmen gebe.
  • Die Nachtdozenten. Ja, ich war auch einer. Es war offenbar schwierig, genug zu finden. Da kursierten im Vorfeld für diesen unbezahlten Job auch unterschiedliche Konzepte. Die Veranstalter werden daraus gelernt haben. Wenig Verständnis habe ich für Einführungsveranstaltungen, die länger als der Einsatz dauert. Dabei waren an meinem Standort die übrigen Nachtdozenten erfahrene, ja berufliche Gästeführer. Ich hoffe, nicht nur der Medien wegen. Die Ausstattung – Käppi und gelbe Warnweste – war auch nicht gerade hilfreich. Eine klare und vorhandene Trennung in Orga und Dozenten wäre hilfreicher.

Es gab auch gute Seiten, die ich so für mich mitnehme:

  • Die anderen Nachtdozenten waren interessant und wir haben uns in den Pausen unterhalten. Aus zwei Kontaken könnte da in nächster Zeit was werden.
  • Es war eine Erfahrung, mal den Inhalt (bei mir: politische Bildung zum Strukturwandel im Ruhrgebiet) in gerade mal 12 Minuten zu verpacken. Ich mag das Format nicht, da es zwingt Zusammenhänge zu stark zu raffen. Außer Präsentation von Fakten geht da nichts.
  • Ich musste mal auf mich zukommen lassen, wer denn da so kommt.
  • Wandern ist nicht so mein Ding, aber ich konnte daran teilnehmen und hatte um Mitternacht Schluss. Am frühen Morgen kehrte meine Frau Pamela hingegen als Eiszapfen zurück.
  • Sie berichtete von der tollen Versorgung im Schloss Horst, die die Teilnehmer mit ihrem Kaffee (also nicht vom Veranstalter) versorgten. Die Fußbodenheizung dort erlaubt, ohne Schlafsack und Isomatte direkt auf dem Boden zu schlafen.
  • Die Geburtstagsfeier um Mitternacht für einen Teilnehmer. Es gab ein Ständchen, Sekt und Süsigkeiten.

Fazit: Wenn die Veranstalter aus den Fehlern lernen, könnte das ggf. nochmal gemacht werden. Das sagt so auch Pamela. Allerdings würde ich auf jeden Fall vorher kritischer hinsehen.

20Mrz/11
Begehbares Klo, between the Vaters

Wiedersehen mit Emscherkunst 2013

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EMSCHERKUNST.2010 war die große Installation von regelmäßig auch begehbaren Kunstobjekten im Emschertal zwischen Dortmund und Oberhausen. Die Federführung dafür lag bzw. liegt bei der AG Neues Emschertal, in der der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Emschergenossenschaft (EG) seit ein paar Jahren kooperieren. Diese Kooperation ist keine Selbstverändlicheit. Über Jahrzehnte hat es sie nicht gegeben, obwohl beide diagonal gegenüber an der gleichen Kreuzung im Essener Südviertel liegen; beiden Sitzen gegenüber ist die AG Neues Emschertal angesiedelt. Das ist durchaus bildlich. Kümmert sich die EG im Rahmen des Emscherumbaus um wenige 100 Meter rechts und links des Flusses, so setzt der Regionalverband mit seinen Konzeptionen hinter dem Flussbereich an. So kann man das simplifiziert sehen.
Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers (CDU) hatte mehrfach angeregt, mehr aus diesem Streifen zu machen. Zuletzt steht noch immer die Vision einer zweiten Internationalen Bauausstellung EmscherPark (IBA II) im Raum.

Derweil war in der Kooperation das Projekt Emscherkunst auf der Emscher-Insel zwischen Herne und Bottrop realisiert worden. Die Insel bezeichnet das wenige Meter bis Kilometer große Gebiet, das zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal liegt. Es ist ein besonderes Gebiet, dass vom Strukturwandel, z. B. nicht mehr benötigte Kohlelagerflächen und verfüllte Hafenbecken, und der Situation, nur über Brückenbauwerke zugänglich zu sein, geprägt ist. Die Projekte der ESCHERKUNST tragen dazu bei, den Raum der Öffentlichkeit zu erschließen. Das schließt an das Projekt der Renaturierung der Emscher an und ähnelt dem Ziel der Gestaltung ehemaliger Bergehalden. Kein Wunder, dass auch eine Erschließung für den Freizeitverkehr mit dem Fahrrad vorgesehen ist.

Die Zuschauer haben das Projekt gut angenommen. Die Emschergenossenschaft hat einige Ausstellungsobjekte aufgekauft. Dazu gehören das begehbare Klo „Between The Waters“(siehe Foto), die Beobachtungsstation der Amateur-Ornithologen und das Objekt mit dem Titel „Warten auf den Fluss“ . Bei der Neuauflage EMSCHERKUNST 2013 wird es daher auch ein Wiedersehen geben. Manches Objekt wird vermutlich komplett neu errichtet werden müssen. Holz kommt mir als Baustoff nicht dauerhaft vor.

Angestrebt wird ein dreijähriger Rhythmus, also eine ruhrtypische Trienale. Die Neuauflage soll wieder getragen werden von der AG Neues Emschertal, also RVR und EG. Letztere werden sich fragen müssen, ob sie nur Finanziers sein wollen, oder auch gestalterisch eingreifen. Programmlich soll es, so einem mündlichen ergänzten Bericht beim RVR nach, auch Änderungen geben: Bürger und örtliche Künstler sollen stärker eingebunden werden.

Damit stellt sich Emscherkunst (2013) als erstes Kunstprojekt aus dem Kultuthauptstadtjahr dar, für das sich eine finanzierte Lösung nach dem Kulturhauptstadtjahr abzeichnet. Ich höre, dass die für die regionale Kulturarbeit beim RVR und beim Land vorgesehen Mittel auch dafür verwendet werden sollen. Dies sind die hauptsächlichen Ressourcen für Initiativen zur „Verstetigung der Kulturhauptstadt“, bei der, wie ich einem Artikel von Gerd Herholz auf den Ruhrbaronen entnehme, keine Klarheit herrscht.

Die Emscherkunst soll mit Besucherzentren im Nordsternpark (Gelsenkirchen), Dinslaken und Oberhausen (Brücke) diesmal bis zu Emschermündung am Rhein geführt werden. Der Radrundweg soll 43 km lang werden. Damit entsteht wieder ein großartiges, Stadtgrenzen überschreitendes Projekt mit großer Wirkung für die Region und Bevölkerung, dass im Sinne eines Strukturwandels alte Areale neu erschließt. Das Zusammnwirken verschiedener Akteure erweist sich hier als fruchtbar.

Die alte App der Emscherkunst.2010 fürs iPhone ist übrigens noch verfügbar, wie auch manche Objekte von Dauer sind, so zum Beispiel rehranre im Herner Meer. Diese Wassermarke haben wir am heutigen Sonntag im Rahmen eines Ausflugs mal aufgesucht. Toll.


Das Bild oben stammt vom Fotografen Roman Mensing und wurde mir freundlicherweise vom Projektbüro Emscherkunst zur Verfügung gestellt.

06Okt/10
Traueranzeige Konzerthaus Bochum

Konzerthaus Bochum ging in aller Stille

Die erahnten Umstände des Abschieds in aller Kürze:

  • Der von der Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz vorgelegte Haushaltsplanentwurf 2011 sieht keinen Haushaltsausgleich bis 2015 vor. Mit einer Genehmigung ist mittelfristig nicht zu rechnen.
  • Weitergehende Sparvorschläge werden von Rot-Grün im Bochumer Rathaus nicht erwartet.
  • Schwelende Korrekturen alter Bilanzen, Abrechnungen und Mehrbelastungen lassen die Hoffnung auf Besserung schwinden.
  • Ein Bauherr für einen Saal neben der Marienkirchen wurde in völliger und letzter Konsequenz nicht gefunden.
  • Die Akteure können in allen Bereichen nicht mehr bei der Sache gehalten werden.
  • Es ist schon lange still.

Es beleibt die zuletzt sterbende Hoffnung, dass Totgesagte länger leben.

Trost spendend nehme ich eine bunte Broschüre des Bochumer Stadtbaurates zur Hand.

18Jul/10

Still-Leben Ruhrschnellweg in Wattenscheid-Westenfeld

Quer durch die Metropole Ruhr führt die Bundesautobahn A40 oder auch B1. Für einen Tag war sie im Rahmen des Programms der Kulturhauptstadt Europas 2010 gesperrt. Ruhr.2010 feierte hier am 18. Juli 2010 bei strahlendem Sonnenschein das Festival der Alltagskultur. Das Video entstand zwischen den Auffahrten Wattenscheid-Westenfeld und Wattenscheid-West.

Ich selbst war an Tischen im Block 62 anzutreffen, so ungefähr gegenüber vom Baumarkt Bauhaus direkt an der Auffahrt Westenfeld in Richtung Essen. Von der CDU und insbesondere meinem Ortsverband Westenfeld kamen da einige vorbei, wo wir nachmittags Kuchen zusammentrugen und diesen entsprechend mit Getränken verzehrten. In der Zwischenzeit formte ich immer wieder mal ein paar Tiere aus Modellierballons für vorbeilaufende Kinder und deren Eltern. Pamela traf sich auch mit den Freunden von den Englischen Stammtischen. Ich bin dann sogar mal bis zur Ausfahrt Wattenscheid-West gelaufen, wo ein paar Mitglieder der Jungen Union ausharrten.

Bei den Ruhrbaronen finden sich einige Bilder aus Bochum.

21Jun/10
L.O.V.E.

Loveparade nach 2011 – wohin?

Könnten Sie sich einen Verbleib der Loveparade im Ruhrgebiet vorstellen?

Schaller: Na klar. Das Ruhrgebiet ist ein würdiger Gastgeber. Das war in Essen und Dortmund so. Das wird jetzt in Duisburg so sein. Und 2011 steht ja auch noch Gelsenkirchen auf dem Programm. Wichtig ist für uns, dass die regionale Unterstützung hier phänomenal ist, besser als in Berlin. Und noch ein Trumpf: Die Leute hier können richtig gut feiern.

(DerWesten.de, Duisburg, 18.06.2010)

Diese Worte des Geschäftsführers und Markeninhabers der Loveparade dürften die Herzen vieler junger Ruhris höher hüpfen lassen. Allerdings brachten Sie mich gleich ins Schmunzeln, denn so einfach wird die Entscheidung auch nicht sein. Ich erinnerte mich, wie seinerzeit die Loveparade vom damaligen Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH (WMR) an die Ruhr geholt wurde. Die Absichtserklärung sollen auch die Städte Essen, Dortmund, Bochum, Duisburg und Gelsenkirchen mitunterzeichnet haben, aber dennoch war da immer eine gewisse Ungleichheit der Partner. Es machte sehr den Eindruck, dass die WMR – eine 100%ig Tochter des Regionalverbands Ruhr – den Fisch an Land gezogen hatte, aber für die Zubereitung und allen Kosten die „gastgebenden“ Städte verantwortlich seien. Dazu hieß es:

Schaller und auch der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft Metropoleruhr, Hanns-Ludwig Brauser, versichern, dass nicht ein einziger Cent an Steuergeldern für den Musik-Event ausgegeben werde. „Wir haben auch definitiv nichts dafür gezahlt, dass wir den Zuschlag bekommen haben“, versichert Brauser gegenüber FOCUS Online.
(FOCUS online, 21.06.2007)

Ganz problemfrei war das aber nicht. Bochum musste die Loveparade absagen – aus welchen Gründen auch immer. Allerdings erlebte ich bei Diskussionen seinerzeit zu dem Thema, dass nicht alle Gruppen und Generationen gleichermaßen positiv dem ‚Event‘ gegenüberstehen.
Und in Duisburg sah es auch lange nicht einfach aus. Aufgrund haushaltsrechtlicher Schranken darf die Stadt Duisburg keine städtischen Gelder für die Loveparade zur Verfügung stellen. Gelder würden aber für Dienstleistung wie allein die Reinigung der Strecke bzw. jetzt des Geländes der Loveparade benötigt. Schätzungen sprechen von 3 Mio. €. Diese konnten durch Sponsoren aufgetrieben werden, so dass die Bezirksregierung das Finanzierungskonzept für die Loveparade genehmigen konnte, denn es belastet den städtischen Haushalt nicht weiter. Auch in den anderen Kommunen der Region sieht die finanzielle Situation nicht besser aus.

Soll die Loveparade erhalten und dazu im Ruhrgebiet erhalten bleiben, müssen sich erst einmal Städte in der Metropole Ruhr finden, die sich bewerben und dafür über entsprechende räumliche, logistische und finanzielle Möglichkeiten verfügen. Bei letzterem können vielleicht Sponsoren helfen, aber auch das steht in den Sternen und macht solche Planungen schwierig. Ich sehe niemanden, der sich derzeit an die Spitze einer solchen Bewegung setzt.

Und so erinner‘ ich zuletzt an ein paar andere Worte damals, nachdem die Loveparade zuerst nach Essen zog:

Schaller rief Städte in ganz Europa auf, sich als neue Parade-Heimat zu bewerben
(Netzeitung, 21.07.2007)


Bild (ohne Schrift): „L.O.V.E.“ von misterQM / photocase.de

21Jun/10
Hotel (von judigrafie, photocase.de)

Übernachtungssteuer: Die Kurtaxe für die Kulturhauptstadt.


Am 30. Juni wird die Stadt Essen voraussichtlich die Einführug einer Übernachtungssteuer beschließen. Dem Rat liegt zur Drucksache Nr 0992/2010/2 ein entsprechender Satzungsentwurf vor. Veranlasst ist die aktuelle Einführung der neuen Steuer, die hin und wieder mal angeregt wurde, durch den akuten Finanzbedarf der Städte in der Region und einer gewissen Opportunität aufgrund des durch die FDP-Klientelpolitik gesenkten Umsatzsteuersatzes (Mehrwertsteuer) für Übernachtungen:

Bestandteil des Haushaltssicherungskonzepts zum Haushaltsplan 2010/2011 ist die Einführung einer Übernachtungssteuer.
Eine solche Steuer ist zurzeit in mehreren NRW-Städte (z. B. Bochum, Dortmund, Duisburg, Köln, Mülheim und Oberhausen) in Vorbereitung. In der Stadt Weimar wird sie als sog. Kulturförderabgabe bereits seit 2005 erhoben.)
(Drucksache Stadt Essen)

An der Essener Vorlage gefällt mir die Gegenüberstellung von Aufwand und Ertrag. Die geschätzten 1,1 Mio. Übernachtungen jährlich würden bei durchschnittlichen Kosten von 55 € (laut Bild.de!, schreibt die Verwaltung Stadt Essen) und einem Steuersatz von 5% zu etwas mehr als 3 Mio. € Einnahmen führen. Ausgaben für zwei Mitarbeiter und Sachkosten in Höhe von 134 T€ stünden dem gegenüber. Es lohnt sich also.

Bemerkenswert ist, dass diese Abgabe zum Ende des Kulturhauptstadtjahrs ansteht. Sie ist auch nicht zur Finanzierung von kulturellen und touristischen Aktivitäten vorgesehen, wie zum Beispiel im Rahmen eines Masterplans Kultur. Da unterscheidet sie sich auch von Kurtaxen, da davon die Kultureinrichtungen (Lesesäle, Strände, Kurhäuser, Veranstaltungen etc.) für Gäste unterhalten werden sollen. Die 5% Übernachtungssteuer würden Ruhrgebiets-weit vermutlich die Gelder für so einen Masterplan in der notwendigen Höhe aufbringen. (siehe auch: Angestaubt: Masterplan Kulturmetropole RUhr).

Ab wann genau die Steuer erhoben wird, ist aber noch unklar. Da diese kommunale Steuer bisher in Nordrhein-Westfalen noch nicht erhoben wurde, muss zunächst eine Genehmigung durch den Innenminister und den Finanzminister erfolgen. Aufgrund der Beschlüsse der Räte von Duisburg und Köln sollen Anträge bereits in den Ministerien vorliegen und auf eine baldige Entscheidung warten.


Bild: Ausschnitt aus „Hotel“ von judigrafie / photocase.de

19Jun/10
Yellow von jogen | photocase.de

Extraschicht. Heute letzter Tag?

Yellow von jogen | photocase.de

Heute – Samstag, den 19. Juni 2010 – findet die ExtraSchicht statt – die Nacht der Industriekultur. Für das Kulturfestival der Metropole Ruhr werden wieder 100.000 bis 150.000 Besucher erwartet. In der WAZ werden zur „größten Extraschicht aller Zeiten“ sogar 200.000 Besucher erwartet. Die Wettervorhersage für Morgen könnte einige Besucher abhalten, allerdings ist auch das Kulturhauptstadtjahr. Und Ruhr.2010 zeichnet sich gerade durch die Industriekultur aus. Die ExtraSchicht stellt damit im 10. Jahr ihrer Existenz eines der Hightlights des Kulturhauptstadtjahres dar.

Ich empfehle die Teilnahme, denn es sind Probleme am Horizont zu erkennen: Auslaufen staatlicher Förderungen und daher geringeres Budget in den Jahren nach Ruhr.2010. Geld aus regionalen/kommunalen Töpfen zu bekommen ist schwierig, gerade für Tourismus und Kultur. Ich verweise bereits auf die Probleme, im Rahmen eines Masterplans Kulturmetropole Ruhr u.a. die Nachfolge einiger Kulturhauptstadt-Projekte zu regeln. Das schreibt der Veranstalter dazu:

Ausgehend von Projekterlösen, die mit 620 T€ mehr als doppelt so hoch angesetzt wurden als in 2010 geplant, kann dennoch nur noch mit einem um 600 T€ verminderten Projektbudget geplant werden. Bei guten Witterungsbedingungen können Ticketerläse in dieser Höhe erwartet werden. Bei schlechtem Wetter läge das Risiko voll bei der RTG, die nicht in der Lage ist, über Rücklagen einen entsprechenden Verlust zu kompensieren.

Fazit: Selbst die Steigerung der Projekterlöse um 100% ist nicht ausreichend für die Durchführbarkeit einer ExtraSchicht, die ihrem erworbenen Renomee entspricht. (Bericht der Geschäftsführung der Ruhr Tourismus GmbH (RTG), Drs. Nr. 12/0119)


Daher ist die Herausforderung dieses Mal besonders groß, im Kulturhauptstadtjahr und im ggf. in letzten Jahr mit einer Extraschicht in bekannter Dimension an eben dieser teilzunehmen. Selbst, wenn mein Tagesprogramm am Samstag recht voll ist, so dass ich zur Sicherheit auf den ermäßigten Kauf einer Karte im Vorverkauf verzichtet habe.

Politik – Land und Region – steht vor der Herausforderung über Lösungen zu sprechen, falls das Festival als erhaltenswürdig gelten sollte. Das darf nicht zu spät erfolgen, sondern muss zeitnah geregelt werden. So ein Festival lässt sich nicht in wenigen Tagen aus dem Boden stampfen. Späte Entscheidungen würden auch das Ende der ExtraSchicht bedeuten. Daher gilt für dieses Jahr:

Gaudeamus igitur!


Bild: „Yellow“ von jogen | photocase.de

18Dez/09
GEO mag AA Berlin

GEO spezial Ruhrgebiet … endlich

GEO mag AA Berlin

Da halte ich es in den Händen: Das Geo special Ruhrgebiet. Das Bild zeigt mich im Auswärtigen Amt in Berlin, direkt nachdem ich es im dortigen Kiosk gekauft habe. Welch passender unpassender Ort dafür! Das ist kein Remake eines anderen Reisemagzins fürs Ruhrgebiet, sondern das erste Magazin zur Metropole Ruhr.2010   –  Darauf habe ich lange gewartet. Und ich bin recht zufrieden mit dem Magazin, teile die Kritik der Rheinischen Pest daran nicht. Es ist schwierg das Neue der Industriekultur zu präsentieren.

Was heißt das denn, dass zum Kulturhauptstadtjahr ein GEO specical zur Metropole Ruhr samt CD – und wahlweise DVD – erscheint? Das heißt, dass die Region deutschlandweit, ja im gesamten deutschsprachigen Raum, als Reiseziel wahrgenommen werden wird.  Klar, dass ist nur eine bestimmte Schicht an Reisefreudingen. Gleich auf Seite 3 findet sich eine Anzeige von „Swarovski Optik“, die hochpreisige Ferngläser u.a. für die Jagd anbieten. Das Magazin zeigt nicht ein völlig anderes Ruhrgebiet, sondern ein neues. Etwas dass aus dem altindustriellen Montangregion geboren wurde. Die Bilder und Botschaften gefallen mir.

Zudem hat das Magazin den richtigen Verbreitungshorizont. Dieser ist nicht auf die Kulturhauptstadt selber beschränkt. Anlässlich der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB) hatte ich bemängelt, dass an der „Ruhr-Rezeption“ zwecks Hotel-Buchung nur 3 Hotels aus Essen vertreten waren, von denen eines noch gar nicht gebaut war. Nehme ich jetzt das Reisemagazin Ruhr zur Hand, herausgegeben von der Ruhr-Touristik (RTG) und auch auf der dem GEO spezial beiliegenden CD als PDF-Datei enthalten, dann sehe ich da ein umfangreiches Angebot, aus dem eine Reise zusammengestellt werden kann. Von so etwas für Besucher von außerhalb der Region benötigen wir hier mehr.

Kulturhauptstadt sein heißt, ein neues Images transportieren, Besuch von außerhalb interessieren und akquirieren und keine NO-GO-Area zu sein. Ich erinner mich an zwei Praktikanten, die das Ruhrgebiet wenig kannten, bevor sie ihr Praktikum bei mir im Bür antraten. Einer davon war mal durch Duisburg gefahren. Das muss ein Ende haben. So wie man auch mal in Frankfurt war, muss man auch mal in Ruhr gewesen sein. Ich schleppe Praktikanten von auswärts dann immer auf Zollverein, zum Nordsternpark und anschließend auf die Halde Hoheward. Das verändert ihre Sicht auf die Region.

Jens Matheuszik hat einmal verlinkt, welche Artikel aus dem GEO special Ruhrgebiet online zu finden sind.

17Dez/09

Der Einstieg in den Ausstieg, oder: Keinen neuen Bau-Beschluss, denn es gibt ja schon einen

Der nächste Bau-Beschluss für die Spielstätte der Bochumer Symphoniker“ (07.12.200) ist nicht zustande gekommen: Er wurde vertagt.  Fraglich war in den letzten Tagen, ob der Rat eigentlich den Bau und Betrieb beschließen dürfe, wenn erst einmal der Haushalt zu sanieren sei. Im Rat hat dann Rot-Grün den eleganten Weg der Vertagung vorgeschlagen. Die Stimmung lässt sich so einfangen: Wir brauchen keinen neuen Baubeschluss, wir haben ja bereits einen. Das Wort „einen“ ist vermutlich im mathematischen Sinne zu verstehen. Wir haben mindestens einen Baubeschluss – waren also guten Willens. Die CDU hat sich bei dem Antrag enthalten. Die Linke hat jubiliert, sah sie sich doch mit dem Antrag auf der Seite von SPD und Grüne, die nach ihrer Interpretation die Spielstätte beerdigt hätten. Weitere Details hier: „Bochumer Rat vertagt Diskussion ums Konzerthaus“ (WAZ, 07.12.2009)

Bemerkenswert finde ich, dass nun nach Geld aus Düsseldorf gerufen wird. Die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Grünen hoffen laut WAZ-Bericht darauf. Das Thema Spielstätte wird so noch einige Zeit andauern. Im Haushalt findet sich nur ein Erinnerungsposten von 100 €. Wie in „Die unbekannte Größe des Haushaltslochs“ (08.12.2009) berichtet, wird erst einmal der Kampf um einen genehmigten Haushalt samt Haushaltskonsolidierungskonzept (HSK) zu führen sein. Abzuwarten bleibt, ob das HSK 2009 genehmigt wird und dann in der Folge auch ein HSK 2010. Erst dann könnte meines Erachtens die Spielstätte in Angriff genommen werden. Es sei denn es käme Geld aus Düsseldorf. Das wird doch etwas keine landespolitisches Wahlkampfthema werden?

Bis dahin bleibt das Geld auf dem Konto (nicht der Stadt) liegen, zumindest nicht das, das nicht zurückgegeben werden kann oder muss. Es ist ja nicht so, dass die Zeit stehen bleibe. Vielleicht trägt das Geld Zinsen, aber Angebote für den Bau der Spielstätte sind ja auch zeitlich gebunden. Viele Schritte werden dann – wenn überhaupt – nochmal zu machen sein. Der heutige Nicht-Beschluss kann auch der Einstieg in den Ausstieg sein.

Weitere Artikel:

Haushaltssicherungskonzept – Regierungspräsident Diegel spricht von Täuschung“ (RN, 17.12.2009)

Rat verabschiedet umstrittenes Sparpaket“ (WAZ, 17.12.2009)

07Dez/09

Der nächste Bau-Beschluss für die neue Spielstätte der Bochumer Symphoniker

Gerade erreicht mich die Drucksache Nr. 20092687 als Erweiterung der Tagesordnung zur Sitzung des Rates der Stadt Bochum am 17.12.2009. Nach der Begründung findet sich folgender Beschlussvorschlag:

Bochumer Symphoniker
Hier: Bau der Bochumer Symphonie im Viktoria-Quartier Bochum

Der Rat der Stadt Bochum beschließt die Realisierung der Spielstätte für die Bochumer Symphoniker grundsätzlich, vorbehaltlich der haushaltsrechtlichen Zulässigkeit. Über den genauen Finanzierungsanteil der Stadt Bochum wird der Rat in seiner heutigen Sitzung im nichtöffentlichen Teil entscheiden.

 Das heißt für mich nun, dass mal wieder ein Bau-Beschluss für die Spielstätte gefasst wird – soweit nichts Neues. Hierzu hatte ich bereits unter „Und sie fassten einen Bau-Beschluss für einen Bau-Beschluss für einen Bau-Beschluss“ (25.06.2009) geschrieben. Wie damals wird die Entscheidung jedoch unter (mindestens) einer Bedingung gefasst: Das Geld muss auch (rechtlich) zur Verfügung stehen. Die Grundlage dürfte das in der gleichen Sitzung zu verabschiedende Haushaltssicherungskonzept (HSK) sein.

Mit einer geeigneten Bereitstellung gerade auch der Betriebskosten für die neue Spielstätte im Rahmen des HSK wäre dann aber wiederum seine Genehmigung durch den Regierungspräsidenten abzuwarten. Ergo ist der Bau-Beschluss wieder nur ein Stückchen. Jetzt muss noch das HSK beschlossen werden und der Regierungspräsident es genehmigen.

Als ich den Beitrag schrieb, gab es das Dokument noch nicht 
im öffentlichen Teil des Ratsinformationssystems.